Published on Juli 18th, 2021 | by Magazin

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Selbstorganisierte Hilfseinsätze in Hohenlimburg erfolgreich gestartet

„So viel Geröll habe ich noch nie gesehen“, sagte ein junger Rebell, als wir am Ziel eintrafen. Drei Häuser die – an einem Hang gebaut – in einer Gerölllawine stehen.

Viele Helfer sind bereits zugange: ganze Fußballmannschaften, viele Freunde der Bewohner, aktive aus der Bewegung „No Monstertrasse“ und wir vom Jugendverband REBELL und Genossen der MLPD. Ein Auto hält und bringt einen Grill, Würstchen und Getränke. Ein Radlader schiebt vor dem Haus die Straße frei. Schnell wird klar: Hinterm Haus werden wir gebraucht. Da kann kein schweres Gerät hin. Also ran an die Schippe. Ziel ist es, die Hauswand zu befreien. Wir organisieren uns, teilen uns in Teams ein und entwickelten einen richtigen Ehrgeiz, die Wand frei zu bekommen.

„Dem Volke dienen“ ist unser Motto. Immer wieder kommen wir ins Gespräch: „Das Wasser kam Nachts, ein reißender Strom lief durchs Haus. Da war nichts mehr zu machen“. Mit einem anderen Helfer sind wir uns schnell einig, dass diese regionale Umweltkatastrophe Bestandteil einer weltweiten Entwicklung ist, wie z. B. Hitze in Kanada, und wollen weiter zusammen gegen die Monstertrasse, die nur für Kohlestrom gebaut wird, kämpfen (mehr dazu hier).

Einem andrem Kollegen erzählt ein Rebell vom Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstärung der Einheit von Mensch und Natur?“, was Interesse weckt.

Besonders der scheinheilige Besuch von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird kritisiert: „Ob der jemals eine Schippe in die Hand nimmt“ oder: „Der wollte doch unbedingt Datteln bauen.“

Die beste Stimmung kommt auf, wenn große Felsbrocken oder Holzstämme rausgeholt werden. Langsam wird es dunkel. Wir verabschieden uns herzlichen und sagen zu, das wir nochmal kommen.

Wir haben dann nochmal überlegt was man noch besser machen kann:

  1. Die Initiative der Leute wird von Staat kaum gefördert, teilweise sogar boykottiert. Das müssen wir selbst in die Hand nehmen! Dazu gezielt im Wohngebiet, Genossen und Freunden fragen wer Hilfe braucht und wie viele Leute gebraucht werden.
  2. Festlegen, wann einige können und wo der Treffpunkt ist. Dazu auch an Getränke, Handschuhe, Schippe, Arbeitskleidung, Eimer denken. Das Aufräumen wird noch Wochen dauern.
  3. Beim Arbeiten Vollgas geben, und auch überlegen, wie noch besser gearbeitet werden kann. Auf Arbeitssicherheit achten. Bewusst Pausen machen, da kann man auch gut mal sprechen und unser Material vorstellen. Dafür vorher einige Argumente überlegen und auf den REBELL ansprechen.

Am Samstag machen wir den nächsten Einsatz. Dort wollen auch Azubis und Kollegen von ThyssenKrupp helfen. Treffpunkt: 12.30 Sparkasse Elsey. Wir bleiben dran… .

 

(rf-foto)


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