Published on Oktober 5th, 2017 | by K

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Leben und Kampf eines aufrichtigen Antifaschisten und Kommunisten

Kurt Dimler – Leben und Kampf eines aufrichtigen Antifaschisten und Kommunisten

Wir lernten Klaus Dimler, Kurt Dimlers Sohn, 2016 in Thüringen im Kampf gegen die Faschisten-Konzerte in Hildburghausen kennen. Seitdem verbindet uns eine enge Freundschaft. Sein Vater war ein kommunistischer Insasse im Konzentrationlager Buchenwald. Deshalb beschlossen wir, gemeinsam einen Bericht über das Leben und Wirken Kurt Dimlers herauszugeben, der eine wichtige Mahnung und Ansporn für alle Revolutionäre und Freiheitsliebenden ist.

Im Vorwort schreibt Klaus Dimler uns:
„Als die Überlebenden Häftlinge von Buchenwald den in die Geschichte eingehenden Schwur ablegten, konnten sie nicht ahnen, dass er bis heute nicht in Erfüllung gehen sollte.

Daher haben sich am 25.01.2009 noch einmal die letzten lebenden Häftlinge an die Weltöffentlichkeit gewandt. Unter anderem heißt es:
„Die letzten Augenzeugen wenden sich an Deutschland, alle europäischen Staaten und die internationale Völkergemeinschaft, die menschliche Gabe der Erinnerung und des Gedenkens auch in Zukunft zu bewahren und zu würdigen. Wir bitten die jungen Menschen, unseren Kampf gegen die Naziideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen, eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus keinen Platz haben darf.“

Zu diesen jungen Leuten zähle ich auch die „jungen Rebellen“ als Jugendorganisation der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD). Sie haben begriffen, dass nur der geeinigte Kampf eine erneute politische Machtergreifung der Faschisten verhindern kann. Sie reichen dazu jedem aufrechten, mutigen Antifaschisten die Hand. Dazu haben sie unter anderem das Internationalistische Bündnis gegründet. …“

Der Bericht gibt einen lebendigen Einblick über das positive Wirken der Kommunisten im Bündnis mit den anderen Häftlingen unter grausamsten Bedingungen:

„Ein ganz wichtiges Thema war, den Häftlingen Mut zum Leben zu vermitteln, siehe den Inhalt des Buchenwaldliedes. Das illegale Lagerkomitee organisierte nach und nach, vor allem in der Effektenkammer, Kultur- und Kunstabende. Es wurden Posten aufgestellt, die, wenn die SS in der Nähe war, das meldeten. In den Werkstätten wurden heimlich Kunstgegenstände, Schnitzereien und Gemälde hergestellt.

Im Laufe der letzten Jahre tauchte bei mir immer wieder die Frage auf, wie konnte er fast elf Jahre in qualvoller Gefangenschaft überleben. Es war wohl der gemeinsame Lebenswille der politischen Gefangenen, der geeinigten Linken, der Volksfront in Buchenwald und der Solidaritätsfront, zu überleben.
Erst war es wohl nur ein Wunsch, dann kam nach und nach die Ahnung und nach der Schlacht um Stalingrad die Gewissheit über den Sieg vor allem von der Roten Armee und später der Verbündeten.“

Der Rest ist Geschichte. Buchenwald war das einzige KZ, dass sich noch vor Ende des Krieges selbst befreite. Doch auch heute muss es wieder für uns heißen: Wehret den Anfängen!

Die Broschüre kostet 2,50 Euro und kann in der Geschäftstelle des REBELL bestellt werden.

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