Published on April 26th, 2020 | by K

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1. Mai in Ulm: „Natürlich beteiligen wir uns“ – Interview mit einem Rebellen aus Ulm

1. Ihr arbeitet in einem Jugendaktionsbündnis zum 1.Mai mit –  Wie kam das zustande?

Das Bündnis entstand auf Initiative der DGB-Jugend. Beteiligt sind Gewerkschaftsjugenden, Jugendorganisationen und Hochschulgruppen. Letztes Jahr konnten wir nicht mitmachen und beteiligten uns nur am Jugendblock. Diesmal sind wir dabei, auch um unsere Kräfte in dieser Situation zu bündeln.

2. Was plant das Bündnis?

Das Motto ist: „Keinen Schritt zurück“. Das kam nach dem faschistischen Attentat in Hanau zu Stande. Jetzt nutzen wir es auch, gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiter und -jugend zu kämpfen. „Keinen Schritt zurück“ steht dafür, dass wir uns erkämpfte Arbeiterrechte nicht nehmen lassen. Wir fordern, dass die Monopole die Krisenlasten zahlen. Natürlich gibt es dabei auch Diskussionen, wie weit man gehen kann. Einig sind wir uns, dass der 1. Mai nicht ausfällt und die Jugend an der Spitze steht.

3. Wie arbeitet ihr unter den veränderten Bedingungen?

Die Vorbereitung findet über Videokonferenz statt. In Baden-Württemberg gilt faktisch ein Versammlungsverbot. Deshalb wird viel auf SocialMedia verlegt, z.B. mit einer Fotoaktion, wo sich jeder beteiligen kann. Aber wir haben auch gesagt, dass wir sichtbar Plakate in der Stadt mit unseren Forderungen aufhängen. Außerdem gibt es ein lokales Radiointerview und eine Video-Fragerunde zur Bedeutung des 1. Mai und der jetzigen Situation – u.a. mit einem Vertreter der Internationalen Automobilarbeiter Konferenz.

4. Was macht der REBELL sonst zur Vorbereitung des 1. Mai?

Natürlich beteiligen wir uns an eventuellen Kundgebungen oder Demos in veränderter Art. Außerdem werden wir die Arbeiter rund um den 1. Mai mit Plakaten vor dem Tor grüßen und die Bewusstseinsbildung voran treiben.

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