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Übergriff auf Mitglied der FDJ PDF Drucken E-Mail
Solidaritätserklärung des Jugendverband REBELL gegen den unverschämten Übergriff der Polizei auf ein Mitglied der FDJ (Freie Demokratische Jugend) bei der Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration am 10.01.2010 in Berlin

Liebe Freunde und Genossen,

mit großer Empörung haben wir von dem Übergriff der Polizei auf euch am Ende der Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration erfahren. Es ist ein Unding, dass die Fahne einer in Deutschland legalen Organisation unter fadenscheinigen Begründungen von der Polizei beschlagnahmt und ein Mitglied eurer Organisation verhaftet wird. Auch wenn er wieder freigelassen wurde – so ein Vorgehen können wir nicht still hinnehmen! Rebell und MLPD haben sich direkt vor Ort mit dem kriminalisierten Jugendlichen solidarisiert und uns hinter euch gestellt.

Wir versichern euch die volle Solidarität des Jugendverbands REBELL, der Jugendorganisation der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD). Auch wir sehen im Kampf gegen Faschismus und ungerechte Kriege eine wesentliche Aufgabe unseres Jugendverbands und aller Jugendlicher.

Die von der Polizei anscheinend vorgetragene Begründung, es komme darauf an, ob derjenige, der die Fahne trägt, in der BRD oder DDR geboren sei, ist absolut hanebüchen und zeigt nur, dass es sich hier eindeutig um ein politisch motiviertes Vorgehen handelt. Hiergegen protestieren wir ausdrücklich! Es ist genau richtig, dass bis heute immer Anfang Januar viele zehntausend Teilnehmer, darunter viele Jugendliche, den Revolutionären gedenken und sie ehren. Ihr Kampf ist unser Kampf und das zeigen wir auch! Lasst euch von diesem Vorgehen der Polizei nicht einschüchtern.

Die Berliner Polizei hat auch den REBELL am Samstag behindert – Teilnehmer unserer rebellischen Stadtrallye wurden von der Polizei aufgehalten. Unsere Rallye wurde als „unangemeldete Demonstration“ bezeichnet, weil wir Erkennungsschilder mit unserem Plakat zur LLL-Demo hoch hielten.

Wir müssen gemeinsam den Kampf für den Erhalt und die Erweiterung der bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten führen. Wir vom REBELL meinen, dass es auch notwendig ist, darüber hinaus über eine befreite Gesellschaft, den echten Sozialismus, zu diskutieren. Wir werden dieses organisierte Vorgehen der Polizei gegen linke und fortschrittliche Kräfte in unserer Arbeit breit bekannt machen.

Im Anhang senden wir Euch einen öffentlichen Brief der MLPD, deren Geschäftskonten durch die Deutsche Bank gekündigt wurden – ohne jeden Anlass und ohne Angabe von Gründen. Auch hier gilt: Heute soll der MLPD die Geschäftsgrundlage entzogen werden – wer wird als nächstes ins Visier genommen, wenn wir sie damit durchkommen lassen? Wir würden uns sehr über Solidaritätserklärungen zu dieser Sache freuen!

Kämpferische solidarische Grüße,


Sagitta Wester
für die Verbandsleitung des Jugendverbands REBELL 
 
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