Published on April 24th, 2020 | by Magazin

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Corona: Was ist mit den Millionen mangelernährten Kindern?!

Häufig hört man Kinder und Jugendliche seien „keine Risikogruppe“ vom Corona-Virus. Bei ihnen verläuft der Virus häufig harmloser, weil sie nicht immungeschwächt sind oder keine Vorerkrankungen haben. Was ist aber mit den Millionen Mädchen und Jungen weltweit, die unter den Folgen von unzureichender Ernährung leiden, also mangelernährt sind?! Das Immunsystem der Kinder ist geschwächt, wodurch sich das Risiko für Infektionskrankheiten erhöht. Das führt viele Kinder, auch ohne Corona, in den Tod. Laut dem UNICEF Report vom Oktober 2019 sind „149 Millionen Kinder unter fünf aufgrund von Mangelernährung unterentwickelt, 50 Millionen Kleinkinder sind unterernährt und 340 Millionen Mädchen und Jungen – jedes zweite – leidet unter Defiziten“. Obwohl weltweit mehr Nahrungsmittel als je zuvor produziert werden, müssen Kinder und Erwachsene hungern wie nie zuvor. „Allein im Südsudan kämpfen über 250.000 schwer akut mangelernährte Kinder ums überleben“.(Schätzung nach UNICEF 2019) Das zeigt das barbarische Wesen des Imperialismus – nicht zu Denken was passiert, wenn Corona flächendeckend den Kontinent Afrika erfasst.

In Deutschland wird mit der Corona-Pandemie die Lüge der nationalen Klassenharmonie verbreitet, die internationale Solidarität wird hinten dran gestellt. So sagt EU-Außenbeauftragter Josep Borrell „Wir müssen Afrika in unserem eigenen Interesse helfen“ und Gerd Müller, CSU Außenbeauftragter wirft ein „Ich habe große Sorgen, dass es in fragilen Staaten zum Ausbruch von Unruhen kommt, .. Chaos bis hin zum Bürgerkrieg und Flüchtlingswellen sind die Folge“. Eigentlich sollte die Gesundheit der Kinder, der Menschen, im Mittelpunkt ihrer Politik stehen! Stattdessen die Furcht, dass sich die breite Masse der Menschen wehrt gegen ihre kapitalistische Politik. Von der Einteilung der Menschen in erste und zweite oder gar dritte Klasse sind die Hilflosesten und Kleinsten besonders betroffen. Auch wenn Mangelernährung längst imperialistische Länder erreicht hat – so haben rund 50% der Menschen in vielen afrikanischen Staaten keinen oder nur unzureichenden Zugang zur Gesundheitsversorgung. In Afrika kommt ein Arzt auf zehntausend Einwohner. Die MLPD und ihr Jugendverband REBELL stehen für den proletarischen Internationalismus, deswegen sind wir fester Bestandteil der ICOR Solidaritätsbrigaden. Die MLPD hat sie mitinitiiert, z.B. nach Kobanê. In Kobanê wurde eine Geburtsklinik von internationalen Brigaden gemeinsam mit dort heimischen Bauarbeitern errichtet. Dort konnten bereits tausende Kinder in der kriegszerstörten Stadt auf die Welt kommen, Frauen und Mütter behandelt werden. Oder in den Kongo, wo der REBELL eine Solidaritätsbrigade organisiert hat und beim Aufbau des Volksbildungszentrum Ngenyi geholfen hat.

Rotfuchsleitung

Bild aus der ICOR-Geburtsklinik aus dem Jahr 2018 (foto: rf-news.de, Initiative „Medizin für Rojava“)


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