Published on März 27th, 2019 | by K

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Aktionstag von Fridays for Future in Gießen – REBELL mittendrin

In Gießen kamen am 15.03. gegen 11:30 Uhr zahlreiche Schülerinnen und Schüler, aber auch einige Studierende neben Lehrern und anderen Erwerbstätigen vor dem Stadtverwaltungsgebäude zusammen, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren.
Zusammen mit den vorausgegangenen Demonstrationszügen versammelten sich so um die 1500 bis 2000 Teilnehmer zur Kundgebung auf dem Berliner Platz, womit dies eine der größten Demonstrationen in Gießen seit längerem war. Interessanterweise waren Mädchen und junge Frauen am stärksten vertreten.

Der REBELL hat sich selbstverständlich nach Kräften aktiv beteiligt und kann eine gute Bilanz aus dem Einsatz ziehen: Zwei ältere Rote Fahne Magazine haben interessierte Abnehmer gefunden, das Buch „Katastrophenalarm!“ stieß auf Interesse und wir verteilten Flyer dazu. Von den 50-60 Personen, die Flugblätter des REBELL und Pfingstjugendtreffen Flyer entgegen nahmen, haben sich 15 in unsere Mitmachlisten eingetragen, also fast jede vierte!

Vereinzelt kamen Jugendliche auf uns zu: Einer war interessiert am Marxismus-Leninismus; ein junges Mädchen war hoch interessiert am neuen Rote Fahne Magazin, hatte aber leider kein Geld dabei… Wir knüpften Kontakte zu Greenpeace, dem BUND und Verkehrswende-Aktivisten vor Ort. In Zukunft werden wir mit einer größeren REBELL Gruppe also mit Sicherheit noch bessere Erfolge erzielen!

In den Gesprächen wurde deutlich, viele der Teilnehmer sind Bereit die Forderung „System change, not climate change“ ernst zu nehmen. So gab es große Zustimmung bei der Kritik am Kapitalismus, durch den mutwillig und mittlerweile gesetzmäßig die natürliche Umwelt zerstört wird – für den Maximalprofit der Monopole und einiger Weniger.
Zustimmung fand auch, dass das Problem weit größer ist als die bevorstehende globale Klimakatastrophe, uns droht nämlich eine ganze Umweltkatastrophe. Die Klimakatastrophe ist ein Teil davon, neben dem verschärften Raubbau an der Natur, dem millionenfachen Artensterben, der Vermüllung der Weltmeere, der Verseuchung der Luft und des Wassers durch giftige Schadstoffe und durch Nutzung von Atomkraft und vielen weiteren Faktoren.

Die meisten sahen sofort ein, dass es zum Kampf gegen Umweltzerstörung und Kapitalismus notwendig ist sich zu Organisieren, auch über die Bewegung hinaus. Nur so wird auch die Fridays for Future Bewegung eine Perspektive haben. Sie zeigten sich offen gegenüber dem REBELL und unserer Zukunftsperspektive, dem echten Sozialismus.

Bewährt hat sich in den Gesprächen unsere Aufforderung, sich im REBELL zu organisieren und das Pfingstjugendtreffen als Plattform für den Erfahrungsaustausch gemeinsam vorzubereiten. Manche waren zwar nachdenklich, wollten sich aber noch nicht festlegen. Da lag es an uns, hartnäckig zu bleiben, herauszufordern und immer neue Argumente zu entwickeln.

Es gab auch Gegenwind, der deutlich machte, dass es einen Richtungsstreit innerhalb der Bewegung gibt: Zweimal kamen Mitorganisatoren auf uns zu und betonten zunächst, dass sie es zwar gut fänden, dass wir als REBELL auf der Demo vertreten sind, aber ein Mal wurden wir aufgefordert unsere Fahne nicht zu schwenken und unten zu halten, weil „das Klima auf der Demo höher steht als irgendeine Partei/Organisation“ und das andere Mal wurden wir darauf hingewiesen, „dass Parteien an sich, also auch ihre Fahnen, eigentlich nicht erwünscht sind“ und wurden angehalten wir „sollen zwar informieren, aber nicht werben“.
Das ließen wir uns natürlich nicht gefallen! Wir diskutierten geduldig und traten selbstbewusst und offensiv für unsere demokratischen Rechte und für die Überparteilichkeit der Bewegung ein.
Denn MLPD und REBELL unterstützen die Bewegung mit organisatorischem Know-How und bieten eine gesellschaftliche Perspektive. Das ist natürlich ein Gegenprogramm zu Kräften, die versuchen die Bewegung in systemkonforme Bahnen zu lenken, wie es zum Beispiel Merkel oder auch die Partei der Grünen gerne hätten.

Alles in allem war die Demo ein Beweis für den fortschrittlichen Stimmungsumschwung der Massen und insbesondere der Rebellion der Jugend für eine bessere Zukunft, worauf wir uns beim weiteren REBELL-Aufbau stützen können.

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