Published on November 9th, 2017 | by K

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Highlight der revolutionären Weltbewegung: ICOR-Seminar erfolgreich stattgefunden

Am Sonntag, den 29.10.2017 um 15:45 Uhr war das Seminar der ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) zu den theoretischen und praktischen Lehren der Oktoberrevolution abgeschlossen. Mit dem gemeinsamen Singen der „Internationale“, dem traditionsreichen Lied der weltweiten revolutionären Bewegung, endeten drei intensive, streitbare, anstrengende, kulturvolle und erhebende Tage für die rund 1050 Teilnehmer. Es waren Delegationen bzw. Vertreter aus sage und schreibe 44 Länder und über 60 Organisationen vertreten. Die drei Seminartage waren aufgeteilt in sechs Themenblöcke zu unterschiedlichen Fragen der Oktoberrevolution, des sozialistischen Aufbaus in der Sowjetunion und Schlussfolgerungen daraus für heute. Zu jedem Block hielt je ein internationaler Vertreter einen Einleitungsbeitrag, dann ging die Diskussion los. Sie wurde im Auftrag der ICOR von Stefan Engel, dem langjährigen Vorsitzenden der MLPD gestützt auf das Präsidium, geleitet.

Stefan Engel

Von Anfang an ging es ziemlich zur Sache. Über manche Fragen wurde auch kontrovers, aber immer ernsthaft und mit großer solidarischer Streitkultur diskutiert. Die These der MLPD über die Herausbildung neuimperialistischer Länder wurde von vielen internationalen Teilnehmern aufgegriffen, von manchen mit eigenen Analysen unterstrichen von anderen kritisch in Frage gestellt. Auch um die Frage, ob der Aufbau des Sozialismus in einem Land heute noch möglich ist und angestrebt werden muss, entfaltete sich eine spannende Auseinandersetzung. Natürlich werden sich so viele unterschiedliche Organisationen nicht in einer Diskussion in allen Fragen einig. Aber der Grundgedanke der ICOR ist, dass die Revolutionäre der Welt in 80% der Fragen einig sind und dort unbedingt zusammenarbeiten müssen. Die 20% Widersprüche kann man in einer sachlichen Diskussion klären, voneinander lernen und auch so immer mehr zusammenwachsen. Das Seminar hat viel dazu beigetragen die Widersprüche zu Tage zu fördern und damit aufzuzeigen was wir in nächster Zeit intensiver diskutieren müssen. So werden wir in der Lage sein, eine dem Imperialismus überlegene Kraft aufzubauen und einen neuen Anlauf für Aufbau des Sozialismus zu wagen. „100 Jahre Oktoberrevolution sind 100 gute Gründe, die revolutionäre Bewegung vorwärs zu bringen“ sagte die Hauptkoordinatorin der ICOR, Monika Gärtner-Engel.

Über 1.050 Menschen nahmen an dem internationalen Seminar der ICOR und IKMLPO teil

Es war ein theoretisches Seminar auf sehr hohem Niveau – aber keine Insiderdiskussion von selbsternannten Experten. Es war schon gar kein nostalgisches „Nachtrauern“ vergangener goldener Zeiten wie man das von so manchen Revisionisten aus der DKP kennt. Es war ein wirkliches Massenseminar, wo sich revolutionäre Führer, Arbeiter, Weltfrauen und Jugendliche auf Augenhöhe um die gemeinsame Sache streiten. Beeindruckend war die gute Organiation. Trotz der Anzahl der Teilnehmer wurde immer pünktlich begonnen, die Redezeit eingehalten, in der Pause über 1.000 Leute mit Essen versorgt, auf die Sicherheit geachtet usw. Das war unerlässlich für die fruchtbare und gleichberechtigte Diskussion.

Auch mehrere REBELLEN haben das Wort ergriffen. Zum Beispiel über die Frage, wie Lenin immer großes Vertrauen in die Jugend gesetzt hat, und gleichzeitig das Lernen als Hauptaufgabe des kommunistischen Jugendverbands Komsomol in der Sowjetunion gestellt hat, die Jugend gefordert und gefördert hat und was das für unsere Arbeit heute bedeutet. Oder warum Scharmützel mit der Polizei bei den G20-Protesten nichts mit revolutionärer Gewalt zu tun haben. Die russischen Revolutionäre haben vor dem bewaffneten Aufstand eine intensive geduldige Überzeugungsarbeit unter den Massen gemacht und die kommunistische Partei aufgebaut. Auch heute in der noch nichtrevolutionären Situation in Deutschland ist genau das die Hauptaufgabe.

Redebeitrag von Mitgliedern des Jugendverband REBELL

Ein begeisternder Höhepunkt war das internationale Kulturfest am Samstag Abend. Es begann mit einer Rede von Gabi Fechtner, der Parteivorsitzenden der MLPD. Sie griff offensiv den modernen Antikommunismus an, der die übelste Hezte gegen die Oktoberrevolution, Lenin und den Sozialismus betreibt. Wir lernen ja zum Beispiel im Schulunterricht, die Oktoberrevolution sei ein Putsch ohne Rückhalt in der Bevölkerung gewesen. Das ist nichts als eine glatte Lüge. Gabi Fechtner warf die Frage auf, was denn die Antikommunisten und Verteidiger des Kapitalismus für fortschrittliche Errungenschaften für die Menschheit vorzuweisen haben. Gar keine! Die Revolutionäre in Russland hingegen beendeten in wenigen Tagen nach der Revolution den ersten Weltkrieg für Russland, enteigneten die Großgrundbesitzer zugunsten der Bauern und führten nie gekannte Rechte und Freiheiten für die Arbeiter, Bauern und Frauen ein wie den 8-Stunden-Tag, besonderer Arbeitsschutz für Frauen, Verbot der Zwangsehe…

Ein zweites Highlight war eine große Revue über die Ereignisse vor, während und nach der Oktoberrevolution. Sie bestand aus einer Kombination aus Theaterbeiträgen, Musik und Filmszenen. Neben professionellen Schauspielern waren auch viele Rebellen und Kinder der Rotfüchse beteiligt. Die Revue versprühte durch ihr hohes schauspielerisches Niveau und aufwändige Vorbereitung große Begeisterung auf die Zuschauer. Vier Vertreter aus Frankreich meinten am Schluss des Seminars auf die Frage, was ihnen besonders gefallen hat, dass die Jugendlichen bei der Revue sie tief beeindruckt hätten.

Lied zur Oktoberrevolution auf dem Kulturfest

Die drei Tage Seminar waren ein Gemeinschaftsprojekt, für das wahnsinnig viel Organisationsarbeit geleistet wurde, alles auf freiwillige Helfer und Spenden gestützt. Die Teilnehmer gingen um viele Erkenntnisse und eindrückliche Erinnerungen reicher nach Hause.

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