ROTFÜCHSE Darmstadt berichten: 1. Mai-Vorbereitungen und Demo

In der Woche vor dem 1. Mai haben wir uns in Darmstadt getroffen, um den internationalen Tag der Arbeiterinnen und Arbeiter vorzubereiten. Wir haben einen Werbeumzug gemacht, für die Spiele ohne Grenzen geübt, einen Arbeiter interviewt und Plakate gestaltet.

Bei unserem Umzug haben wir die ROTFÜCHSE vorgestellt und andere Kinder zum Pfingstjugendtreffen eingeladen. Mit fünf weiteren Kindern übten wir „Wagenrennen“ ein. Das ist ein Spiel auf dem Pfingstjugendtreffen. Anschließend interviewten wir ROTFÜCHSE einen Arbeiter. Wir lernten warum Arbeiterinnen und Arbeiter am 1. Mai auf die Straße gehen und konnten Forderungen auf unsere Plakate schreiben. Wir hörten über die Abmeldung von Leiharbeitern bei OPEL und begannen das Interview gleich mit Fragen dazu.


Auszüge aus unserem Interview:

Du hast über Leiharbeiter bei OPEL erzählt. Wieso werden Leiharbeiter rausgeworfen und ist es nicht klug Arbeiter zu behalten?

„‚Für die E-Autos brauchen wir nicht so viele‘, sagen die Konzerne, auch OPEL. Dann gibt es auch viel Konkurrenz untereinander. Wenn sie die E-Autos dann nicht loswerden, werden Leiharbeiter rausgeworfen. Natürlich wäre es klug, die Leiharbeiter als Arbeiter zu behalten, doch dann würden diese sich noch mehr zusammenschließen und für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen kämpfen. Das wollen die nicht. Also werden Leiharbeiter nur für eine bestimmte Zeit eingestellt und haben keine Sicherheit, ob der Vertrag verlängert wird.

Es hat sich auch viel gewandelt. Zu Beginn der Industrialisierung gab es noch viel mehr Fließband-Arbeiter, heute gibt es mehr Computertechnik. Eingeführte Maßnahmen zielen darauf ab: mehr zu produzieren, mit wenigen Leuten und mehr Kapital für den Konzern. Doch die Arbeiter wollen gut leben und streiken international am 1. Mai für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen“.

Wie bist du Arbeiter geworden?

„Meine Eltern hatten einen Bauernhof, doch davon kann man heute kaum noch leben.

Ich war immer schon an Technik interessiert. Also habe ich eine Ausbildung zum Mechatroniker gemacht“.

Was tun Arbeiter?

„Vieles in unterschiedlichen Bereichen. Ich bin zum Beispiel auch in der Gewerkschaft aktiv. Da können alle Arbeiter organisiert und zusammen für bessere Löhne oder die Interessen der Arbeiter gemeinsam kämpfen.

Ich baue Teile für Prüfstände für Autos. Dabei muss man messen, prüfen und auswerten“.

Wieso gibt es mehr Arbeiter als Arbeiterinnen?

„Das ist ganz unterscheidlich. Bei uns im Betrieb arbeiten zum Beispiel zu ¾ Frauen. Doch Frauen verdienen in der Regel weniger als Männer. Das ist gesellschaftlich bedingt (…)“.


In unseren Rotfuchsregeln heißt es auch: „Wir achten die körperliche Arbeit, die arbeitenden Menschen und unsere Umwelt“. Gut vorbereitet waren wir am 1. Mai mit unseren Plakaten auf der Demo. Danach haben wir 100 Nelken und selbstgebackene Schokokekse verkauft, die wir bei einem Rotfuchstreffen gebacken haben. Damit haben wir mehr als 200€ an Spenden eingenommen. Es gab auch veganen Kuchen und Muffins vom REBELL. – Nelken stehen übrigens für die internationalen Arbeiterinnen und Arbeiter.

ROTFÜCHSE und REBELL Darmstadt

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