Published on September 21st, 2018 | by K

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Hambacher Wald: Wir sind gegen Braun! Ob in Regierung oder Energie!

Von der aktuellen Rechtsbewegung in der Regierung ist nicht nur die Flüchtlings- und Migrationspolitik sonder auch die Umweltpolitik betroffen. Das aktuellste Beispiel ist die geplante Rodung des Hambacher Forstes, was die Ausdehnung des Braunkohletagebaus bedeutet.

Seit 40 Jahren, 1987 baut RWE im Rheingebiet Braunkohle ab. Zwischen Aachen, Köln und Mönchengladbach soll ein über 450 Meter tiefes Loch gegraben werden. Das sind ganze 125 Meter tiefer als die Eiffelturm in Paris hoch ist. In diesem Vorhaben werden 15,4 Milliarden Tonnen Abraum abgetragen, jedoch nur 1,5 Milliarden Tonnen Braunkohle gewonnen. Zusätzlich werden bis 2040 5.200 Menschen vertrieben und zwangsumgesiedelt.

Der Braunkohleertrag wird hauptsächlich im Kohlekraftwerk Niederaussem verbrannt. Dort werden jährlich ca. 270 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid, 400 Tonnen Feinstaub und 530 kg Quecksilber, Cadmium, Blei und Arsen freigesetzt.

Tagebaubetreiber und Behörden leugneten jahrelang die Schädlichkeit der Emissionen, die durch den Tagebau verursacht werden.

Seit Jahren schon haben Aktivisten den Hambacher Forst besetzt doch erst seit diesem September wurden Gesetzgebungen geändert wodurch Baumhäuser als Gebäude klassifiziert werden und somit verschieden Richtlinien gerecht werden müssen. So heißt es nun, dass die Baumhäuser der Aktivisten auf Grund von Brandschutzgründen abgerissen werden müssen. Dies ist ein klares Beispiel, wie die Regierung Politik für die Konzerne und nicht den Umweltschutz macht, den sie in den letzten Jahren angeblich so groß geschrieben hat. Auch der Wille der Bevölkerung wird hier dreist ignoriert, da nicht nur die Aktivisten, die den Wald besetzen gegen den Tagebau sind, sondern ganze 71% der Bevölkerung in Deutschland., wie eine Umfrage 2016 herausfand.

Wir zeigen Solidarität mit den Aktivisten im Hambacher Forst und unterstützen den Kampf gegen die profitgierigen Energiekonzerne wie RWE. Damit unsere Arbeit am effektivsten gestaltet werden kann müssen sich auch außerhalb des Waldes viel mehr Menschen für die Umwelt und eine revolutionäre Alternative einsetzen, um die Ausbeutung von Mensch und Umwelt langfristig zu beenden.

Wir treffen uns am Sonntag den 23.09.2018 um 10:15 Uhr am Haupteingang vom Deutzer Bahnhof um an den Protesten im Hambacher Forst teilzunehmen. Termine für die nächsten Proteste setzen wir in den nächsten Tagen auf die Homepage.

Korrespondenz REBELL Köln

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