Published on November 24th, 2020 | by Magazin

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Köln: Protestkundgebung gegen die chaotische Schulpolitik für Gesundheitsschutz und Bildung!

(Korrespondenz) Der Jugendverband REBELL Köln rief gestern zu einer Protestkundgebung vor dem Rathaus Köln auf, um gegen die chaotische Schulpolitik – für Gesundheitschutz und Bildung zu protestieren! Etwa 25 Leute beteiligten sich. Eine 11-Jährige Schülerin berichtete, dass alle in der Klasse sehr frieren, dass man sich immer Decken mitbringen musste. Sie schlug auch vor, die Klassen zu teilen, damit man auch den Abstand untereinander einhalten kann. Ein Berufsschüler berichtete, dass am Anfang zwar über Corona gesprochen wurde, aber es jetzt kein Thema mehr sei. Berufsschüler aus Köln protestierten im Netz gegen die Schulpolitik: „Es kann nicht sein, dass wir als die ‘kleinen Leute‘, die nichts dafür können, dass die Schulen offen bleiben, darunter leiden müssen”. Trotz der Forderung nach einer Regelung für die Pausen, hat die Schulleitung des Berufskollegs in der Südstadt nicht gehandelt. Ein Vetreter des REBELL prangerte an: „In Köln haben schon die Museen den Schulen vorschlagen in ihre Räume auszuweichen. Wieso kommt eine Bildungsministerin nicht auf die Idee? Ihr geht es mit aller Gewalt darum, die Schulen offen zu halten, um nicht die Profite der Wirtschaft zu gefährden. Dafür wird sie auch von der Wirtschaft gelobt.“ Er beglückwünschte alle Beteiligten, diesen Protest mit als erste auf die Straße getragen zu haben. Der Vertreter der MLPD machte viele praktische Vorschläge für Maßnahmen für den Gesundheitschutz an Schulen und sagte, dass man die Vorschläge auch schon im Mai hatte. Er hob hervor, dass diese Regierung allein Politik für die Wirtschaft und großen Monopole macht und wir deshalb auch eine gesellschaftliche Umwälzung brauchen. Dafür müssten wir mehr über den echten Sozialismus diskutieren. Eine Mutter mit zwei Kleinkindern kritisierte, dass fast alles auf die Kleinfamilie abgeschoben wird. 9 Mrd. für die Luftansa macht die Regierung locker, aber die Betreuung der Kinder wird den Familien überlassen. Es wurde auch über den Gesundheitschutz der Lehrkräfte diskutiert. Viele von ihnen sind 55 und älter, müssen sich selbst FFP2 Masken besorgen. In NRW wurde den Lehrkräften im Oktober gesagt, sie dürften sich nur drei mal bis Weihnachten testen lassen. Der Protest wächst und die Leute nehmen zunehmend die Situation auch nicht mehr so hin. Zunehmend wird auch repressiv gegen den berechtigten Protest vorgegangen. Wir protestierten auch, dass am Morgen gegen das Verteilen von Flugblättern vor einer Schule für diese Protestaktion mit Polizei vorgegangen wurde. Mit dem scheinheiligen Vorwurf, das wäre „politische Beeinflussung“. Die Jugendlichen werden jeden Tag politisch beeinflusst. Abgesehen von der sexitischen Werbung an jeder Bushalteststelle. Ein Schulleiter verstieg sich gar zur Aussage: „Das ist kein Ort für politische Bildung!“ Das lässt tief blicken, welche Vorstellung manche Schulleitung von ihrem Lehrauftrag hat. Sowohl vor der Schule, als auch in der Innenstadt stellten wir klar: Wir sind keine Coronaleugner! Das brachte uns große Symphatie ein, selbst von einem der Polizisten und nach und nach auch von den Schulleitern, die so gegen uns vorgeprescht waren. Es ist genau richtig, wenn die Jugend für Gesundheitsschutz und Bildung rebelliert.

Unsere Protestaktion forderte den Rücktritt von Bildungsministerin Yvonne Gebauer. Wem die Profite der Monopole wichtiger sind als die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen muss zurücktreten! Es kamen 12 Euro Spenden zusammen. Das war erst ein Auftakt des Protest!

Fotos: REBELL Köln


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