Published on Juli 3rd, 2019 | by E

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Gabi Fechtner (MLPD) zur Düsseldorfer Bergarbeiterkundgebung am 28.6.

Die Demonstration am 28. Juni 2019 von 250 Nicht-APG-Berechtigten, Familienmitgliedern,
Unterstützern aus verschiedenen Betrieben, aus der Bevölkerung, von der MLPD, dem
Jugendverband Rebell usw. machte glasklar zwei Wege deutlich: Die von den Bergarbeitern und
solidarischen Freunden eingeschlagene Richtung des offensiven Kampfes gegen die
betriebsbedingten Kündigungen nach dem Motto „damit darf die RAG nicht durchkommen“. Und
eine organisierte Gegenrichtung der Kapitulation und Spaltung. (…)
Losung „Keine Politik“ von Anfang an unehrlich
1. Die Losung „Keine Politik“ war von Anfang an unehrlich. Wenn man keine Politik wollte,
warum ging dann die Demonstration zum Landtag? Als Anwalt sollte Kuhlmann wohl wissen, dass
im Landtag Politik gemacht wird! Warum ging die Demonstration eigentlich nicht zur RAGZentrale
nach Essen? Warum hat er mit den im Landtag vertretenen Parteien genau die eingeladen,
die die Politik der verbrannten Erde durch die Ruhrkohle AG die ganze Zeit vorangetrieben und
politisch unterstützt haben? (…) Aber gar nichts wird sich bewegen, wenn die Bergleute nicht
den Kampf in den eigenen Händen, ihre Selbständigkeit als Teil der Arbeiterklasse behalten, ihre
Kampfmittel verstärken und mit leeren Versprechungen und Betrug fertig werden. Die bürgerlichen
Parteien samt AfD sind Dienstleister für die Diktatur der Monopole wie Volkswagen, Ruhrkohle
AG oder Deutsche Bank.
Von wegen „keine Parteien“!
2. Von wegen „keine Parteien“. Vor dem Landtag rieben sich viele die Augen, als plötzlich die
AfD rauskam und 20 Leute mit reinnehmen wollte, für die bereits eine fertige Namensliste
existierte. Hier war ein Schauspiel inszeniert worden, um die Demonstration in die Hände der
AfD zu leiten! (…) Erst den Kumpel erzählen, „keine Parteien“… – und dann so etwas! Das war von
vorneherein unehrlich! Viele pfiffen und buhten, als Kuhlmann die AfD anpries.(…) Sowohl die
Hoffnungen auf die bürgerliche Politik, als auch der Missbrauch durch die AfD werden dem
Kampf der Bergleute gegen ihre Kündigungen nur eine Niederlage beibringen!
Ausgeschlossen werden sollte von Kuhlmann und Co allein die kämpferische und revolutionäre
Arbeiterpolitik der MLPD. Und damit die einzige Partei, die seit 35 Jahren mittendrin und an der
Seite der Bergleute steht, stets mit offenen Karten spielt und die Kumpel NICHT parteipolitisch missbraucht, sondern umgekehrt die Partei in den Dienst der Forderungen und der Zukunft der
Kumpel stellt. (…) DAS war und ist Spaltung gegen den gemeinsamen starken Kampf der
Bergleute! Freuen kann sich über Spaltung vor allem die RAG.
Auf die MLPD war und ist Verlass
Zu 3.) Die MLPD steht für etwas ganz anderes: Sie ist seit 35 Jahren im Bergbau tätig, mit
Betriebsgruppen an allen Zechen und kämpferischen Leuten aus verschiedenen Schachtanlagen und
Zechen sowie Zuliefererbetrieben in ihren Reihen, hat bedeutende Kämpfe, wie den Streik 1997,
gegen den Dioxinskandal 1996 auf Hugo mit organisiert. (…) Die MLPD steht für die
Arbeitereinheit, egal welcher Herkunft, Religion oder Weltanschauung die Kolleginnen und
Kollegen sind. Darüber hinaus für eine gesellschaftliche Alternative jenseits des Kapitalismus, in
der nicht mehr der Profit, sondern der Mensch im Mittelpunkt steht. Das ist für uns der echte
Sozialismus, der Schlüsse aus dem Verrat am Sozialismus in der DDR oder Sowjetunion zieht.
Auch für den aktuellen Kampf der Bergleute hat die MLPD einen klaren Plan:
• Alle Kündigungen müssen vom Tisch! Wir kämpfen, bis die RAG allen Nicht-APGBerechtigten
gleichwertige Ersatzarbeitsplätze schafft. (…)
• Die MLPD steht gegen das „Teile und herrsche“ der RAG für die Taktik der
Überlegenheit der Kräfte. Es müssen sich alle zusammenschließen, die von der Politik der
verbrannten Erde der RAG betroffen sind:(…)
• Die MLPD hat die Lage der Nicht-APG-Berechtigten in den wichtigsten Betrieben
bundesweit bekannt gemacht, Solidarität der Stahlarbeiter, Opelaner, ihrer
Kinderorganisation Rotfüchse, von Frauen usw. organisiert.
• Die MLPD legt sich mit der Ruhrkohle AG als Verursacher der betriebsbedingten
Kündigungen und der bürgerlichen Politik an – ohne falsche Rücksichtnahme, Posten
oder egoistische Interessen.
• Die MLPD war immer gegen Zechenschließungen. (…) Kohle soll als wichtiger Rohstoff
genutzt statt verbrannt werden. Für Arbeitsplätze und Umweltschutz!
• Die MLPD schlägt vor, schärfere Kampfmaßnahmen wie Streik vorzubereiten. Das
würde der RAG wirklich wehtun… Ein Streik würde bundesweit für Aufmerksamkeit
sorgen. (…)
• Jetzt ist Überzeugungsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit gefragt. (…)
Für all das braucht man einen harten Kern an Leuten, die organisiert in den Betriebsgruppen der
MLPD zusammenarbeiten.
Kapitulation und Spaltung kamen am Freitag nicht durch. Die Mehrheit der Kumpel zeigte
Unverständnis für die Instrumentalisierung durch die AfD, für die Verbote oder gar Übergriffe
gegen die MLPD. Viele begrüßten die MLPD und ihre kämpferische und solidarische Arbeit,
stärkten den Zusammenschluss. Heiß war manchem am Freitag nicht nur wegen der sengenden
Sonne am Landtag, sondern auch wegen den vielen neuen Erfahrungen, die erst mal verarbeitet werden müssen. Nun muss das Bewusstsein wachsen, um im Kampf vorwärtszugehen, eine
Niederlage zu verhindern, dem Kampf gegen die Kündigungen zum Sieg zu verhelfen und zu
einem bundesweiten Signal zu machen! Denn wie auch viele Kumpel am Freitag bemerkten:
Auch gegen andere Belegschaften wie bei Thyssen, Siemens, BASF oder Ford werden
Entlassungen ankündigt.
Die MLPD steht weiter an der Seite der Kumpel und mittendrin bei ihnen, ebenso wie bei allen
Arbeiterinnen und Arbeitern!
Kapitulation und Spaltung kamen am Freitag nicht durch. Die Mehrheit der Kumpel zeigte
Unverständnis für die Instrumentalisierung durch die AfD, für die Verbote oder gar Übergriffe
gegen die MLPD. Viele begrüßten die MLPD und ihre kämpferische und solidarische Arbeit,
stärkten den Zusammenschluss. Heiß war manchem am Freitag nicht nur wegen der sengenden
Sonne am Landtag, sondern auch wegen den vielen neuen Erfahrungen, die erst mal verarbeitet
werden müssen. Nun muss das Bewusstsein wachsen, um im Kampf vorwärtszugehen, eine
Niederlage zu verhindern, dem Kampf gegen die Kündigungen zum Sieg zu verhelfen und zu
einem bundesweiten Signal zu machen! Denn wie auch viele Kumpel am Freitag bemerkten:
Auch gegen andere Belegschaften wie bei Thyssen, Siemens, BASF oder Ford werden
Entlassungen ankündigt.
Die MLPD steht weiter an der Seite der Kumpel und mittendrin bei ihnen, ebenso wie bei allen
Arbeiterinnen und Arbeitern!

 

 

 

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