Published on Januar 6th, 2021 | by Magazin

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„Wir lassen uns die LLL-Demo nicht nehmen…“

Am 10. Januar ist es wieder so weit. Wir fahren zur Demonstration nach Berlin zum Gedenken an Lenin, Liebknecht und Luxemburg. Diese Demo ist alljährlich die größte Manifestation für den Sozialismus in Europa.

Alle drei Revolutionäre standen an der Spitze der russischen bzw. der deutschen Arbeiterbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts. Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin war der Führer der ersten erfolgreichen proletarischen Revolution in Russland, der Oktoberrevolution von 1917. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gründeten die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Sie wurden kurz darauf – am 15. Januar 1919 – von faschistischen Freikorps ermordet. Der REBELL ist stolz auf dieses alljährliche Gedenken und lässt sich das nicht nehmen.

Die Enthüllung der einzigen Lenin-Statue in Westdeutschland im Sommer 2020 in Gelsenkirchen haben wir uns gemeinsam mit der MLPD erkämpft. Das ging um die ganze Welt. Die Aufstellung befeuerte eine unvoreingenommene, demokratische Diskussion über den Sozialismus. Lenin entwickelte die Wissenschaft der Arbeiterbewegung, den Marxismus, entsprechend den Entwicklungen und Anforderungen seiner Zeit umfassend weiter. Er war auch Freund, Ratgeber und Kritiker von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Es ist absolut richtig, die höchste Sorgfalt bei der Organisierung des Coronaschutzes zu gewährleisten. Das werden wir vorsorglich tun. Sich jetzt aber dem Krisengeschehen so anzupassen und gar nicht mehr oder nur noch online zu demonstrieren, ist nicht richtig. Insbesondere wenn gerade der Einsatz der Bundeswehr im Inneren, Ausgangssperren und Gesetze per Eilverordnung salonfähig gemacht werden sollen. Oder wenn in den Schulen und den Konzernen der Betrieb weiter läuft und Tausende Menschen gefährdet werden. Da sollen wir auf unser demokratisches Recht zu demonstrieren verzichten?

Die Organisierung dieser Demonstration und des Gedenkens sind auch ein Signal im Kampf um demokratische Rechte und Freiheiten. Wir werden dort die Bewegung: „Gib Antikommunismus keine Chance!“ weiter bekannt machen. Wir wollen auch alle aufrufen, sich am Aufbau der Jugendplattform im Internationalistischen Bündnis zu beteiligen und darin aktiv zu werden.

Die Demo-Aufstellung ist um 10 Uhr am Frankfurter Tor. Meldet Euch in der Geschäftsstelle des REBELL, wenn ihr eine Mitfahrgelegenheit sucht. (geschaeftsstelle@rebell.info)

Verbandsleitung des REBELL

Foto: Jugendverband REBELL


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