Published on April 27th, 2020 | by K

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FFF-Aktivist*innen erklären sich für Überparteilichkeit und gegen antikommunistische Diffamierung

Gegen das undemokratische und antikommunistische „Verhalten auf Demos“ in der neuen „App for Future“ von FFF (rf-news berichtete) regte sich sofort breiter Widerstand. Change for Future – Antikapitalistische Plattform in FFF und die neuen Initiativen #FFFbleibtaktiv und „UndergroundFFF“ stellten ihre Widersprüche zurück und erarbeiteten innerhalb weniger Tage einen gemeinsamen offenen Brief.

Sie kritisieren: „Insgesamt liegt der Fokus auf einer Trennung zwischen „guten“ und „nicht so guten“ Aktivist*innen. Eine Trennung, die letztlich nur unseren Gegner*innen in die Hände spielt, die sich genau diese Spaltung wünschen, und die wir schon daher strikt ablehnen. …

Doch, selbstverständlich müssen wir radikal sein, also: an die Wurzel gehen. Und daher brauchen wir … eher mehr als weniger Zivilen Ungehorsam.“

Sie posititionieren sich gegen den Antikommunismus und den Ausschluss der MLPD in der App: „Zu behaupten, wir sprächen uns nicht für oder gegen Parteien aus, dann aber die FFF immerhin unterstützende MLPD zu diffamieren und nicht etwa die klimawandelleugnende AfD, untätige Regierungsparteien oder mit Schwarz-Grün liebäugelnde, zahme Grüne, ist Doppelmoral pur.“

Dass sich zahlreiche Aktivist*innen der Jugendumweltbewegung mit erheblichen weltanschaulichen Unterschieden auf diesen offenen Brief vereinheitlicht haben, ist ein wichtiger Erfolg. Er folgt der Erkenntnis, dass der Antikommunismus uns spalten soll. „Gib Antikommunismus keine Chance“, dafür muss man selbst kein Kommunist sein. Das ist das richtige Motto für alle Demokratinnen und Demokraten.

Wie der Antikommunismus in die App kam

Viele Jugendliche sind begeistert, dass es jetzt eine eigene App gibt. Sicher war das auch viel Arbeit. Interessant mit welchen Methoden die antikommunistische Ausrichtung ihren Weg in die App fand.

Die App-AG von FFF, weist selbst alle Verantwortung von sich. Der Text sei ihnen mitten in der Nacht „extern“ zugespielt worden, sie hätten ihn auch für „suboptimal“ befunden, aber für sie sei „ein schlechter Text besser als gar keiner“. Ein Text, der die Jugendumwelbewegung spaltet, zur kritiklosen Unterordnung unter die Polizei aufruft, selbst wenn diese rechtswidrig handeln sollte, ist natürlich allemal schlechter als kein Text. Das Grundverständnis der AG war, die Inhalte der App den Basisgruppen zur Beratung und zum Beschluss vorzulegen. Genau das fordert jetzt der offene Brief. Die App-AG macht bisher keine Anstalten sich von dem Text zu distanzieren, geschweige denn, ihn zu entfernen. Sie stellen sich in den Hagel der Kritik und proklamieren: „Keep calm and wait“. Daran entwickelt sich zurecht die Kritik. Der offene Brief fordert: „Eine neue Version kann sich nicht auf kleine Korrekturen beschränken, sondern bedarf eines gründlichen, transparenten und basisdemokratischen Prozesses, an dem wir uns gerne beteiligen.

Sofortige Entfernung des „Verhalten auf Demos“ aus der App und selbstkritische Stellungnahme der Verantwortlichen!

Verteidigen und bauen wir die Überparteilichkeit von FFF aus, auf antifaschistischer Grundlage!

Kämpfen wir für demokratische Entscheidungsfindung in FFF!

Gib Antikommunismus keine Chance!

Retten wir die Umwelt vor der Profitwirtschaft!

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