Published on Januar 3rd, 2018 | by K

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Aufruf zur LLL Demo 2018: 100 Jahre Novemberrevolution!

100 Jahre Novemberrevolution! Am 14. Januar 2018 auf die Straße, gegen Faschismus, imperialistische Kriege und für den echten Sozialismus!

Am 09. November 1918 erklärte Karl Liebknecht: „Der Tag der Revolution ist gekommen. Wir haben den Frieden erzwungen. Das Alte ist nicht mehr. In dieser Stunde proklamiere ich die freie sozialistische Republik Deutschlands!“ Das war die revolutionäre Antwort der Arbeiter und Soldaten auf das grausame Kriegsgemetzel des I. Weltkriegs.

Das deutsche Kaiserreich hatte sich zu einem neuen imperialistischen Räuber entwickelt. Der I. Weltkrieg war kein „Unfall der Geschichte“, sondern eine Schlacht der alten und neuen Imperialisten um die Neuaufteilung der Welt. Solange es Kapitalismus gibt wird es Kriege geben. Wer dauerhaften Frieden will muss gegen die gesellschaftliche Ursache, den Kapitalismus kämpfen!

Auch heute hat sich eine ganze Reihe neuer imperialistischer Mächte wie Russland und China entwickelt, die auf eine Neuaufteilung der Welt drängen. Die alten Imperialisten, vorneweg USA als Hauptkriegstreiber, aber auch die EU, verteidigen aggresiv ihren Herrschaftsanspruch und wollen ihn ausbauen. Die Gefahr eines III. Weltkriegs wächst bedrohlich. Es ist höchste Zeit für revolutionäre Antworten auf die Kriege, Krisen, Hunger und Umweltzerstörung der Imperialisten!

100 Jahre Novemberrevolution

1918 stürzten bewaffnete Soldaten, Arbeiter und Matrosen den deutschen Kaiser und erzwangen damit das Ende des I.Weltkrieges. Viele erkämpfte Rechte der Massen gehen auf die Novemberrevolution zurück: der 8-Stunden-Tag, das allgemeine Wahlrecht und damit erstmals das Frauenwahlrecht in Deutschland, Betriebsräte und vieles mehr. Es tobte eine heftige Auseinandersetzung um den Weg der Revolution. Viele wollten eine sozialistische Revolution nach dem Vorbild der Oktoberrevolution 1917 in Russland, mit der erstmals in der Menschheitsgeschichte die Diktatur des Kapitals gestürzt und die Diktatur des Proletariats aufgebaut wurde. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht standen als Kommunisten an der Spitze der Novemberrevolution.

Diktatur des Proletariats: Wissenschaftlicher Begriff von Karl Marx und Friedrich Engels. Hinter den bürgerlichen Parlamenten, Regierung und Institutionen verbirgt sich letztlich die Alleinherrschaft der kapitalistischen Klasse, die Ausbeutung und Unterdrückung betreibt. Dieser muss eine Alleinherrschaft jener Klasse entgegengesetzt werden, die keinerlei Interesse an Ausbeutung und Unterdrückung hat: die besitzlose Arbeiterklasse, das Proletariat. Bis heute zieht dieser Begriff Hass und Hetze aller Antikommunisten auf sich. Links sein ist fast mainstream, aber wehe man will ernsthaft die Diktatur der Monopole stürzen. Den Kapitalismus heute offen zu propagieren ist schwierig. Deshalb konzentrieren sich die Herrschenden auf die Verbreitung des modernen Antikommunismus, der die Diktatur des Proletariats und alle die daran festhalten mit übelster Hetze überzieht und verstärkt zu Repression übergeht. REBELL und MLPD verbreiten stolz die Freiheitsideologie des Kommunismus!

Die rechte SPD-Führung setzte erst alles daran die Novemberrevolution abzuwürgen. Als das misslang, ging sie offen zur Konterrevolution, zum Kampf für den Machterhalt der Bourgeoisie über. Es fehlte schmerzlich eine starken Kommunistischen Partei, die die Revolution geführt und der Masse der Arbeiter geholfen hätte mit der Demagogie der SPD-Führung fertig zu werden. Am 15. Januar 1919 wurden Rosa und Karl von faschistischen Freikorps in Berlin ermordet. Erst in der Novemberrevolution war viel zu spät die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) gegründet worden. Seit 1924 wird der russische Revolutionär Lenin in das jährliche Gedenken in Berlin mit einbezogen. Er steht für die entscheidende Lehre aus der Novemberrevolution: Für den Sieg der Revolution reicht es nicht aus, dass eine revolutionäre Situation ausreift. Es braucht eine starke, erfahrene und unter den Massen verankerte Kommunistische Partei.

Und heute?

Weltweit rebellieren die Menschen gegen die Auswüchse des Imperialismus. Dabei wächst die Kritik daran, dass die gesamte Gesellschaft den Profitinteressen einiger weniger unterworfen ist. 2017 haben REBELL und MLPD gemeinsam mit dem internationalistischen Bündnis als Internationalistische Liste/ MLPD zur Bundestagswahl kandidiert. In hunderttausenden Gesprächen wurde deutlich: Die Suche nach einer gesellschaftlichen Alternative, die Offenheit für den echten Sozialismus wächst. Auch drei Monate nach der Bundestagswahl ist noch keine Regierungsbildung gelungen, die Herrschenden stecken in einer offenen politischen Krise. 2017 demonstrierten 150.000 gegen den G-20 Gipfel, Zehntausende gegen Abschiebungen, den Rechtsruck der Regierung, gegen AfD und Co. Die Jugend steht dabei vorne dran. Diese neue Jugendbewegung ist ein ermutigendes Zeichen: Wir wollen nicht im kapitalistischen Krisenchaos untergehen! Es ist aber eine kleinbürgerlich-anarchistische Illusion, dass sich die Kämpfe von alleine, spontan zu einer Revolution entwickeln würden.

Mit dem Betrug fertig werden

Dagegen haben die Herrschenden heute ein ganzes System zur Manipulierung der öffentlichen Meinung entwickelt. Demagogisch werden Arbeiter- und Umweltbewegung gegeneinander ausgespielt. Mit der bürgerlichen Jugendkultur versuchen sie, uns von der organisierten Rebellion abzuhalten, uns für die individuelle Erfüllung spießig-kleinbürgerlicher Lebensziele zu gewinnen. Die Diktatur des Kapitals wird als „bürgerlich-demokratische Grundordnung“ verschleiert und der Sozialismus diskreditiert. Auf den Protest der Massen reagieren die Herrschenden weltweit zugleich mit einem Rechtsruck und offener Unterdrückung. Sie betreiben selbst eine immer reaktionärere Politik, bereiten sich unter dem Begriff „Antiterrorkampf“ auf die Aufstandsbekämpfung vor und fördern bewusst den Aufbau ultrarechter und faschistoider Parteien wie der AfD in Deutschland.

Für einen neuen Aufschwung im Kampf um den echten Sozialismus reicht es also nicht aus, dass der Kapitalismus zunehmend in die Kritik gerät, oder der Betrug beginnt an Wirkung zu verlieren. Die Massen müssen mit dem ausgeklügelten System der kleinbürgerlichen Denkweise bewusst fertig werden.

Das unterstreicht die wichtigste Lehre von 100 Jahre Novemberrevolution. Die Stärkung der Revolutionären Partei und ihres Jugendverbands! Die MLPD steht für internationale Arbeitereinheit statt sozialchauvinistische Spaltung in verschiedene Konzernbelegschaften oder Standorte. Sie fördert den Weg des konsequenten Kampfes und kritisiert das Co-Management der rechten Gewerkschaftsführung. Die MLPD stellt ihre Erfahrung aus 40 Jahren Parteiaufbau zur Verfügung und organisiert die Kämpfe um Reformen als Schule des Klassenkampfes. Die MLPD ist Aktivposten der revolutionären Weltorganisation ICOR (Internationale Koordinierung Revolutionärer Parteien und Organisationen) mit 50 Parteien und Organisationen aus der ganzen Welt.

Seit 2016 arbeiten wir aktiv mit am Aufbau des internationalistischen Bündnis. Es schließt bereits 18 Organisationen und Tausende Einzelpersonen gegen den Rechtsruck der Regierung zusammen.

Im REBELL sind Schüler, Studenten, Arbeiter, Arbeitslose organisiert. Disziplin und Demokratie, Geduld und Schlagkraft, lokale Gruppen und bundesweite Organisation, Meinungsstreit und unverbrüchliche Solidarität, organisatorische Selbstständigkeit und gemeinsame Politik mit der MLPD, Tageslosungen und das strategische Ziel des echten Sozialismus – das macht den REBELL aus.

Wer dem Imperialismus an die Wurzel gehen will, eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung erkämpfen möchte, der sollte 2018 Mitglied im Jugendverband REBELL und der MLPD werden!

Willst Du mitfahren? Melde Dich hier an!

 

Programm:

13.01.18

Stadtführung „Auf den Spuren 100 Jahre Novemberrevolution“:

15:00 Uhr, Treffpunkt Rathausstr. 15, Berlin Mitte

 

Abendveranstaltung:

Gemeindesaal in der Bandelstraße 42 in Berlin Moabit

Einlass: 18:00 Uhr

Beginn: 19:00 Uhr

Eintritt: 2/3 Euro

Programm: Internationale Arbeiterlieder, zukunftsweisende Rede, Ska-Rock Band The Boom, Rap mit S. Castro, …

Übernachtung:

Für die Übernachtung braucht ihr Schlafsack und Isomatte.

Kosten für Übernachtung und Frühstück 8/10 Euro.

Demo am Sonntag:

Treffpunkt um 9:00 Uhr am Frankfurter Tor/ U-Bahnhof

Video vom letzten Jahr:

 

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