Published on März 27th, 2021 | by Magazin

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Für kämpferische Tarifrunden!

Seit Beginn der Weltwirtschafts- und Finanzkrise Mitte 2018 schlagen die Unternehmerverbände einen härteren Kurs ein. Gesamtmetall, fordert aktuell, dass es keine Lohnerhöhungen geben soll, sondern nach 2020 erneut eine „Nullrunde“. Dagegen hat die IG Metall die Forderung nach 4 Prozent mehr Lohn und Ausbildungsvergütung aufgestellt. Laut DGB kommen 57% aller Azubis in Deutschland mit ihrer Ausbildungsvergütung nicht hin. MLPD und REBELL fordern daher eine Anbindung der Ausbildungsvergütungen an den Facharbeiterecklohn. Von 2019 auf 2020 gibt es einen Rückgang der Ausbildungsplätze um 11%! In Görlitz kündigt Siemens sogar die Schließung der Ausbildung an. Die IG-Metall verband den ersten Warnstreik mit dem Kampf um das Werk, die Sächsische Zeitung titelt: „Wir lassen uns nicht verarschen!“ Die Kapitalisten haben die Kampfbereitschaft der Belegschaften unterschätzt!

Was sind Tarifrunden?

Ein Tarifvertrag legt den Lohn und die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten einer Branche fest. In Tarifrunden stellen Gewerkschaften Forderungen auf und kämpfen darum, sie gegenüber den Unternehmerverbänden durchzusetzen. In diesen haben sich die Kapitalisten einer bestimmten Branche zusammengeschlossen. In der Tarifrunde treffen widersprechende Klasseninteressen aufeinander. Die Durchsetzung der Forderungen der Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten geschieht nur durch Kampf, vor allem durch Streiks. Wer schon mal gestreikt hat kennt das, man spürt welche Kraft wir haben, wie abhängig in Wirklichkeit der Kapitalist von uns ist. In Verbindung mit der Arbeit der Marxisten-Leninisten entwickelt sich Klassenbewusstsein. Das passt den Kapitalisten überhaupt nicht und deshalb praktizieren sie eine Politik der „Klassenzusammenarbeit“. Die reformistische Gewerkschaftsführung spielt da in der Regel mit, statt harte Bandagen und Streik, wird brav am Tisch verhandelt, sodass höchstens faule Kompromisse rauskommen. MLPD und REBELL fordern: Gewerkschaften – Kampf statt Co-Management!

Statt „Nullrunde“ – „Organice!“ und gemeinsamer Kampf!

Die IG-Metall-Jugend führt die Kampagne „Organice!“ und für volle Übernahme weiter. Das ist genau richtig. Zugleich orientieren viele Aktionen und Forderungen auf den individuellen Ausweg mit Weiterbildung und Studium. Die Forderungen von MLPD und REBELL nach 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, unbefristete Übernahme aller Azubis entsprechend der Ausbildung und 10% Ausbildungsquote in Großbetrieben sind dagegen geeignet, dass wir gemeinsam unsere Interessen durchsetzen, anstatt dass jeder nach sich guckt. Die Kapitalisten fürchten gerade in diesem Wahljahr den Kampf der Arbeiter und den Zusammenschluss mit der MLPD. Deshalb greifen sie antikommunistisch immer wieder rebellische und revolutionäre Arbeiter an. Wir lassen uns nicht spalten, deshalb gilt: „Gib Antikommunismus keine Chance!“. Denn mal ehrlich, wir wollen doch nicht unser Leben lang ausgebeutet werden und nur für ein paar Prozent mehr Lohn kämpfen. Im Sozialismus ist Schluss mit der Ausbeutung!

Dieser Artikel ist erschienen im aktuellen REBELL Magazin: „GELD… – spielt keine Rolle oder wichtigste Sache der Welt?!“ 01/2o21. Ihr könnt hier die Printausgabe für 1,50€ bestellen oder hier auch ein Abo abschließen. Es kostet 7,50€ für sechs Ausgaben im Jahr.

Foto: Der Azubi-Warnstreik bei BMW Dingolfing in der Tarifrunde der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 2016. Creative commons, https://www.flickr.com/photos/igmetalljugendbayern/with/26954481995/

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