Published on Januar 4th, 2019 | by E

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Die Welt schreit nach Veränderung! – Ziehen wir die Lehren aus 100 Jahre Novemberrevolution

Gemeinsame Erklärung der Jugendplattform des Internationalistischen Bündnisses und weiterer Organisationen

Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von faschistischen Freikorps feige ermordet. Damit endete die Novemberrevolution, blutig niedergeschlagen durch die kaiserlichen Militaristen und Ebert und Noske von der SPD. Die einst stolze SPD vollendete damit ihren Verrat an der Arbeiterklasse. Wir als fortschrittliche und revolutionäre Jugendorganisationen rufen dazu auf am 13. Januar 2019 im Geiste Rosa Luxemburgs, Karl Liebknechts und Lenins in Berlin zu demonstrieren. Nicht aus Nostalgie, sondern weil ihr Kampf für eine sozialistische Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung heute top aktuell ist.

Im November 1918 setzten Arbeiter und Soldaten mit der Novemberrevolution dem imperialistischen I. Weltkrieg, dem Morden und Hungern, ein Ende. Der Kaiser floh ins Ausland, in wenigen Wochen wurde mehr erreicht als vorher in Jahrzehnten: demokratische Rechte und Freiheiten, Koalitionsrecht und Betriebsräte, Frauenwahlrecht und der 8-Stunden-Tag.

Immer mehr Menschen spüren heute, dass es auf der Welt grundlegende Veränderungen braucht. Die Novemberrevolution beweist, das ist möglich. Wir treten dem konservativen Mantra der Herrschenden „man kann nichts machen“ und „das ändert sich nie“ entgegen. Die Welt braucht revolutionäre Veränderungen!

Revolutionäre Zeiten stehen bevor

Nach vier Jahren bestialischem Krieg stand Deutschland damals vor dem militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch. Die Kapitalisten waren außerstande wie bisher zu regieren, die Massen nicht mehr gewillt so weiter zu leben. Das sind die objektiven Bedingungen für eine Revolution.

Heute steckt der Imperialismus weltweit in einer tiefen Krise. Die mörderische Konkurrenz der Kapitalisten führt zu Handelskrieg, Rekordrüstung, blutigen Kriegen wie in Syrien oder Jemen. Die Gefahr eines III. Weltkriegs wächst. Verschärfte Ausbeutung in den Betrieben, rücksichtslose Umweltzerstörung trotz drohender globaler Umweltkatastrophe. 70 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Sehenden Auges steuern die Herrschenden die Menschheit in den Abgrund. Kein Menschheitsproblem wird gelöst, im Gegenteil entwickeln sich die Regierungen weltweit nach rechts. Dagegen entwickelt sich ein breiter Massenwiderstand. In Deutschland beteiligten sich 2018 1,5 Millionen an gewerkschaftlichen Streiks, weitere 1,3 Millionen an Protesten gegen die reaktionäre Flüchtlingspolitik, gegen neue Polizeigesetze, gegen Wohnungsnot und Mietwucher, die Zerstörung der Umwelt wie im Hambacher Wald, die Werbung der Bundeswehr an Schulen, gegen Faschisten, AfD und Co sowie in Solidarität mit dem kurdischen und palästinensischen Befreiungskampf. Die GroKo schleppt sich von einer zur nächsten Regierungskrise. Die bürgerlichen Parteien und ihre Institutionen stecken in einer tiefen Vertrauenskrise.

Welche Lehren können wir in bewegten Zeiten aus der Novemberrevolution ziehen?

Die Novemberrevolution wurde von der SPD Führung verraten. Friedrich Ebert, den die SPD bis heute hochhält, stellte sich scheinheilig an die Spitze der Revolution, um sie abzuwürgen. Als das mißlang machte er gemeinsame Sache mit der alten Heeresleitung des Kaisers und ließ die revolutionären Arbeiter und Bauern niederschießen. Das Bewusstsein der Arbeiter reichte nicht aus, ein großer Teil schenkte den Führern der SPD noch Vertrauen, fielen auf ihre verlogenen Rufe nach „Einheit“ herein. Eine „Einheit“ mit der SPD Führung, die 1914 den Kriegskrediten zustimmte. Der Novemberrevolution fehlte eine starke kommunistische Partei als Führung. Die KPD wurde erst im Januar 1919 unter Führung von Rosa und Karl gegründet. Es rächte sich, dass die Revolutionäre nicht früher und entschiedener die Trennung von den Opportunisten vollzogen hatten. Jede fortschrittliche oder revolutionäre Bewegung muss sich klar werden, wer Freund und Feind ist. Am gefährlichsten sind dabei die falschen Freunde.

Heute gibt es eine breite Bewegung gegen die Rechtsentwicklung der Regierung, von Religion bis Revolution. In heller Aufregung über die schiere Masse von 250.000 Demonstranten forderte die BILD am Tag nach #unteilbar: „teilt euch … von Extremisten“. Ganz in diesem Sinne betreiben Funktionäre der Jusos, Grüne Jugend, Attac und Antideutsche eine antikommunistische Spaltung der verschiedensten Bündnisse. Parteien die selbst Polizeigesetze beschließen oder gar in der Bundesregierung sitzen, wollen die Protestbewegung schrittweise liquidieren und richten sich dabei besonders gegen MLPD, REBELL und InterBündnis. Gerade unter der Jugend wächst die grundsätzliche Kapitalismuskritik. Der moderne Antikommunismus soll jede Suche nach einer gesellschaftlichen Alternative ersticken und der Bewegung damit ihre Perspektive nehmen. Die Rechtsentwicklung der Regierung kann gestoppt werden – wenn die Bewegung breit und überparteilich bleibt und mit den antikommunistischen Spaltungsversuchen fertig wird.

2016 hat sich das Internationalistische Bündnis mit inzwischen 34 Organisationen und vielen Einzelpersonen gegründet. Wir sind Organisationen der Jugendplattform im Internationalistischen Bündnis und weitere Jugendorganisationen. Im 100. Jahr der Novemberevolution wollen wir einen Beitrag leisten die fortschrittlichen, revolutionären, klassenkämpferischen, internationalistischen und antifaschistischen Kräfte in Deutschland enger zusammenzuschließen und rufen in diesem Sinne gemeinsam zu den Lenin-Liebknecht-Luxemburg Aktivitäten auf!

Kommt am 13. Januar 2019 zur Lenin-Liebknecht-Luxemburg Demonstration!

10 Uhr vom U-Bhf. Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde

Anschließend Kundgebung, Kranzniederlegung und stilles Gedenken an der Gedenkstätte der Sozialisten.

Unterstützer (Stand Dezember 2018):
//Jugendverband REBELL
//JXK (Studierende Frauen aus Kurdistan)
//RAF Berlin (Roter Aufbau Friedrichshain)
//YXK (Verband der Studierenden aus Kurdistan)
//YDG (Neue Demokratische Jugend)

 

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