Published on August 26th, 2020 | by K

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Rebellische Freizeit auf dem Campingplatz

Braunschweig (Korrespondenz) Weil leider dieses Jahr das Sommercamp 
in Truckenthal nicht stattfinden konnte, haben wir vom Rebell Braunschweig 
ein langes Wochenende auf einem Campingplatz in der Nähe verbracht. 
Wir haben ihn gemeinsam vorher organisiert und Aufgaben wie Kasse, 
Sport- und Kultur, Verpflegung, Dienste und auch Sicherheit unter uns aufgeteilt. 
Es war zum Beispiel sehr windig und die Zelte und unser Pavillon 
mussten gut befestigt sein – da war das Sicherheitsteam gefragt.  

Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung des Aktionstages am 28. August gegen
Rassismus und Antikommunismus – stoppt Abschiebungen! Wir haben einen
Workshop zu Rassismus gemacht und diskutiert, woher er eigentlich kommt. Da
haben wir gelernt, dass er ein fester Bestandteil des Kapitalismus ist.
Damit rechtfertigen die Herrschenden dieses System, dass einige viel haben
und viele wenig. Es soll auch verhindert werden, dass Menschen sich zusammen
gegen Ausbeutung und Unterdrückung wehren. Wir haben dazu diskutiert, was
Rassismus mit Antikommunismus zu tun hat. Ein besonderes Highlight unserer
Freizeit war ein Trommelkurs, den eine Freundin durchgeführt hat. Wir hatten
verschiedene Trommeln, die wir unterschiedlich zusammen gespielt haben. Ein
paar Zuschauer vom Campingplatz kamen sogar kurz vorbei, um zu sehen, was
wir machen. Am Aktionstag wollen wir bei der Kundgebung verschiedene Takte
trommeln und dazu Parolen rufen. Eine Genossin von der MLPD hat uns besucht
und die Partei vorgestellt. Wir haben diskutiert, warum man sich gemeinsam
organisieren soll und was das besondere an der MLPD ist und wie sie sich vom
Rebell unterscheidet. 
Wir haben natürlich auch unseren gesamten Tag gemeinsam gestaltet – es gab
Frühsport, einen kleinen Liederabend und ein Grillfest, für das wir noch
Freunde eingeladen haben. Wir haben auf einem Campingkocher gekocht, was für
die Rebellen eine neue Erfahrung war, weil sie das vorher noch nie gemacht
hatten. Ein Freibadbesuch war eine gute Idee, damit wir uns bei dem heißen
Wetter abkühlen konnten. Wir haben den Corona-Schutz ernst genommen und
immer auf genug Abstand geachtet und beim Kochen Handschuhe getragen.

Wir haben ein sehr schöne Zeit gehabt und allen Rebellen und Rebellinnen hat
es gut gefallen. Schön war auch, dass wir uns in den Tagen viel besser
kennengelernt haben. Solche gemeinsamen Freizeiten sollten wir auf jeden
Fall häufiger machen, weil uns das eng zusammenschweißt.

 


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