Published on März 2nd, 2019 | by K

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Internationaler Frauentag: Für die Befreiung der Frau im echten Sozialismus

Bereits 1868 schrieb Karl Marx in einem Brief an Ludwig Kugelmann: „Der gesellschaftliche Fortschritt läßt sich exakt messen an der gesellschaftlichen Stellung des schönen Geschlechts (also der Frauen – die Red.).” (MEW, Band 32, S. 583). Viele gerade junge Frauen und Mädchen fühlen sich gar nicht ausgebeutet und sind der Meinung, dass Männer und Frauen in Deutschland gleichberechtigt wären. Zugleich wachsen selbstbewusste Proteste gegen den Sexismus und Gewalt gegen Frauen.

Wie ist nun also die Stellung der Frau im Kapitalismus? Doppelte Ausbeutung und besondere Unterdrückung der Frauen und Mädchen

Grundsätzlich ist die „Gleichberechtigung von Mann und Frau“ im Kapitalismus eine Lebenslüge. Die kämpferische Frauenbewegung hat ohne Zweifel im Bund mit der Arbeiter-, Volks- und Jugendbewegung wichtige Reformen erkämpft wie das Frauenwahlrecht in der Novemberrevolution 1918 in Deutschland. Allerdings ist die doppelte Ausbeutung der Arbeiterinnen und besondere Unterdrückung der Masse der Frauen gesetzmäßig im Kapitalismus. Erstens werden die Arbeiterinnen (ebenso wie die Arbeiter) im Betrieb ausgebeutet. Zweitens verdienen sie im Durchschnitt sogar 21% weniger als die Männer. Die Organisierung des gesamten Haushalts, Kindererziehung, Pflege von Kranken und Alten wird im Kapitalismus in der Regel als „Frauenarbeit“ angesehen und auf die Kleinfamilie abgewälzt. Eben deshalb stehen die Frauen nicht so uneingeschränkt zur Ausbeutung im Betrieb zur Verfügung. Und genau dafür werden sie dann mit niedrigeren Löhnen bestraft. Besonders hinzu kommen die modernen Ketten der bürgerlichen Moral und Tradition als ideologische Rechtfertigung. Im Buch „Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau“ von Monika Gärtner-Engel und Stefan Engel wird das folgendermaßen beschrieben: „Von klein auf werden besonders Mädchen mit Spielzeug wie der »Barbie-Puppe« oder über spezielle Zeitschriften wie »Bravo Girl« mit Schönheits-Normen unter Druck gesetzt und dazu erzogen, ihren Wert und ihr Selbstvertrauen vornehmlich aus ihrer Figur und ihrem Aussehen zu ziehen. So wirkt die Unterdrückung der Frauen bis hinein in das Verhalten in Beziehungen und Familien, spiegelt sich in Gewalt, (sexueller) Ausbeutung der Frauen oder Kinder wider.“ (Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau, S. 77).

Rechtsentwicklung der Regierung, eine Frage für alle Frauen und Mädchen

Angela Merkel steht für eine Politik des Systems der kleinbürgerlichen Denkweise die versucht das reaktionäre Wesen des Imperialismus zu verschleiern. Doch angesichts der wachsenden Konkurrenz scheitert diese Methode immer mehr. Die Regierungen weltweit rücken nach rechts und der wahre Charakter dieses Systems wird immer deutlicher. Arbeiterinnen in der Erziehung und Pflege kämpften in den letzten Jahren für höhere Löhne und Anerkennung. Bei den Protesten gegen den zum Präsidenten gewählten Faschisten Jair Bolsonaro in Brasilien, gegen die ultrareaktionäre PiS-Regierung in Polen, gegen den faschistoiden und sexistischen US-Präsidenten Donald Trump, stehen stets junge Frauen und Mädchen mit in der ersten Reihe. Wachsendes Frauenbewusstsein und zunehmende Kämpfe sind Teil des fortschrittlichen Stimmungsumschwungs gegen die Rechtsentwicklung der Regierung.

Die #MeToo-Kampagne griff ganz besonders den Alltagssexismus an und traf dabei auf großen Anklang. Die Verbreitung der kleinbürgerlich-sexistischen Denkweise ist ein fester Bestandteil des Systems der kleinbürgerlichen Denkweise geworden. Der Jugend bietet der Kapitalismus keine Perspektive – dann soll sie mit solchen Methoden gespalten, demoralisiert und zersetzt werden. Nicht zufälliger Weise sind die alten imperialistischen Länder die Hauptkonsumländer für Pornos. Deutschland hat mit 12,4% den weltweit größten Anteil am Pornografie-Konsum, gefolgt von weiteren alten imperialistischen Staaten wie Spanien, Großbritannien und den USA. Wer das kritisiert wird schnell als verklemmt bezeichnet. Dabei wird mit der Pornografie die sexuelle Befreiung in ihr perverses Gegenteil verkehrt. Sex als Ware, Frauen als Sexobjekte – das ist typisch imperialistische Dekadenz und gehört bekämpft! Auch für Prostitution als eine Form des Menschenhandels, von der ebenfalls Frauen besonders betroffen sind, ist Deutschland heute eine regelrechte Drehscheibe. Die Ausbeuter verdienen damit hierzulande einen Jahresumsatz von ungefähr 14,6 Milliarden Euro. Erst in den 1950er Jahren hielt die Prostitution durch den US-Imperialismus Einzug auf den Philippinen. Also von wegen ältestes Gewerbe der Welt!

Kämpferische Frauen unteilbar gegen die Rechtsentwicklung der Regierung

Die Herrschenden versuchen alles um die kämpferische Frauenbewegung zu desorientieren und zu desorganisieren und den breiten Zusammenschluss zu verhindern. Hierzu dient heute vor allem die kleinbürgerlich-feministische Denkweise. Der kleinbürgerliche Feminismus nimmt den Kapitalismus als wahren Verantwortlichen für die besondere Unterdrückung und Ausbeutung der Frauen aus dem Schussfeld und richtet seinen Hauptstoß gegen die Männer. Er deutet den Kampf um die Befreiung der Frau fälschlicherweise als „Geschlechterkampf“ um. Der kleinbürgerliche Feminismus kann die Frauenbewegung deshalb nur schwächen und isolieren.
Darüberhinaus wird besonders von faschistoiden Kräften wie der AfD eine massive Hetzkampagne betrieben, nachdem Gewalt gegen Frauen und Sexismus angeblich ein von Flüchtlingen „importiertes“ Problem sei. Im Durchschnitt gibt es aber allein auf jedem Oktoberfest 200 sexuelle
Übergriffe auf Frauen von deutschen Männern! Immer mehr Frauen durchschauen diese Hetze heute und es ist ihnen ein Anliegen gegen Rassimus und Sexismus zu kämpfen, gemeinsam mit den Männern.

Dem Übel an die Wurzel: Organisiert euch in MLPD und REBELL!

Die Ungleichheit von Mann und Frau ist charakteristisch für alle Klassengesellschaften und hat ihren Ursprung im Privateigentum an den Produktionsmitteln. Die Befreiung der Frau im Rahmen des Kapitalismus ist also eine Illusion.
Die MLPD und der REBELL stehen für die Befreiung der Frau. Dafür stehen wir auch schon heute im gemeinsamen Umgang von jungen Frauen und Männern unterschiedlichster Nationalitäten auf Augenhöhe im REBELL. Deshalb treten wir ein für eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite Gesellschaft, den echten Sozialismus. Hierfür ist es entscheidend, dass die revolutionäre MLPD heute erheblich gestärkt wird. Derzeit bereiten wir in ganz Deutschland in unserer Kleinarbeit und besonders den REBELL-AGs den internationalen Frauenkampftag am 8. März vor, zum Beispiel in dem wir Transparente und Schilder mit unseren Forderungen malen. Der REBELL mobilisiert in den Betrieben, Wohngebieten, Schulen und Universitäten jungen Frauen und Männer zu kämpferischen Aktionen. Beteiligt euch in eurer Stadt daran und stärkt die REBELL-AGs gegen die Rechtsentwicklung der Regierung!

(Aus dem aktuellen REBELL Magazin 1/2019: „Für die Befreiung der Frau im echten Sozialismus!“,Hier Abo abschließen oder hier Heft bestellen)

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