Published on Juni 8th, 2020 | by E

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Gelsenkirchen: Rebellischer Samstag – Rebellion gegen Rassismus und REBELL-AG

Gestartet ist unser rebellischer Samstag um 10:00 Uhr. Wir haben Transparent und Schilder für unsere Kundgebung gemalt. Auf dem Transparent steht: „Rebellion gegen Rassismus – Mach mit! Solidarität mit den Protesten in den USA!“ und auf den Schildern zum Beispiel: „Fight Racism“, „Die Grenze verläuft zwischen unten und oben, nicht zwischen schwarz und weiß“, „Rebellion gegen Rassismus – Für eine sozialistische Perspektive“ und vieles mehr. Ebenfalls druckten wir noch 200 Flugblätter und packten weiteres Material ein.

Nun war alles fertig und wir fuhren zum Kundgebungsort. Anfänglich schikanierte die Polizei die Kundgebung. Z.B. mit der unverschämten Auflage, dass nur 15(!) Personen erlaubt seien (bei einem sehr großen Platz) und dass man den ganzen Platz absperren müsse. Gegen diese Schikanen, gegen eine Kundgebung die sich auch gegen Polizeigewalt richtet, protestierten wir später am Mikrofon. Nach einigen Diskussionen konnten wir aber mehr Teilnehmer durchsetzen und einen Kompromiss zur Abgrenzung finden. Infektionsschutzmaßnahmen sind unbedingt weiterhin richtig, es waren auch Stehplätze auf dem Boden markiert und alle trugen Masken, das lief bei einigen größeren Demos heute nicht so gut. Die Kundgebung startete mit festen 35-40 Teilnehmern und etlichen die aus den Cafés, der Bahnhaltestelle und von Bänken zuhörten. Insgesamt 150 Leute blieben auch stehen und hörten zu. Wir verteilten alle REBELL-Flugblätter, viele unser örtlichen REBELL-Programme und luden zur Aufstellung der Lenin-Statue ein. Die meisten Leute waren sehr aufgeschlossen und interessiert, fast keiner hatte noch nichts von dem ganzen Thema mitbekommen, gerade von den Jugendlichen. Wir haben Kontakt zu einigen neuen Jugendlichen geknüpft, die von der Kundgebung aus Social-Media und der Zeitung erfahren haben. Die WAZ hatte nämlich unsere Pressemitteilung zu der Kundgebung am Samstag noch abgedruckt, das mobilisierte auch noch mehrere ältere Menschen teilzunehmen. Es nahmen auch Kontakte und Freunde die wir bei der Nachbarschaftshilfe kennengelernt haben teil.
Viele der Rebellen hielten Redebeiträge, manche auch zum ersten Mal. Ansonsten sprach noch die MLPD, Jan Specht – Stadtverordneter von AUF, und spontan noch einige andere Kundgebungsteilnehmer*innen. Es gab Berichte von Polizeigewalt und rassistischer Polizeigewalt die auch in Deutschland passiert, aus Essen wurde über den Fall von Adel B. Berichtet und es gab auch persönliche Erfahrungsberichte. Wir riefen Parolen und knieten uns auch hin.
Insgesamt werten wir die Kundgebung als Erfolg, auf dem wir aufbauen müssen! Wir können viel davon lernen, immerhin war es auch die erste Kundgebung die wir als REBELL Gelsenkirchen selber organisiert und durchgeführt haben.
Wir bedanken uns bei den Genossen des REBELL Essen und des REBELL Bochum für ihre Teilnahme.

Nach der Kundgebung startete im Jugendzentrum CHE unsere REBELL-AG. Dort hatten wir einen Hausarzt zu Gast, der uns unsere Fragen über das Corona-Virus beantwortete und uns dazu noch mehr erzählte. Wir diskutierten unter anderem wie denn im Sozialismus so eine Pandemie bekämpft würde und wie das Gesundheitssystem da aussehen würde. Danach fingen wir an Plakate für die Aufstellung der Lenin-Statue zu malen, die wir im Stadtteil zur Mobilisierung aufhängen wollen. Wir malten ebenfalls schon Schilder für den Change for Future Aktionstag am 19.06! Das Flugblatt zum „Rebellion gegen Rassismus“-Aufruf druckten wir auf DIN A3 Papier aus und hingen davon 30 Stück als Plakate im Stadtteil auf – so kann man sie gut lesen und weitere Jugendliche informieren und mobilisieren.

Alles in allem ein gelungener rebellischer Samstag, der uns als Gruppe vor neue Herausforderungen stellte, die wir auch gut gemeistert haben!

Korrespondenz des REBELL Gelsenkirchen

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