Published on April 14th, 2020 | by E

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NEIN zur Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiter und Arbeiterjugend!

Jeder Mensch lernt von Kindesbeinen an, dass er die Folgen seiner Handlungen tragen muss. Das gilt im Kapitalismus für alle, außer für das internationale Finanzkapital. Sie und ihr marodes System sind verantwortlich für die aktuelle Weltwirtschafts- und Finanzkrise. Die Folgen soll aber die Arbeiterklasse und besonders die Jugend tragen! So wurden schon tausende Leiharbeiter*innen entlassen, in vielen Betrieben haben die Arbeiter Lohneinbußen durch Kurzarbeit und in vielen Lehrwerkstätten werden Einstellungszahlen oder die unbefristete Übernahme in Frage gestellt. Der Kapitalistenverband DIHK forderte mittlerweile sogar die Einführung des Kurzarbeitergeldes für Azubis und droht andernfalls mit Kündigung der Lehrlinge!

Müssen wir jetzt Rücksicht auf „unsere“ Kapitalisten nehmen?

Wenn man das so liest, könnte man meinen, dass Monopole wie PSA/Opel arm dran wären und deshalb die Azubis so behandeln. Das Gegenteil ist der Fall: Opel hat als Teil der Groupe PSA einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2019 erreicht! Es wird so getan, als sei es selbstverständlich, das  die Arbeiterklasse die Folgen der Krise trägt. Aber wieso sollten wir gegenüber den Kapitalisten „rücksichtsvoll“ und „solidarisch“ sein, wenn sie uns nach Strich und Faden ausbeuten?! Der aktuell von der IG-Metall Führung zugestimmte Tarifabschluss ohne jede Lohnerhöhung ist ein Kniefall der Gewerkschaftsspitze vor den Kapitalisten. Gerade in Zeiten von Massenentlassungen muss die 30-Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich auf die Tagesordnung!

Die Krisenlasten müssen durch die Monople getragen werden!

Die Corona-Pandemie verschärft die Situation noch und soll gleichzeitig als Vorwand für die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiterklasse dienen. Während Schulen geschlossen werden, soll in den Großbetrieben weitergearbeitet werden. So wurde bei Opel in Rüsselsheim die gesamte Produktion ausgesetzt. Nur die Lehrwerkstatt sollte weiterarbeiten, obwohl es schon Corona-Verdachtsfälle gab! Ein Kollege berichtet: „Azubis können nicht in Kurzarbeit geschickt werden und Opel war aus Geiz nicht bereit das volle Gehalt zu zahlen. Dass die die Produktion nach Hause geschickt haben, ist vor allem ein Medieneffekt. In Wirklichkeit haben einfach die Teile an der Linie gefehlt!“. Die Lehrlinge haben daraufhin mit den Vertrauensleuten der IG-Metall und breiter Mobilisierung in der Lehrwerkstatt die Jugendvertretung in die Pflicht genommen und eine Freistellung bei voller Bezahlung erkämpft! Im Vorfeld war die monatelange Kleinarbeit entscheidend, antikommunistische Vorbehalte gegen MLPD und REBELL zu diskutieren und mit der Hetze fertig zu werden. Ähnliche Kämpfe gibt es auch bei Daimler in Mettingen, wo Arbeiter selbstständig streikten, Opel in Bochum und international. In Spanien gelang es den Azubis und Kollegen und Kollegingen von Daimler durch eine Streikaktion den Stopp der Produktion zu erzwingen. In Italien fordern die Werktätigen einen Shutdown. Wir fordern: Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 100% des Lohnes durch die Kapitalisten bzw. Freistellung bei voller Bezahlung! Nein zur Kurzarbeit für Azubis! Freie politische und gewerkschaftliche Betätigung! Produktionsstopp in allen nicht lebensnotwendigen Bereichen der Industrie!

 

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