Published on Juni 21st, 2019 | by K

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Das neue Flugblatt zu Fridays-for-Future

Im neuen Flugblatt vom Rebell heißt es:

„Für die Rettung der Umwelt müssen wir kämpfen! Diese Erkenntnis bricht sich Bahn. Seit Monaten halten die Fridays for future Proteste in hunderten Städten Deutschlands, in Europa und weltweit an. Kreativ, mit viel Einsatz und mit Fach- und Detailwissen rebellieren hunderttausende Jugendliche an einer Zukunftsfrage der Menschheit.

Trotz aller geheuchelten Einsicht halten die Herrschenden an ihrer Politik im Dienste der kapitalistischen Profitwirtschaft fest und riskieren dabei mutwillig die Zerstörung unser aller Lebensgrundlagen. Regionale Wetterextreme, ein alarmierendes Artensterben, Abtauen der Permafrostböden – immer mehr Faktoren des Umschlags in die globale Umweltkatastrophe werden sichtbar. Verachtung von Mensch und Natur zieht sich durch die gesamte Politik der Regierung. Dazu zählt auch die Verschärfung der reaktionären und menschenverachtenden Asyl- und Flüchtlingspolitik. Der faschistische Mord am CDU-Politiker Lübcke lässt nur erahnen, dass der NSU-Skandal mitnichten aufgearbeitet ist. Dazu zählen die explodierenden Mieten für die Profite von Bau- und Wohnungskonzernen, die wachsende Rüstung und Kriegsgefahr usw.

Die Frage nach der gesellschaftlichen Perspektive rückt ins Zentrum. Der technische Fortschritt und gesellschaftliche Reichtum wird im Kapitalismus in sein dekadentes Gegenteil verkehrt. Eine Gesellschaftsordnung in Einheit von Mensch und Natur ist möglich, wenn nicht mehr der Profit diktiert. Dafür muss der Kapitalismus gestürzt und der echte Sozialismus aufgebaut werden.

Umwelt und Arbeiterbewegung – Hand in Hand!

Die globale Umweltkatastrophe ist kein unabwendbares Schicksal – wenn wir die häufig noch relativ spontanen Proteste höherentwickeln zu organisierter Rebellion und sich Jugend-, Umwelt- und Arbeiterbewegung zum aktiven Widerstand eng verbinden. Wir haben den gleichen Gegner und gemeinsam sind wir stark!

Wie in einem Brennglas kann man im Ruhrgebiet sehen, wie die Politik der Monopole und die Interessen der Massen und der Umwelt sich gegenüber stehen. Die RAG (Ruhrkohle AG) will mit dem Ende des Steinkohlebergbaus verbrannte Erde hinterlassen. 200 Bergleute haben Anfang Juni ihre Kündigung erhalten. Ein Tabubruch! Jahrzehnte wurde behauptet „keiner fällt ins Bergfreie“. Um Geld zu sparen lässt die RAG das Grubenwasser ansteigen. Damit droht eine regionale Trinkwasserkatastrophe, denn in den Schächten hat sie Profit damit gemacht, 1,6 Millionen Tonnen Giftmüll einzulagern. Hinzu kommt der Rentenklau mit der Streichung des sogenannten Deputats – was 124.000 Menschen betrifft. Die RAG Stiftung steckt auch hinter Wohnungskonzernen wie Vonovia und ViVaWest die die Mieten explodieren lassen. Dagegen regt sich Widerstand. Am 11. Juni protestierten 250 Bergleute gegen ihre Kündigung. Am 15. Juni kam bei einer Demo in Bottrop all die verschiedenen Anliegen zusammen unter dem Motto: „Damit darf die RAG nicht durchkommen!“

Was hat das mit FFF zu tun?

Wenn wir es ernst meinen diese Gesellschaft zu verändern brauchen wir die richtigen Verbündeten. Viele haben aus Umweltgründen die Grünen gewählt. Wir müssen uns bewusst sein, dass die Grünen in der Regierung aus „Sachzwang“ noch jede Schweinerei mitgemacht haben. Sie waren an der Genehmigung der Einlagerung des Giftmülls unter Tage in NRW beteiligt, haben der Rodung des Hambacher Waldes zugestimmt usw. Sie sind nicht „grün“ – sie sind zu einer staatstragenden Monopolpartei geworden. Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Unternehmerverbänden und Konzernchefs ist bei ihnen Standard, Revolutionäre und Marxisten-Leninisten werden von ihrem Spitzenpersonal dagegen bekämpft. Versuche der antikommunistischen Spaltung der Umweltbewegung gehen gerade von den Grünen aus. Der Hype um die Grünen landet so bei purer Verteidigung des Kapitalismus und Greenwashing um jeden Preis. Machen wir uns von Denkverboten frei und entwickeln den Umweltkampf höher zum gesellschaftsverändernden Kampf.

1997 haben im Ruhrgebiet und Saarland 130.000 Bergleute gestreikt. Sie haben Autobahnen besetzt und sind in die Bannmeile in Bonn demonstriert. Dieser Kampf leutete das Ende der Regierung von Helmut Kohl ein. Ausgelöst wurde der Streik durch die Betriebsgruppen der MLPD und die Bergarbeiterzeitung Vortrieb. Die Bergleute und Arbeiter müssen die führende Kraft auch in der Umweltbewegung werden, die MLPD und der REBELL als revolutionäre Kräfte müssen gestärkt werden, damit wir für unsere Ziele die notwendige Durchschlagskraft bekommen.

Dafür müssen wir auch jede Spaltung überwinden. Das Ende des sicheren Steinkohlebergbaus in Deutschland führt ja nicht zu Umweltschutz. Jetzt wird nur statt heimischer die Blutkohle aus Kolumbien verbrannt. Auch im Braunkohlerevier müssen wir fordern, dass die Arbeitsplätze für die noch auf Jahrzehnte notwendigen Renaturierungsarbeiten erhalten bleiben. Die Kohleverbrennung muss sofort gestoppt werden. Kohle bleibt ein wertvoller Rohstoff für viele andere Prozesse.

Wir laden alle Umweltkämpfer zum Sommercamp des REBELL ein. Dort werden wir eine Revue einstudieren die den Streik der Bergleute mit Originalzitaten der Kumpel wieder lebendig werden lässt.

Der richtige Platz für die konsequentesten Umweltkämpfer ist in der revolutionären Arbeiterpartei MLPD und ihrem Jugendverband REBELL. Wir stehen für eine starke überparteiliche Bewegung und dafür, Partei zu ergreifen, um über die gesellschaftliche Alternative des echten Sozialismus zu diskutieren und für sie organisiert zu kämpfen!“

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