Published on November 19th, 2018 | by K

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So war die Herbststudienfreizeit in Truckenthal

Nach der Studien- und Theaterfreizeit in Daaden ist jetzt auch die Studienfreizeit in der Ferienanlage Truckenthal zu Ende. Das Thema war „100 Jahre Novemberrevolution“. Wir vom Jugendverband REBELL wollen mit diesem Bericht einen Eindruck vermitteln und für die Teilnahme im nächsten Jahr motivieren.

Der Unterschied zwischen Ankunft und Abfahrt war dramatisch. Am Anfang kannten sich die wenigsten und auch die kleine Sprachbarriere zwischen den deutschen Teilnehmern und nigerianischen Flüchtlingen wirkte hinderlich. Im Laufe der Woche sind wir jedoch zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen.

Montags starteten die meisten gleich mit der Einführung der wissenschaftlichen Methode des Konspektierens, welche für das weitere Studieren äußerst hilfreich war. Allerdings nützt einem das Konspektieren auch noch im weiteren Leben, um Texte tiefer zu verstehen und sich auch kritisch mit ihnen auseinander zu setzen. Rundum wurde dies sehr positiv aufgenommen.

Eine größere Schwierigkeit, besonders beim Frühsport, war die Kälte. Insgesamt blieben wir dennoch standhaft. Kalt war es ja auch während der Novemberrevolution. Eindrücke über diese bekamen wir bei einem Filmabend und natürlich in unserem Studium.

Hauptsächlich haben wir die Broschüre „100 Jahre Novemberrevolution“ studiert, in der die wichtigsten Ereignisse und Lehren der Novemberrevolution zusammengefasst sind. Ausgehend davon standen auch noch Briefe und Texte von Lenin und Artikel zu dem Thema zur Auswahl. Auch die Lehre, dass man eine starke Kommunistische Partei für eine sozialistische Revolution braucht, wurde gleich umgesetzt, indem Interessenten sich mit dem Parteiprogramm der MLPD beschäftigten. Besonders in der englischsprachigen Gruppe wurde es intensiv behandelt und weltanschaulich diskutiert.

Neben dem Studium ist natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz gekommen. Abends organisierten wir zum Beispiel ein Tischtennisturnier, eine Nachtwanderung zu Halloween oder einen Liederabend am Lagerfeuer. Zusammen mit den Pausen war so genug Zeit um sich kennenzulernen und neue Freundschaften zu knüpfen. Es bestand eine große Offenheit und so wurde auch gerne über „schwierige“ Themen im alltäglichen Leben diskutiert, wie Religion, Sexismus und Beziehungen. Eine junge Teilnehmerin (13, Schülerin) sagte dazu: „Jeder wird hier so angenommen, wie man ist. Und das ist eigentlich ein geiles Gefühl hier.“

So wurde nicht nur etwas über die Novemberrevolution gelernt, die in der Schule meistens nicht wirklich, oder nur sehr kurz, behandelt wurde, sondern auch „Was Zusammenhalt bedeutet.“

Der Zusammenhalt war auch spürbar bei unserem Arbeitseinsatz für die Ferienanlage, bei dem wir uns an der Vorbereitung für den Winter beteiligten.

Außerdem nutzten wir unsere Lage in Thüringen, indem wir zwei Ausflüge in die Region machten und neben Unterstützungsunterschriften für die Wahlzulassung der Internationalistischen Liste/MLPD zur Landtagswahl in Thüringen, auch 50 Unterschriften für den Ellwangen Appell sammelten. Die Kontakte, die wir dabei geknüpft haben wurden auch für unsere Abschlussfeier am Samstag eingeladen.

Neben Teilnehmern und Betreuern der Herbststudienfreizeit und unseren Kontakten, waren auch andere Gäste und das Personal der Ferienanlage eine Bereicherung auf unserer Feier. Nach dem typisch afrikanischen Essen gab es ein von den Teilnehmern vorbereitetes Programm. Mit Liedern und einem Gedicht als kulturelle Beiträge haben wir unsere Woche Revue passieren lassen und daran auch die Arbeit des REBELL vorgestellt. Danach wurde noch lange getanzt und sich unterhalten.

Der Abschied am Tag danach war schwer, aber trotzdem zuversichtlich. Auf die Frage, ob man die Herbststudienfreizeit weiterempfehlen würde, wurde geantwortet: „Ja, auf jeden Fall. Man kann hier noch so viel lernen.“

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