Published on März 20th, 2018 | by K

Efrin-Aktionstag: Ein Signal des gemeinsamen Kampfs gegen den Imperialismus

Erklärung der MLPD zum Efrin-Aktionstag von ICOR und ILPS

„Der weltweite Efrîn-Aktionstag am 20./21. März wird ein Signal des gemeinsamen Kampfs gegen den Imperialismus geben“

Nach fast zwei Monaten des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs der Türkei haben die Selbstverwaltungsorgane von Efrîn (Rojava/Nordsyrien) am Wochenende die weitgehend kampflose Räumung der Stadt veranlasst. Während das faschistische Erdogan-Regime zur brutalen Stürmung der Stadt entschlossen war, retteten die kurdischen Befreiungskämpfer mit diesem taktischen Rückzug das Leben und die Gesundheit von zehntausenden Menschen.

„In dieser Situation wächst die Bedeutung des weltweiten Aktionstags von ICOR (Internationale Koordinierung Revolutionärer Parteien und Organisationen) und ILPS (Internationaler Bund der Volkskämpfe) zur Efrîn-Solidarität, der am 20./21. März stattfinden wird“ erklärt Gabi Fechtner, die Vorsitzende der MLPD.

„Es wird ein Tag, an dem weltweit revolutionäre und fortschrittliche Organisationen und Einzelpersonen gemeinsam mit um ihre Befreiung kämpfenden Kurden demonstrieren werden. In Deutschland werden Demonstrationen, Kundgebungen und ähnliche Aktionen in ca. 50 Städten
vorbereitet.

Am Angriff auf Efrîn sind verschiedenste „alte“ imperialistische Mächte, allen voran die USA, die NATO oder auch die Bundesregierung und neuimperialistischen Kräfte wie Russland, Türkei oder Saudi-Arabien aktiv beteiligt. Sie haben ganz bewusst die Schwächung der Front gegen den faschistisch-islamistischen IS in Kauf genommen. Es ist an Demagogie kaum zu überbieten, wenn sich Erdogan, der immerhin ein anderes Land überfallen hat und gegen Kräfte vorgeht, die für Demokratie und Freiheit stehen, sich nun als Befreier darstellt. Die neuimperialistische Türkei hat sogar die Zusammenarbeit mit islamistisch-faschistischen Kräften wieder verstärkt. Sie hat diese an die Spitze ihrer Invasionstruppen gestellt, wo sie sich besonders eifrig durch Plünderungen und Gräueltaten an der Zivilbevölkerung hervortun.

Es ist deshalb besonders wichtig, dass sich dieser Aktionstag gegen alle imperialistischen Mächte und den Imperialismus als Feind aller Arbeiter und Völker richtet,“ so Gabi Fechtner weiter.

„In Deutschland werden wir diesen Tag nutzen, um den gemeinsamen Kampf gegen den Rechtsruck der Bundesregierung zu verstärken. Offensichtlich spekuliert der BRD-Imperialismus darauf, seinen Einfluss in Syrien und der Region über eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem faschistischen Erdogan-Regime auszubauen. Dazu hat die Bundesregierung diesen faschistischen Überfall mit Waffen, Aufklärungsflügen und repressiver Behinderung der Friedensproteste und der internationalen Solidarität in Deutschland mitgeführt.“

„Jetzt wird von bürgerlichen Politikern und einigen Medien das Schreckgespenst einer angeblichen kurdischen Anschlagsserie, die eine ungeahnte Dimension habe, an die Wand gemalt. Dabei haben führende Vertreter der kurdischen Befreiungsbewegung – wie Salih Müslim – mehrfach erklärt, dass Proteste ihrer Anhänger friedlich und unter Beachtung der Gesetze in Deutschland ablaufen sollen. Es wäre nicht das erste Mal, dass aus Staatsschutzkreisen oder vom türkischen Erdogan-Regime solche Terrorakte inszeniert werden, um die öffentliche Meinung zu gewinnen und Unterdrückungsmaßnahmen zu rechtfertigen.“

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