Published on März 23rd, 2019 | by K

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Demo am weltweiten Aktionstag von Fridays for Future in Gießen – REBELL mittendrin

In Gießen kamen am 15.03. gegen
11:30 Uhr zahlreiche Schülerinnen und Schüler, aber auch einige Studierende
neben Lehrern und anderen Erwerbstätigen vor dem Stadtverwaltungsgebäude
zusammen, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren.
Zusammen mit den vorausgegangenen Demonstrationszügen versammelten sich so um
die 1500 bis 2000 Teilnehmer zur Kundgebung auf dem Berliner Platz, womit dies
eine der größten Demonstrationen in Gießen seit längerem war.
Interessanterweise waren Mädchen und junge Frauen am stärksten vertreten.

Der REBELL hat sich
selbstverständlich nach Kräften aktiv beteiligt und kann eine gute Bilanz aus
dem Einsatz ziehen: Zwei ältere Rote Fahne Magazine haben interessierte
Abnehmer gefunden, das Buch „Katastrophenalarm!“ stieß auf Interesse
und wir verteilten Flyer dazu. Von den 50-60 Personen, die Flugblätter des REBELL
und Pfingstjugendtreffen Flyer entgegen nahmen, haben sich 15 in unsere
Mitmachlisten eingetragen, also fast jede vierte!

Vereinzelt kamen Jugendliche auf
uns zu: Einer war interessiert am Marxismus-Leninismus; ein junges Mädchen war
hoch interessiert am neuen Rote Fahne Magazin, hatte aber leider kein Geld
dabei… Wir knüpften Kontakte zu Greenpeace, dem BUND und
Verkehrswende-Aktivisten vor Ort. In Zukunft werden wir mit einer größeren
REBELL Gruppe also mit Sicherheit noch bessere Erfolge erzielen!

In den Gesprächen wurde
deutlich, viele der Teilnehmer sind Bereit die Forderung „System change,
not climate change“ ernst zu nehmen. So gab es große Zustimmung bei der
Kritik am Kapitalismus, durch den mutwillig und mittlerweile gesetzmäßig die
natürliche Umwelt zerstört wird – für den Maximalprofit der Monopole und
einiger Weniger.
Zustimmung fand auch, dass das Problem weit größer ist als die bevorstehende
globale Klimakatastrophe, uns droht nämlich eine ganze Umweltkatastrophe. Die
Klimakatastrophe ist ein Teil davon, neben dem verschärften Raubbau an der
Natur, dem millionenfachen Artensterben, der Vermüllung der Weltmeere,  der Verseuchung der Luft und des Wassers
durch giftige Schadstoffe und durch Nutzung von Atomkraft und vielen weiteren
Faktoren.

Die meisten sahen sofort ein, dass es zum Kampf gegen Umweltzerstörung und
Kapitalismus notwendig ist sich zu Organisieren, auch über die Bewegung hinaus.
Nur so wird auch die Fridays for Future Bewegung eine Perspektive haben. Sie
zeigten sich offen gegenüber dem REBELL und unserer Zukunftsperspektive, dem
echten Sozialismus.

Bewährt hat sich in den
Gesprächen unsere Aufforderung, sich im REBELL zu organisieren und das
Pfingstjugendtreffen als Plattform für den Erfahrungsaustausch gemeinsam
vorzubereiten. Manche waren zwar nachdenklich, wollten sich aber noch nicht
festlegen. Da lag es an uns, hartnäckig zu bleiben, herauszufordern und immer
neue Argumente zu entwickeln.

Es gab auch Gegenwind, der deutlich machte, dass es einen Richtungsstreit
innerhalb der Bewegung gibt: Zweimal kamen Mitorganisatoren auf uns zu und
betonten zunächst, dass sie es zwar gut fänden, dass wir als REBELL auf der
Demo vertreten sind, aber ein Mal wurden wir aufgefordert unsere Fahne nicht zu
schwenken und unten zu halten, weil „das Klima auf der Demo höher steht
als irgendeine Partei/Organisation“ und das andere Mal wurden wir darauf
hingewiesen, „dass Parteien an sich, also auch ihre Fahnen, eigentlich
nicht erwünscht sind“ und wurden angehalten wir „sollen zwar informieren,
aber nicht werben“.
Das ließen wir uns natürlich nicht gefallen! Wir diskutierten geduldig und
traten selbstbewusst und offensiv für unsere demokratischen Rechte und für die
Überparteilichkeit der Bewegung ein.
Denn MLPD und REBELL unterstützen die Bewegung mit organisatorischem Know-How
und bieten eine gesellschaftliche Perspektive. Das ist natürlich ein
Gegenprogramm zu Kräften, die versuchen die Bewegung in systemkonforme Bahnen
zu lenken, wie es zum Beispiel Merkel oder auch die Partei der Grünen gerne
hätten.

Alles in allem war die Demo ein
Beweis für den fortschrittlichen Stimmungsumschwung der Massen und insbesondere
der Rebellion der Jugend für eine bessere Zukunft, worauf wir uns beim weiteren
REBELL-Aufbau stützen können.


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