Published on März 11th, 2019 | by K

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Für starke und überparteiliche Fridays for Future – gib Antikommunismus keine Chance!

Liebe
Schülerinnen und Schüler,

herzlichen Glückwunsch uns allen zu vielen Wochen mutigem Protest gegen die mutwillige Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Wir haben uns immer mehr mit der Umweltpolitik der heute Herrschenden beschäftigt und sehen immer deutlicher – das Problem liegt viel tiefer.

Greta Thunberg sagte in Katowice: „Wenn das System das Problem ist müssen wir es ändern.“. In Darmstadt stand am 15. Februar auf dem Fronttransparent: „Klima schützen heißt Kapitalismus überwinden!“. Die Kapitalismuskritik wächst. RWE, VW und Konsorten sind hauptverantwortlich dafür, dass trotz entwickelter Technologie und Wissenschaft eine globale Umweltkatastrophe droht.

Nicht
jedem schmeckt es, wenn die Jugend große Fragen aufwirft. Anfangs
gab es viele bürgerliche Politiker die versuchten sich mit unseren
Protesten zu schmücken. Wirtschaftsminister Altmaier dachte er
könnte das nutzen. Er wurde zurecht ausgebuht. Die Bundesregierung
wollte uns nach ihrem „Kohlekompromiss“ wieder nach Hause
schicken. Als hätten sie das Problem gelöst weil sie RWE und Co.
Milliarden Steuergelder geben und 2038 aus der Kohleverbrennung
aussteigen – voraussichtlich! Aber nichts da, wir protestieren
weiter. Jetzt dreht sich der Wind. Das NRW Schulministerium droht,
dass fernbleiben vom Unterricht nicht mehr toleriert werde, und die
Schülerinnen und Schüler Notfalls mit : „zwangsweiser Zuführung“
in die Schule gebracht werden sollen.

Was
ist die größte Sorge derjenigen die uns das alles eingebrockt
haben? Bundespräsident Steinmeier macht sich Sorgen: „Jeder, der
sich abwendet, fehlt der Demokratie“. Das ist aber keine Demokratie
für die Masse der Bevölkerung, sondern hier diktieren die größten
Konzerne und Banken wo es lang geht.

Vielerorts
wird jetzt versucht revolutionäre Kräfte bei den FFF
auszuschließen. In einem Beitrag in der Whatsapp-Gruppe Sindelfingen
hieß es:„Viele Parteien finden diese Aktion gut, jedoch
versucht die MLPD unter „REBELL“ diese Demos für ihren
eigenen Ruf und ihre eigene politische Bewegung zu nutzen! … Diese
versuchen mithilfe
des Umweltschutzes, junge Schüler, unter falschem Vorwand für die
MLPD anzuwerben.“

  1. Überparteilichkeit
    heißt alle Parteien haben die gleichen Rechte, außer Faschisten,
    keine darf dominieren. Warum wird nicht vor den Grünen gewarnt –
    die z.B. in Baden-Württemberg eine Politik für Daimler und Porsche
    machen und bei Twitter und Facebook so tun als wären sie auf
    unserer Seite? Versuchen nicht eher solche Parteien ihren Ruf mit
    den FFF aufzupolieren? Wirkliche Überparteilichkeit ist zugleich
    unvereinbar mit antikommunistischen Ausgrenzungen. Sie beinhaltet,
    dass fortschrittliche und revolutionäre Kräfte
    selbstverständlicher Bestandteil sind.

  2. Warum
    wird behauptet, wir würden die Demos ausnutzen wenn wir dazu
    aufrufen bei uns mitzumachen? Jeder Teilnehmer kann sich selbst
    entscheiden was er macht. Wir werben dafür, weil wir überzeugt
    sind, dass es eine gesellschaftliche Alternative braucht: den echten
    Sozialismus. Das ist kein falscher Vorwand – erst wenn nicht mehr
    der Profit einiger weniger alles diktiert können wir wirklich die
    Umwelt retten! Macht euch selbst ein Bild.
  3. Der
    Beitrag fällt selbst völlig hinter das Bewusstsein der Proteste
    zurück. Es heißt: „[die
    Bewegung
    ]
    hat nicht die Absicht, in irgend einer Weise das politische
    Parteienbild zu verändern.“

    Die
    bürgerlichen Parteien, die jahrzehntelang der Zerstörung der
    Umwelt zugeschaut, bzw. aktiv forciert haben, sollen aus der
    Schusslinie genommen werden? Wer also hat Interesse daran, dass sich
    das politische Parteienbild nicht verändert? Die Masse der Jugend
    sicherlich nicht.

Das
alles ist garniert mit „links“ zur Hetze des Verfassungsschutzes
über die MLPD. Der selbe Verfassungsschutz der jahrelang den
faschistischen NSU gefördert und gedeckt hat und jede
antifaschistische Gruppierung bespitzelt. Allen ernstes wird sogar
für das „Austeigerprogramm für Linksextremisten“ geworben.
Dieses Programm war ein völliger Rohrkrepierer. Die ganze Logik
Linke seien „extrem“ wenn sie den Kapitalismus abschaffen wollen,
soll doch nur davon ablenken wie extrem menschen- und
umweltverachtend der Kapitalismus ist. Der Antikommunismus hat bei
FFF nichts zu suchen. Er nützt nur den Herrschenden und der
Aufrechterhaltung ihrer umweltzerstörerischen Profitwirtschaft. Wir
fragen die beiden Schüler Daniel Schnürer und Dominique Mutz die
das gepostet haben, ob sie sich ernsthaft zum Handlanger von
antikommunistischer Hetze im Dienste der heute Herrschenden und ihrem
verhassten Verfassungsschutz machen wollen? Niemand muss wie wir den
Sozialismus gut finden. Aber es muss auch niemand Antikommunist sein.
Unstrittig ist doch, dass es an der Zeit ist über die mögliche
Alternative zum Kapitalismus zu diskutieren.

Das
ist auch alles kein Zufall. Bei den großen Protesten gegen die
Polizeigesetze 2018, bei der Bewegung #unteilbar, überall tauchten
nach kurzer Zeit Kräfte auf die mit allen Mitteln bekämpfen
wollten, dass revolutionäre Organisationen gleichberechtigt
mitarbeiten. Oft waren das Kräfte von SPD, Grünen, manchmal auch
ihrer Jugendverbände. Manchmal waren es sogenannten Antideutsche.
Alle wollen sie die Selbstständigkeit der Bewegungen kaputt machen.
MLPD und REBELL sollten keine Fahnen mehr tragen, keine Flyer mehr
verteilen, nicht mehr sprechen dürfen. Alles erkämpfte
demokratische Rechte – die wir uns auch nicht nehmen lassen!

Wer
sich also nicht vor einen Karren spannen lassen möchte muss sich vor
allem vor diesen Leuten hüten.

Wir
wünschen uns allen weiterhin erfolgreiche, gleichberechtigte
Proteste!

Viele
Grüße,

Verbandsleitung
des REBELL

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