Published on Juni 10th, 2020 | by E

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Köln, Braunschweig, Hannover: weitere Berichte von Rebellion gegen Rassismus!

Montag 08.06., Köln:

Der REBELL Köln rief gemeinsam mit der Kölner Montagsdemo zu einer Kundgebung auf der Domplatte auf. Zu den anfangs noch ca. 30 Teilnehmer*innen, gesellten sich nach und nach immer mehr Passant*innen, die interessiert den Beiträgen zuhörten, in denen über den grausamen Tod George Floyds, Rassismus in den USA, Deutschland und dem Rest der Welt und die Notwendigkeit des systematischen Rassismus für den Erhalt des kapitalistischen Wirtschaftssystems geredet wurde. Einige trauten sich sogar selbst ans Mikro und erzählten von ihren Erfahrungen mit Rassismus oder sprachen einfach offen ihre Meinung über das Thema aus. Auch ansonsten wurden die Kölner*innen durch unsere Transparente mit den Aufschriften: „#BLACKLIVESMATTER Hoch die internationale Solidarität“, „GIB ANTIKOMMUNISMUS, FASCHISMUS, RASSISMUS & ANTISEMITISMUS KEINE CHANCE“ und Weitere zum Nachdenken gebracht. Die Kundgebung wurde durch Parolen und Lieder aufgelockert, es wurden Flyer verteilt, Spenden gesammelt und einige neue Kontakte geknüpft.

Für mich persönlich war dies meine erste Aktion mit dem REBELL und der MLPD und es war für mich ermutigend zu sehen, dass mit so einer recht kleinen Kundgebung, so viel zur Bildung der Mitbürger*innen beigetragen werden kann und bei vielen kann so eine Montagsdemonstration ja auch als ‚erster Funke‘ dienen.
REBELL Bonn

Montag 08.06., Braunschweig:

Kundgebung in Braunschweig Black Lives Matter
Am Montag fand in der Braunschweiger Innenstadt eine Kundgebung zu Black Lives Matter statt. Schon am Sonntag gab es eine große Demonstration in Braunschweig dazu mit 2000 Teilnehmenden. Die Kundgebung haben wir als Rebell mit Hilfe von unseren Genossen der MLPD vorbereitet und moderiert. Das war die erste Kundgebung in Braunschweig, die wir Rebellinnen und Rebellen selbst organisiert haben. Es nahmen ca. 30 Leute fest teil, in den umliegenden Cafés saßen sehr viele Menschen, die uns neugierig zuhörten und auch Passantinnen und Passanten blieben häufig stehen. Nach einer Schweigeminute für George Floyd folgten Redebeiträge von verschiedensten Organisationen – Rebell, MLPD, Solidarität International, Courage, … In den Redebeiträgen wurde die reaktionäre Politik Trumps kritisiert. Der Rebell stellte heraus, dass Rassismus nicht neu ist, sondern so alt wie die Klassengesellschaft selbst. Gegen den Antikommunismus nahm eine Rednerin vom Frauenverband Courage Stellung, dass Kommunisten und Nichtkommunisten für ihre gemeinsamen Ziele zusammenarbeiten müssen. Zum Abschluss haben wir gemeinsam Bella Ciao gesungen. Gut war, dass wir einen Rebellen in der Kleinarbeit ausbilden konnten, das war neu für ihn. Wir haben das Flugblatt „Rebellion gegen Rassismus“ verteilt. Im Vorfeld hatten wir Schilder gemalt. Es war eine sehr erfolgreiche Aktion. Wir haben auch gemerkt, dass wir in Braunschweig mehr Jugendliche gewinnen müssen, weil uns die Durchführung der Kundgebung und die Kleinarbeit gleichzeitig in Atem gehalten haben. Nach der erzwungenen Corona-Pause haben wir wieder trainiert auf die Menschen zu zu gehen und sie anzusprechen.
REBELL Braunschweig

Samstag 06.06., Hannover:

Die Black-Lives-Matter Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt sollte um 16:00 auf dem Operplatz anfangen. Die Veranstalter rechneten vorher mit bis zu 1000 Teilnehmern. Wir waren an dem besagten Tag schon vorher bei der Jugenddemo gegen den Aggressionskrieg auf Rojava, die von Tevgera Ciwanên Şoreşger um 14:00 am Klagesmarkt angemeldet war. Wir liefen erstmal dort mit und gingen dann zum Operplatz rüber, wo sich eine riesen Menge an Menschen bereits versammelt hatte. Aus allen Zugängen zum Platz strömten Menschen hinein und der Platz füllte sich so sehr, dass die Gesundheitsmaßnahmen nicht mehr gänzlich einzuhalten waren. Schon nach wenigen Minuten unserer Anwesenheit wurde uns klar, dass es viel mehr Teilnehmer als nur 1000 geben würde. Es war sehr schwer sich auf dem Platz fortzubewegen und die Menge füllte langsam nicht nur den Platz sondern auch die Straße und den gegenüberliegenden Fußgängerweg. Wir traten mit unserer Fahne auf, für die wir uns zuvor eine längere Fahnenstange besorgten, damit sie in der großen Menge besser sichtbar ist. Wir standen Seite an Seite mit den Genossen von der YDG und führten Gespräche mit anderen Demonstraten, die sich teilweise auch sehr emotianal zeigten. Die Wut auf den Rassismus, der nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland existiert, ist nicht zu akzeptieren und muss bekämpft werden. Die Redner sprachen über Privilegien, über den strukturellen und alltäglichen Rassismus mit denen Schwarze und andere Gruppen zu kämpfen haben aber es wurde auch stellenweise die Frage nach der Verteilung von Reichtum aufgeworfen, wobei das Wort Kapitalismus nie fiel. Es wurden Gedichte vorgelesen, Lieder gesunden, Rap-Texte rausgehauen und Tränen vergossen. Es wurde auch auf die Ausbeutung der sogenannten „3.Welt“ aufmerksam gemacht und dessen Hinterlassenschaften in unserer Kultur. Am Ende des Tages waren ungefähr 8500 Menschen anwesend. Diese unglaubliche Teilnahmebereitschaft an einer antifaschistischen Demo ist auch Ausdruck des fortschrittlichen Stimmungsumschwungs. Wir sind zugegebenermaßen ziemlich erschlagen gewesen nach der Demo und fuhren nach diesem Tag voller Action mit gutem Gewissen nach Hause!
REBELL Hannover

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