Published on Juni 9th, 2020 | by E

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Rebellion gegen Rassismus am Montag in Hagen

Der REBELL Hagen hatte Montag aufgerufen zur Kundgebung „Rebellion gegen Rassismus“ um 17 Uhr in die Innenstadt. Wir hatten die Presse informiert und das Radio Hagen hatte Werbung für den Protest gemacht. Dadurch hatten verschiedene davon Wind bekommen und kamen mit ganzen Cliquen und brachten Plakate mit. Auf ihnen stand z.B.: „#Black lives Matter“, „Rassismus ist unverschämt“, „united we stand, divided we fall“, „i can’t breath“.

Nach und nach füllte sich der Platz mit 150 Teilnehmern und vielen weiteren die kurz zuhörten. Nach einer Begrüßung starteten wir mit Parolen und eine Gedenkminute für George Floyd. Der REBELL hatte auch Pappen mitgebracht, so dass viele noch ihre Forderungen aufschreiben konnten. Nachdem sich die Jugendlichen zuerst nicht trauten was zu sagen, brachen Inessa Kober und ein weiterer REBELL das Eis mit einem Redebeitrag. Sie sagte: „Polizeigewalt ist in den USA für junge schwarze Männer die häufigste Todesursache. (…) Ihre größte Angst ist, dass die Massen sich zusammen schließen und sich revolutionär organisieren. (…) nur organisiert können wir zu einer überlegenen Kraft werden.“ Der Moderator Interviewte dann die Teilnehmer: Ein kleiner Junge von 11 Jahren bewegte die Teilnehmer, als er sagte: „alle Menschen sind gleich, Mensch ist Mensch, wir müssen für Demokratie kämpfen, keiner darf über dem anderen stehen“. Ein Afroamerikaner, der Leader einer ganzen Clique, sagte: „Ich habe in meinem Leben schon viel Rassismus erfahren und ich will nicht das mein kleiner Bruder hier auch so aufwächst – dafür müssen wir heute kämpfen lernen“. Die Diskussion nahm immer mehr Fahrt auf und es wurden auch wichtige Fragen geklärt. So gab es ein Mädchen das sagte: „wir sind die junge Generation, wir müssen unseren eigenen Weg finden und uns frei machen von den Gedanken der älteren“. Der Moderator griff das auf und sagte dazu: „Es ist richtig, dass wir Jugendliche lernen müssen zu kämpfen, uns einen eigenen Kopf machen müssen, aber wir müssen auch mit den Älteren zusammen kämpfen, von ihrer Erfahrung lernen und zusammenhalten. Jung und Alt gemeinsam“. Sie stimmte dem nachdenklich zu.

Es gab aber viele Fragen woher eigentlich Rassismus kommt und warum es ihn heute immer noch gibt. Ein langjähriger Montagsdemonstrant führte dazu aus: „Rassismus gibt es solange es Kapitalismus gibt. Er wird genutzt um uns Arbeiter zu spalten und gegeneinander aufzuhetzen. Deshalb dürfen die Grenzen nicht zwischen den Nationalitäten verlaufen, sondern zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten. Wenn wir da zusammenhalten, dann können die Konzernchefs auch nichts mehr aufhalten.“ Wir stimmten auf der Kundgebung direkt darüber ab, das wir uns diesen Mittwoch zur Vorbereitung der nächsten Aktion terffen und am Samstag um 14 Uhr diese stattfindet. Wir sammelten 31,57 € spenden, verkauften 2 Magazine, und gewannen 12 Kontakte und verteilten 200 Flugblätter.

Zum Schluss waren wir Rebellen richtig stolz auf unsere selbstorganisierten und gut vorbereiteten Protest. Wir hatten dazu am Tag zuvor alles bis ins Detail in einem Workshop vorbereitet und organisiert. Jeder wusste genau was er zu tun hat, wir haben aber auch viel gelernt für die nächste Aktion.

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