Published on September 26th, 2019 | by E

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Protest gegen die Platzverweigerung für das Rebellische Musikfestival!

Protest gegen die Platzverweigerung für das Rebellische Musikfestival 2020 durch die
Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr

Am 24. September wurde dem Verein Rebellisches Musikfestival der zuvor über längere Zeit
verhandelte und mündlich zugesagte Platz im Nienhauser Park für das Rebellische Musikfestival
2020 verweigert. Dies durch Absage durch den Geschäftsführer der Freizeitgesellschaft Ruhr,
Jürgen Hecht. Gegen diesen antidemokratischen Akt der politischen Willkür und Unterdrückung
proetstieren wir entschieden!
Schon dreimal fand das „Rebellische Musikfestival“ sehr erfolgreich an Pfingsten im Thüringer Wald
statt. Jedes Mal musste es im Vorfeld gegen einige ebenso klägliche wie erfolglose
antikommunistisch motivierte Querschläger durchgesetzt werden. Denn das Festival ist etwas
Besonderes: Es ist selbstorganisiert mit Hunderten von Helfer*innen, Tausenden von
Besucher*innen, es ist antifaschistisch und international. In Deutschland und international bekannte
Bands begeistern jedes Mal die vorwiegend jugendlichen Besucher*innen. 2020 wird das Festival
sicher auch mit im Zeichen der Fridays for Future Bewegung stehen.
An Pfingsten 2020 will der Verein es jetzt zum ersten Mal in Gelsenkirchen durchführen. Besonders
geeignet dafür ist der Nienhauser Park in Gelsenkirchen-Feldmark. Im Dezember 2018 stimmten die
betroffenen Ämter der Stadt Gelsenkirchen grundsätzlich dem Konzept des Festivals zu. Nachdem
im Sommer diesen Jahres abgesichert war, dass auf dem geplanten Festival-Gelände keine
Baumaßnahmen im Rahmen der Revierpark-Erneuerungen stattfinden, besprachen Vertreter des
Vereins schriftlich und vor Ort die Rahmenbedingungen für die Durchführung. Doch offensichtlich
liefen im Hintergrund bereits wieder die Störmanöver.
Am 12. September legte die Freizeitgesellschaft einen geradezu abstrusen Vertragsentwurf vor.
Wohl wissend, dass es sich um ein antifaschistisches, antirassistisches und internationalistisches
Festival handelt, sollte in dem von der Freizeitgesellschaft vorgelegten Vertrag doch tatsächlich –
sogar grundgesetzwidrig – jegliche politische Äußerung untersagt werden: „Sämtliche Bekundungen,
die einen politischen oder religiösen Hintergrund haben, sind auf den Flächen der Verpächterin
untersagt.“ (Hervorhebung vom Unterzeichner). Netterweise war im Vertragsentwurf auch gleich
vorgesehen, dass bei Verstößen gegen diese Regelung pro Verstoß eine Vertragsstrafe von
1.000,00 € erhoben würde.
Selbstverständlich verlangte der Verein die Streichung dieser Sätze. Ansonsten waren wir mit dem
Vertragsentwurf einverstanden. Der Verein schrieb dazu: „Ein rebellisches und antifaschistisches
Musikfestival kann niemals unpolitisch sein, desgleichen ist der Kampf zur Rettung der Umwelt
ebenso wie jedes gesellschaftliche Thema immer auch eine politische Frage“.
Jetzt, am 24.9., erklärte Herr Hecht, dass er wegen dieser Änderung den Vertrag nicht
unterschreiben werde. Neben einigen unhaltbaren Einwänden kam er zum Kern: Er wolle keine
Rebellion in Gelsenkirchen, und deutete zahlreiche Interventionen verschiedener Stellen an. Das
kann kein fortschrittlicher und demokratischer Mensch, erst recht kein rebellischer Jugendlicher
hinnehmen!

Wir fordern die sofortige Unterzeichung des Vertragsentwurfs entsprechend der zuvor getroffenen
einvernehmlichen Klärungen.

Des Rebellische Musikfestival 2020 soll im Nienhauser Park stattfinden!

 – Das war eine Presseerklärung des Vereins Rebellisches Musikfestival e.V.

Zur Website vom Rebellischen Musikfestival


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