Published on März 14th, 2019 | by E

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Flyer: Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft! Organisiert euch!

Das Flugblatt könnt ihr zum drucken hier herunterladen

Seit mehreren Monaten gehen
Schüler*innen, Studierende, Azubis und solidarische Erwachsene
weltweit auf die Straße. Am 15. März wird die Schule in über 50
Ländern boykottiert – allein in Deutschland in über 150 Orten.
Das ist eine weltweite Jugendbewegung, wie wir sie noch nie gesehen
haben. Trotz Einschüchterungen und Repressionen durch die Regierung
und „Hatern“ im Netz formiert sich die Bewegung weiter. Wir
Jugendlichen haben ein richtiges Selbstbewusstsein entwickelt. Darauf
können wir stolz sein und dafür möchten wir uns alle
beglückwünschen! Zum weltweiten Aktionstag der „Fridays for
Future“ ruft der Jugendverband REBELL in ganz Deutschland auf. Wir
dokumentieren heute Auszüge aus der neuesten Ausgabe der ROTEN
FAHNE, dem Magazin der MLPD:

Besonders ins Visier nehmen die
Jugendlichen den Umschlag in eine globale Klimakatastrophe. Heftig
und berechtigt wird kritisiert, dass sich beispielsweise die deutsche
Regierung nicht mal an die selbstgesteckten Klimaziele hält. Ein
Teil der Schüler, oft von den Grünen beeinflusst, fordert von den
bürgerlichen Politikern aber lediglich die Einhaltung des Pariser
Weltklimaabkommens. Aber das ist ein Irrweg. Denn dieser Vertrag vom
Dezember 2015 ist ein Musterbeispiel des Greenwashings. Er enthält
nur „freiwillige Selbstverpflichtungen“ der Staaten – und die
hat bislang keiner eingehalten. Atomkraft und Fracking werden als
„Brückentechnologien“ angepriesen. Erdöl-, Auto-, Kohle- oder
Atomenergieindustrie und andere Großkonzerne, sie alle können
weiterhin Maximalprofite erzielen mit ihrer umweltzerstörenden
Produktion.

Ein gängiges Argumentationsmuster ist
derzeit, die Umweltfrage zum Generationenproblem zu erklären […]
Natürlich, die Jugend muss für ihre Zukunft kämpfen – aber wer
ist ihr Gegner? Das ist nicht die „ältere Generation“, das sind
die Monopole und ihr Staat. […]

Gefahr nicht unterschätzen!
Zerstört werden die natürlichen Lebensgrundlagen auch nicht nur
durch die Klimaerwärmung. Die reale, bedrohliche Entwicklung umfasst
wesentlich mehr Aspekte. Das Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen
die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“
analysiert – neben der heraufziehenden Weltklimakatastrophe –
weitere hauptsächliche Merkmale eines beschleunigten Übergangs in
eine globale Umweltkatastrophe, die das Leben auf der Erde unmöglich
machen würde: Zerstörung der Ozonschicht, beschleunigte Vernichtung
der Wälder, Zunahme regionaler Umweltkatastrophen, Gefahr
umkippender Weltmeere, Zerstörung regionaler Ökosysteme und das
Artensterben, rücksichtsloser Raubbau an den Naturstoffen, die ganze
Vermüllung, Vergiftung und Verschmutzung, die unverantwortliche
Nutzung der Atomenergie.

Diese Entwicklung beschleunigt sich.
Die Hauptmerkmale einer globalen Umweltkatastrophe durchdringen und
verstärken sich. Deswegen muss sich der aktive Widerstand gegen
diese gesamte Entwicklung richten, um die Umwelt zu retten.
Hauptversucher ist das internationale Finanzkapital, bestehend aus
den 500 größten internationalen Konzernen und Banken. So richtig es
ist, einzelne hervorgehobene Monopole, zum Beispiel aus dem
Energiesektor, zu bekämpfen: Die Menschen müssen darüber
hinausgehen und das gesamte System der kapitalistischen
Profitwirtschaft

ins Visier nehmen.

Die weltweiten Umweltproteste der
Jugend sind Bestandteil eines fortschrittlichen Stimmungsumschwungs,
der sich international entwickelt – und das in Zeiten scharfer
gesellschaftlicher Polarisierung. Auch in den Industriebelegschaften
laufen diese Auseinandersetzungen. Mutige Automobilarbeiter haben die
kriminellen Manipulationen der Autobosse und den Abgasskandal
aufgedeckt. Sie kämpfen gegen die Abwälzung deren Folgen auf die
Arbeiterklasse und die Bevölkerung. Und gleichzeitig für
Arbeitsplätze und Umweltschutz und für eine alternative
Verkehrspolitik.

Zu Recht richten sich die
protestierenden Schülerinnen und Schüler gegen die
Kohleverbrennung.

Sie sind empört, dass die bis 2038
weiterlaufen soll – und gegebenenfalls darüber hinaus. Die
Forderung „Kohle stoppen!“ ist dennoch unexakt. Denn: Fürs
Verbrennen ist Kohle schädlich und zu schade. Zugleich kann die
Kohlegewinnung umweltfreundlich genutzt werden für chemische,
pharmazeutische und andere Produkte. Deshalb hat die kämpferische
Bergarbeiterbewegung „Kumpel für AUF“ unter aktiver Mitarbeit
von MLPD und REBELL die Stilllegung des Steinkohlebergbaus in
Deutschland nicht akzeptiert. Sie steht für Arbeitsplätze und
Umweltschutz. Sie demonstriert am 16. März eine Demonstration in
Essen: „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen … Es geht auch
um die Zukunft der Jugend.“ […] Viele Schüler hingegen stellen
in den Protesten immer mehr grundsätzliche Fragen. Weitverbreitet
ist die Forderung „System Change – Not Climate Change“. Dieser
gesellschaftskritische Anspruch ist wichtig – man muss aber auch
Klartext sprechen, welches System wie geändert werden muss. Es ist
der Imperialismus, der heute nur noch existieren kann, indem er die
Quellen allen Reichtums untergräbt: die Arbeit überausbeutet und
die natürlichen Lebensgrundlagen zerstört. Er bringt die
Umweltkrise, Kriegsgefahr, Armut, Unterdrückung hervor. Wer dieses
System ändern will, der muss sich an der Vorbereitung einer
internationalen sozialistischen Revolution beteiligen und dafür
eintreten. Überzeugende Antworten und Alternativen haben MLPD und
REBELL. Sie werden von vielen Jugendlichen ernst genommen, weil sie
sich praktisch für die Bewegung starkmachen. Sie verteidigen und
fördern konsequent die Überparteilichkeit und bringen ihr
jahrzehntelang erarbeitetes Know-how in der Entwicklung und Führung
von Kämpfen ein. Das ruft antikommunistische Kräfte auf den Plan,
die herumgiften und sich an einer offenen Strategiedebatte um eine
grundsätzliche Lösung der Umweltfrage stören. Mit der Forderung
„keine Fahnen – keine Parteien – keine Organisationen“
versuchen sie, die MLPD und den REBELL als treibende Kräfte aus den
Protesten hinauszudrängen. […] Die Frage ist nicht, Parteien und
Organisationen ja oder nein, sondern: Welchen Beitrag leisten sie für
die Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft? Fördern sie die
politische Selbständigkeit, stehen sie mit Rat und Tat zur Seite,
fördern sie Bewusstheit und Organisiertheit– wie die MLPD und der
REBELL? Oder – wollen sie der Bewegung den kapitalismuskritischen
Zahn ziehen, sie in die bürgerliche Politik integrieren – wie die
Partei der Grünen? Mittlerweile muss man von einer bundesweiten
Kampagne sprechen zur Ausgrenzung und Unterdrückung rebellischer und
revolutionärer Kräfte. Allerdings scheitern reihenweise solche
Versuche von Funktionären der Grünen, Vertretern der
„Antideutschen“ und anderen Verteidigern der Profitwirtschaft.
Die schrecken auch nicht davor zurück, die Polizei dabei zur Hilfe
zu rufen.

Organisiert euch! Die
Perspektive der Umweltbewegung wird im Buch „Katastrophenalarm!“,
von Stefan Engel, klar herausgearbeitet: „Die Kämpfe müssen als
Schule des aktiven Widerstands und des Klassenkampfs geführt werden.
Wird das missachtet, dekorieren die Reformkämpfe nur das
‚Greenwashing‘ von Monopolen und Staat. Eine neue Qualität wird
die Umweltbewegung dann gewinnen, wenn sie begreift, dass nicht nur
die eine oder andere Umweltschutzmaßnahme durch-zusetzen ist,
sondern dass der Umweltkampf einen gesamtpolitischen,
gesellschaftsverändernden, letztlich revolutionären Charakter
bekommen muss.“ Viele bürgerliche Politiker hoffen, dass diese

spontane Bewegung irgendwann resigniert
zusammenbricht, wenn der Schulboykott nicht den ge-

wünschten Erfolg erreicht. Deshalb
kommt es darauf an, REBELL und MLPD zu stärken. Sie wollen diese
Jugendrebellion festigen, das Bewusstsein wecken und entwickeln und
die Rebellion auf weitere Felder ausweiten, wie den Friedenskampf,
Bildung, Arbeits- und Ausbildungsplätze. Es reicht nicht, sich lose
zu vernetzen. Die Umweltkämpfer haben starke Gegner in Staat und
Monopolen. Deshalb müssen sich die protestierenden Jugendlichen
besser organisieren, im REBELL; in der MLPD – oder auch in
überparteilichen Selbstorganisationen der Massen. MLPD und REBELL
stehen für den Zusammenschluss mit der Arbeiterbewegung und für den
aktiven, weltweiten Widerstand zur Rettung der Umwelt vor der
Profitwirtschaft. Der Planet braucht einen revolutionären „System
Change“ – für den echten Sozialismus! Organisiert euch!

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