Published on Januar 8th, 2019 | by E

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Gegen die rechte Hetze der BILD-Zeitung – Solidarität mit Alassa! Für das Recht auf Flucht!

Am 4. Januar 2019 veröffentliche die BILD-“Zeitung“ einen Artikel unter der Überschrift: „Der unfassbare Fall des Alassa M.“

Dieser Artikel betreibt rassistische Hetze gegen den mutigen Kameruner Flüchtling Alassa, verbreitet über den Fall bewusst Falschinformationen, um „den Asylaufreger des Jahres“ zu konstruieren. Der Jugendverband REBELL ist empört und protestiert entschieden. Mit Fakenews und alternativen Fakten im Stile Trumps macht sich die BILD zum Meinungsmacher für die AfD und die von Seehofer und Konsorten betriebene Verschärfung der Asylgesetze.

Die BILD schreibt, dass Alassa illegal nach Deutschland zurück gekommen wäre. Dabei hat er einen – rechtlich vollkommen abgesicherten – Asylfolgeantrag gestellt. Alassa wird unterstellt, er würde nach Deutschland kommen, um auf Kosten des Staates „Stütze“ zu kassieren. Frei von jedem Anstand und Schamgefühl unterstellt die hochbezahlte Redaktion einem Mann, der auf der lebensgefährlichen Flucht sein Kind verloren hat, solch niederen Motive.

Wir stellen dem die wahre Geschichte Alassas entgegen. Alassa floh aus Kamerun. Auf der Flucht, die ihn unter anderem in die berüchtigten brutalen Gefängnisse in Libyen führt, stirbt sein Sohn im Mittelmeer. In der Kleinstadt Ellwangen angekommen, setzt er sich dort gegen die Abschiebung eines Togolesen und des darauf folgenden brutalen Polizeieinsatz ein, ist anerkannter Freund und Sprecher der Flüchtlinge. Er ist Mitorganisator einer Pressekonferenz und Demonstration. Bezeichnenderweise nahm die BILD nicht an dieser Pressekonferenz teil, sprach unter Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht mit keinem einzigen der Betroffenen und verunglimpft nun das legitime Recht von Flüchtlingen auf eine eigene Meinung als „Randale“.

Der REBELL ist stolz, von Anfang an Teil des Freundeskreises gewesen zu sein, der Alassa unterstützt. Für seine Rückholung wurden über 20.000 Unterschriften gesammelt. Diese werden von der BILD als sich „strafbar“ machende „Linksaktivisten“ beschimpft. Die BILD echauffiert sich vor allem – wie könnte es anders sein – darüber, dass Alassa den Kapitalismus kritisiert. Wir fragen zurück: Der Kapitalismus jagt weltweit 67 Millionen Menschen auf die Flucht. Wer, der dieses Elend sieht und über gesunden Menschenverstand verfügt, stellt das politische System dahinter nicht infrage?! Laut Seehofer ist die Migration die Mutter aller Probleme. Doch der Kapitalismus ist die Mutter aller Probleme – und Seehofer ihr Vater. Zumindest von vielen.

Seehofer und Söder bekamen nach den Massenprotesten bei den Bayern-Wahlen eine ordentliche und wohlverdiente Klatsche. Er ist der mit Abstand unbeliebteste Minister, sein Rücktritt überfällig.

Doch mit dieser Aktion setzt er seine reaktionäre Politik fort. Deswegen geht das jeden an! Wir rufen die demokratische Öffentlichkeit auf, diese rassistische Hetze und Kriminalisierung von Alassa zurückzuweisen! Jeder weiß, dass es derzeit schlecht steht um die Zukunft der Jugendlichen der Welt. Die Jugend braucht das Recht, zu rebellieren.

Wir rufen alle Jugendgruppen, Cliquen, Schülervertretungen, Jugendgewerkschaftsgruppen, Antifa-Gruppen, betrieblichen Jugendvertretungen und Flüchtlingsinitiativen auf, sich mit Alassa zu solidarisieren und breiten Protest zu organisieren. Schreibt Protestbriefe an die verantwortlichen BILD-Redakteure und an Innenminister Seehofer.

Kurz nach Alassas Rückkehr nach Deutschland hatten wir Gelegenheit, mit ihm ein Interview zu führen, was man sich hier angucken kann.

Machen Sie sich/ macht ihr euch selbst ein Bild. Es ist eine Bestätigung, dass Alassa ein bescheidener Freiheitskämpfer ist und es eine glatte Verleumdung ist, ihn als Verbrecher darzustellen!

Hoch die internationale Solidarität!

Verbandsleitung Jugendverband REBELL*

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