Bonbonfabrik: Einen Herrn Gierig haben wir verjagt …

Beim Rotfuchstreffen in dieser Woche machen wir eine Bonbonfabrik. Die Rotfüchse wurden an ihrer neuen Arbeitsstelle begrüßt. Erstmal bastelten wir uns aus Müllsäcken Arbeitskleidung.

Dann hatten wir eine Produktionsstraße aufgebaut, an der die Kinder selbstgemachte Pralinen produzieren. 20 Minuten lang arbeiten alle Hand in Hand. Immer im Rücken haben sie dabei den Herr Gierig. Er treibt seine Arbeiter immer weiter an: „Macht mal schneller“, „seid froh, dass ihr bei mir überhaupt noch Arbeit kriegt“.

Am Schichtende bekommen alle Kinder ihren Lohn. Aber Moment mal: Wieso kriegt jeder nur eine Praline, wo wir doch über 60 Pralinen produziert haben? Und dann kommt auch noch Kanzler Merz rein und schneidet sich bei jedem Kind ein Stück von der ohnehin schon kleinen Praline ab: „Ihr müsst mehr Steuern zahlen, damit ich mehr Waffen kaufen kann. Und die Rente wird auch gekürzt und die Krankenkasse wird auch teurer“. Alle sind sich schnell einig: das ist doch total ungerecht! Eine Rebellin erklärt: das, was hier passiert, nennt man Ausbeutung und das passiert in den Fabriken jeden Tag. Jetzt müssen wir mal beraten, was wir dagegen tun können.

Der nächste Tag, alle arbeiten weiter, Herr Gierig treibt immer weiter an. Aber jetzt geht ein Flüstern durch die Reihe. Irgendwann ruft ein Rotfuchs laut: „Uns reicht’s, wir streiken!“ Es wird laut diskutiert, dass jetzt keiner weg gehen darf, damit wir Herr Gierig zusammen verjagen. Der kriegt‘s am Ende mit der Angst zu tun und haut ab. Was für ein Erfolg! Wir verabreden uns, dass wir am Samstag mit den Rotfüchsen zur großen Demo nach Essen gegen die Herr Gierigs gehen.

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