Ein Festival, das den Kampf um die Zukunft feiert

Dokumentiert von Rote Fahne News

Mehr zum internationalen Pfingstjugendtreffen findet ihr auf der Webseite pfingstjugendtreffen.de


Pfingstmontag, 25. Mai: Die Stände sind verwaist, die Treffpunkte werden abgebaut, die Zelte verstaut. Man sitzt müde, aber glücklich mit dem ersten Kaffee des Morgens da und denkt an ein begeisterndes Wochenende zurück!

Ein Wochenende voller Optimismus, Zuversicht, Antifaschismus, Diskussionen um den echten Sozialismus und die sozialistische Jugendbewegung. Ein Wochenende, bei dem es um den Kampf um die Zukunft ging – mit einer bunten und kämpferischen Zukunftsdemonstration am Samstagmorgen, Solidarität mit Flüchtlingen, im Geist des Solidaritätspakts zwischen der ICOR und der Al-Awda Health Community Association in Gaza oder der Solidarität mit Kurdistan, Kampf für die Rettung der Umwelt, mit kämpferischen Bergarbeitern, spielenden Kindern, mit den „Spielen ohne Grenzen“ voller Zusammenhalt und mit einer kühlenden Wasserschlacht zum Schluss. Es gab  Kultur, Freizeit und Sonnenschein etc. Und das alles in nur zweieinhalb Tagen!

Über 1500 Besucher aus Gelsenkirchen, Essen, dem Ruhrgebiet, aber auch aus ganz Deutschland hatten den Weg in den Revierpark Nienhausen gefunden und dieses Wochenende miteinander verbracht. Und sie wurden nicht enttäuscht. Was dieses Event ausmacht und gegenüber allen anderen Festivals, die jetzt an Pfingsten stattfanden, heraushebt, ist die Selbstorganisation und der begeisternde Kampf um die Zukunft der Menschheit, der natürlichen Umwelt und der ganzen Erde. Wo einem anderswo häufig eingeredet wird, dass man alles so nehmen müsse, wie es ist, und dass man im schlimmsten Falle den eigenen Untergang feiern soll, zeigt das Internationale Pfingstjugendtreffen die Gegenrichtung auf.

Hier wird der Kampf um die Zukunft gefeiert: In vielen Workshops ging es unter anderem um Antifaschismus, die Lehre von der Denkweise mit Stefan Engel, dem Leiter der Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG, den Aufbau des Al-Awda-Krankenhauses in Gaza sowie den Kampf gegen modernen Antikommunismus und modernen Faschismus. Und es ging darum, wie die Jugend gemeinsam für den Sozialismus kämpfen und zusammenstehen kann. Das wurde besonders deutlich bei der Jugendbildungsveranstaltung mit Gabi Fechtner zur sozialistischen Jugendbewegung. Diese gemeinsame Bereitschaft, diese Welt nicht dem Kapitalismus anzuvertrauen, der sie gegen die Wand fahren wird, wurde sehr deutlich. Das Treffen gab viele Impulse zur Selbstveränderung: In der Streitkultur, für breitere Bündnisse der sozialistischen Jugendbewegung, den nötigen Tiefgang oder die Organisiertheit.

Schon auf der Zukunftsdemonstration am Samstagmorgen, die durch Teile von Gelsenkirchen-Feldmark und Essen-Katernberg zog, wurde dieser Optimismus, diese Lebensfreude, mit so vielen gemeinsam zu feiern, zu kämpfen und zu leben, deutlich. Das hatte auch Ausstrahlung auf die Menschen im Wohngebiet, die interessiert zuhörten.

Zum Kinderfest mit freiem Eintritt und dem Höhepunkt „Spiele ohne Grenzen“ waren weit über 100 Menschen aus den Stadtteilen und der direkten Nachbarschaft gekommen. Die Kinder hatten unter dem Motto „Freundschaft im Wettkampf“ viel Spaß miteinander. Sowohl hier als auch beim Jugendfußballturnier und beim Songcontest wurde deutlich: Es geht ums gemeinsame solidarische Miteinander. Die Atmosphäre auf dem Platz war jederzeit solidarisch. Ätzende Streitkultur, Rassismus, Faschismus und anderes hatten keine Chance. 

Es waren mehr Kinder dabei, teils auch Jugendliche. Das Fest war sehr vielseitig, hatte insgesamt eine hohe Qualität. Davon nimmt jeder etwas mit nach Hause! All das wird jetzt ausgewertet, einschließlich dessen, was man bei der Organisation noch verbessern kann.

Auffallend war das große Interesse an günstiger sozialistischer Literatur, die für weit über 6000 Euro verkauft wurde. 

Die Herrschenden auf dieser Welt können nicht mehr regieren wie bisher und die Masse der Menschen will nicht mehr so regiert werden wie bisher. Darum ging es an diesem Wochenende: Wie führt man die gemeinsamen Kämpfe so, dass sich grundsätzlich etwas ändert? Und wie entwickelt sich der vorrevolutionäre Gärungsprozess in die richtige Richtung – hin zu einer revolutionären Situation? In diesem Sinne und darüber hinaus freuen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser besonderen zweieinhalb Tage auf das gemeinsame Kämpfen, Siegen und Feiern in der Zukunft!

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