Published on August 29th, 2020 | by K

0

Erfolgreicher Aktionstag gegen Rassismus, Antikommunismus und Abschiebungen – Alle Berichte

Da wir in Rostock bereits um 12 Uhr unsere Kundgebung begannen, waren wir der Startschuss für den bundesweiten Aktionstag: Rebellion gegen Rassismus und Antikommunismus!
Die ungewöhnliche Zeit haben wir gewählt, weil am gleichen Tag um 15 Uhr auch noch eine FFF-Demo stattfand, die wir natürlich auch unterstützen. Außerdem wollten wir unseren Rebellen, die im Schichtsystem arbeiten, die Teilnahme ermöglichen.

Gemeinsam mit der MLPD hatten wir vom REBELL Rostock die Kundgebung vorbereitet.
Pünktlich um 12 erklang dann Protestmusik der Black Lives Matter Bewegung auf dem Doberaner Platz. Dann wurden – abwechselnd mit Musik – Reden gehalten. Themen waren Marthin Luther King Jr., die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“, die Abschiebepolitik der Regierung und der Zusammenhang zwischen Rassismus und Antikommunismus. Außerdem konnten wir einige gute Diskussionen führen und Unterschriften zur Wahlzulassung und der Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“ sammeln.

Leider ergoss sich der tägliche Regenschauer ausgerechnet während unserer Kundgebung. Da wir uns von widrigen Situationen aber nicht abschrecken lassen, führten wir die Kundgebung trotzdem bis zum Ende durch.
Alles in allem waren wir froh über den Beitrag unserer kleinen Kundgebung zum Aktionstag.

Über einige Wochen hat der REBELL Braunschweig den Aktionstag vorbereitet. Wir haben ungefähr 700 Flyer vor VW, an einer Schule im Wohngebiet, in der Innenstadt und im Skaterpark verteilt und alle Kontakte eingeladen. Bei unserer rebellischen Freizeit haben wir einen Workshop zum Rassismus und Antikommunismus gemacht, eine neue Trommelgruppe hat sich zusammengefunden, wir haben zusammen Redebeiträge erarbeitet und die Moderation vorbereitet, Gewerkschafts- und Parteijugenden, Kommiliton*innen und Kolleg*innen eingeladen.

Die Vorfreude auf den Aktionstag war riesig. Ca. 30 feste Teilnehmer und über 100 spontane Gäste konnten wir erreichen. Viele Menschen blieben für die Redebeiträge stehen und hörten zu. Wir vom REBELL haben einen Redebeitrag zum Zusammenhang von Rassismus und Antikommunismus gehalten und einen darüber, wie wichtig es ist organisiert zu sein. Eine neue Rebellin hielt das erste Mal einen Redebeitrag und war zuerst super aufgeregt, nach dem großen Applaus dann aber auch zurecht stolz darauf, die Aufregung überwunden zu haben.

Eine Vertreterin von SI sprach über den Solidaritätspakt mit den Flüchtlingen in Griechenland, ein Sprecher der IAC berichtete von der Automobilarbeiterkonferenz und wie Rassismus und Antikommunismus die Arbeiter spalten soll.

Es war eine erfolgreiche Kundgebung, die wir gut gemeinsam vorbereitet haben. Zwei Verbesserungen waren uns bei der Auswertung trotzdem besonders wichtig: 30 feste Teilnehmer sind noch viel zu wenig! Damit wir größere Aktionseinheiten initiieren können, müssen wir noch überzeugender gegen den Antikommunismus in die Offensive gehen und eine dauerhafte Bündnisarbeit entwickeln. Der Antikommunismus hat sicher noch viele Leute von der Beteiligung abgehalten. Unsere Aktion war dafür ein guter Anfang. Die zweite Sache ist, dass man immer einen genauen Plan braucht, bevor man anfängt etwas vorzubereiten. Wir sind ganz schön ins Schwitzen gekommen, weil wir uns erst spät einen richtigen Schlachtplan überlegt haben.

In Hagen begann pünktlich um 17 Uhr die Protestkundgebung gegen Rassismus und Antikommunismus! Stoppt Abschiebungen.

Am offenen Mikrophon kamen die Jugendlichen zu Wort warum sie gegen Rassismus kämpfen. Viele sind wütend über die Ereignisse in den USA und den menschenverachtenden Angriffen auf schwarze aber auch viele fortschrittliche Demonstranten durch Polizei und faschistische Bürgerwehren. Wir protestierten besonders dagegen das in den Medien der AfD zu den kommunalwahlen viel Raum für Hetze und Rassismus gegeben wird. Ihr wahres Gesicht zeigten sie bei einem Stand in der Innenstadt, wo einer von ihnen den Hitlergruss zeigte.
Kulturelles Highlight war dann ein Lied eines ehemaligen Kollegen der vor vielen Jahren 11 mal abgeschoben werden sollte. Er konnte sein bleibe Rechte mit vielen anderen durchkämpfen und wurde dafür von der Polizei mit krassen Auflagen belegt, z.b. dass er wochenlang jeden morgen auf der Wache erscheinen musste. Er verarbeitete diese Zeit in seinen Liedern.
Das antirassistische Dosenwerfen war dass Highlight für die Kinder. Dort konnten sie Trump, Merkel, Seehofer, Weidel und viele mehr abwerfen. In der Videobox gab es viele tolle Statements.
Wie der Antikommunismus versucht den Kampf kaputt zu machen wurde daran deutlich, dass kein einziger Artikel abgedruckt wurde, obwohl bei der letzten Aktion die Reporter helfauf begeistert waren. Das ist klar antikommunistisch von oben diktiert, weil der Rebell die Proteste organisiert.

Alles in allem ein gelungener Tag an dem viele neue Mitstreiter gewonnen wurden.

Rebell Hagen


About the Author



Comments are closed.

Back to Top ↑