Published on Juni 1st, 2021 | by Magazin

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Familie Destanov muss bleiben!

Bochum. Am vergangenen Donnerstag kamen über 30 Menschen zu der Protestkundgebung der Internationalistischen Liste / MLPD vor dem Rathaus.

Darunter zwei Mitglieder der Familie Destanov und zahlreiche Rotfüchse. Auf ihrem Plakat stand: „Wir Rotfüchse halten zusammen.“ Die Abschiebegesetze der Bundesregierung sind unmenschlich, ebenso das Handeln der Ausländerbehörde in Bochum, war der allgemeine Tenor der Demonstranten.

Die willkürliche Definition der „sicheren Herkunftsstaaten“ durch die Bundesregierung stand besonders im Kreuzfeuer der Kritik, ebenso die Bekämpfung der Flüchtlinge anstatt der Fluchtursachen durch Abschottung der EU-Außengrenzen. Alle erklärten sich bereit, die betroffene Roma-Familie bei ihrem Kampf um das Bleiberecht zu unterstützen.

Besonders interessant war die Mitteilung über die Verfolgung von Sinti und Roma bereits schon im 16. Jahrhundert. Auch der Tod von zahlreichen Sinti und Roma in den Konzentrationslägern unter dem Hitler-Faschismus wurde erwähnt. Ein Redner verurteilte die jetzige Einteilung von Asyl-Suchenden in „Klassen“ scharf: Wer hochqualifiziert und für die Konzerne deshalb als Arbeitskraft interessant ist, gilt als Flüchtling erster Klasse, hieß es. Die Lehrer der Kinder wollen bei der Ausländerbehörde protestieren, die Bewegung „Seebrücke“ hat eine extra Erklärung gegen die Abschiebung der Familie verfasst, an der sich mittlerweile viele Organisationen angeschlossen haben. Zum Abschluss der Kundgebung wurde das Lied „Bella Ciao“ gesungen.

Die Wählerinitiative der Internationalistischen Liste / MLPD begrüßt es sehr, dass die Familie Destanov so viel Solidarität erfährt. Aber das geht gar nicht, dass die Wählerinitiative Internationalistische Liste / MLPD, von der die Initiatilzündung ausging, gegen die Abschiebung an die Öffentlichkeit zu gehen, und die ein wesentlicher Bestandteil dieses Kampfes gegen die Abschiebung ist, bisher mit keinem Wort in der WAZ erwähnt wird. Die Wählerinitiative wird dagegen protestieren.

Foto: Jugendverband REBELL

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