Published on Juni 24th, 2020 | by GS

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Stahlarbeiter kämpfen um Übernahme – Solidaritätsaktionen in den nächsten Tagen

Momentan stehen in ganz Deutschland Entlassungswellen bevor. Lufthansa, Karstadt Kaufhof,die Liste ist lang. Bei Daimler in Düsseldorf steht eine ganze Schicht und damit die 1.500 Leiharbeiter auf der Abschussliste. Die Stahlarbeiter bei Thysenkrupp in Duisburg haben jetzt ein mutiges Signal gesetzt. Am 20. Juni hat die Abteilung „Kaltwalze 1“ einen unbefristeten Streik organisiert. Ein junger Kranführer soll am Donnerstag arbeitslos werden. Er war erst Leiharbeiter, jetzt befristet bei Thyssen. Noch vor drei Wochen wurde ihm die Übernahme zugesichert. Jetzt wird ihm gesagt, die Nichtübernahme hätte seit April festgestanden. Er wurde dreist belogen, vom Arbeitsamt gibt es jetzt sogar eine Sperre beim Arbeitslosengeld. Die Abteilung ist völlig unterbesetzt, die Kollegen sagen seit Jahren. Seit dem Wochenende gibt es also Streiks über mehrere Schichten, Protestversammlungen am Tor und viel Solidarität. Es geht um die Übernahme von befristeten Kollegen, insgesamt 140. Immer mehr kommt raus. Auch Leiharbeiter sollen rausfliegen, allein sieben in einer Nachbarabteilung. Thyssen plant den Abbau von 3.000 Arbeitsplätzen der Stammbelegschaft. Die Zeitung Stahlkocher, die von Kollegen für Kollegen herausgegeben wird schreibt am 22.6.20: „Ein gemeinsamer Streik der Stahlarbeiter und anderen Konzernbelegschaften gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiter und Massen steht auf der Tagesordnung.“ Am Dienstag 23. Juni war der Rebell bei einer Protestversammlung am Tor. Es geht um die Zukunft der Jugend. Thyssen will 2020 nur die „besten 100“ Azubis übernehmen, während die Abteilungen unterbesetzt sind. Wir haben zugesagt den Kampf weiter bekannt zu machen. Die bürgerliche Presse berichtet bisher überhaupt nicht, offensichtlich auf Druck von Thyssen. Der Kampf um jeden Arbeits-und Ausbildungsplatz ist wichtig und muss geführt werden. Kommt Am Mittwoch und Donnerstag um 20 Uhr zu Aktionen am Tor 4 in Duisburg. Kommt zu der Kundgebung am Samstag nach Duisburg zum Hamborner Altmarkt um 9:00 Uhr.


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