Published on Mai 27th, 2020 | by E

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REBELL beim Streik in Bornheim | Korrespondenz

Zahlt sofort die vollständigen Löhne! Solidarität mit den Ernte Helfern in Bornheim!

Heute besuchte der Jugendverband REBELL Köln/Bonn die streikenden Erntehelfer in Bornheim. Seit Freitag den 15.05.20 streiken die Erntehelferinnen in Bornheim. Sie protestieren gegen Hungerlöhne, miese Unterkünfte und Versorgung. Wir überbrachten den Streikenden 10 Sixpack Wasser und verteilten unsere Solidaritätserklärung unter den Arbeiter*innen. Das Wasser vor Ort kann man kaum trinken, berichteten uns die Arbeiter*innen. Es sind katastrophale Zustände die man in Bornheim vorfindet. Wir konnten mit einigen Arbeiter*innen trotz großer Sprachbarrieren sprechen und machten ein Interview mit dem Pressesprecher der FAU. Die Arbeiter*innen berichteten uns, dass ihn zum Teil 1500-2000 Euro im Monat versprochen wurden und hier vor Ort, müssen sie mehr als angekündigt für die Unterkunft zahlen, 15 Euro am Tag nur für Übernachtung. Eric der Pressesprecher der FAU berichtete, dass die Toiletten z.B. ewig nicht geputzt wurden. Der Protest hat hier erste Erfolge erkämpft. Eine weitere Passantin berichtete, dass das Unternehmen Ritter Insolvenz angemeldet hatte und deshalb alles in der Hand des Insolvenzverwalter liegt. Die Familie Ritter hätte sich wohl mit den Arbeiter*innen solidarisiert. Das würde sie ihnen aber nicht abkaufen. Es war schon in der Presse, dass die Tochter Ritter eine neue Firma gegründet hat. Es ist eine gängige Methode vor der Insolvenz Anmeldung die großen Batzen an Geld irgendwo anders unter zu bringen. Als wir ankamen, war die Arbeitsministerin aus Rumänien vor Ort um sich ein Bild vor Ort zu machen. Ihr Besuch wurde unterschiedlich gedeutet, die einen freuten sich über den Besuch die anderen rufen ihr „Mafia“ hinterher. Um 15.00 Uhr wird es unruhig. Es gab wohl die Info, dass die Arbeiter*innen in 10er Gruppen an einen unbekannten Ort gebracht werden, wo sie ihr Geld erhalten sollten. Ein Anwalt der mitfahren wollte wurde das erst Verboten, dann durfte er aber nur wenn er sein Handy nicht mitnimmt. Ein Auto der FAU der den Bus verfolgen wollte wurde von der Polizei angehalten! Das kann doch echt nicht ihr ernst sein! Wo sind wir denn! Das geschieht wohl aus  Angst davor, dass sich die Arbeiter zusammenschließen. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion von Werksverträgen in der unwürdigen Unterbringung der Arbeiter*innen wollen sie verhindern, dass das Schule macht. Die FAU Bonn macht dort eine engagierte Arbeit und begleitet die Arbeiter*innen mit Anwälten, Schutzmasken und enger Beratung. Am Rande kam dann doch noch unsere REBELL Fahne zur Sprache und endete in einer Interessanten Diskussion über die Rolle Lenins und die Schlussfolgerungen aus dem bisherigen sozialistischen Aufbau. Es wurden Kontakte ausgetauscht und sich für die interessante Diskussion bedankt! Wir bleiben dran! Wir lassen uns nicht spalten!

REBELL Köln & Bonn

 

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