Published on Oktober 3rd, 2017 | by K

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Abschiebeterror stoppen – starkes Signal in Düsseldorf vor der Bundestagswahl

Unter dem Motto „Abschiebeterror stoppen – Fluchtursachen bekämpfen“ fand am Samstag den 23.9. eine sehr lebendige Demonstration und ein Konzert in der Düsseldorfer City statt. Dazu aufgerufen hatten die Wählerinitiative Düsseldorf/Neuss der Internationalistischen Liste sowie die Jugendplattform des Internationalistischen Bündnis. Der Jugendverband REBELL und AKAB (Antikapitalistische Aktion Bonn) machten auf der kurzen Auftaktkundgebung deutlich, dass die menschenverachtende Flüchtlingspolitik der Regierung nicht zu akzeptieren ist: Flüchtlinge werden ins Kriegsland Afghanistan abgeschoben, die Abschottungspolitik der EU hat tausende Tote allein schon in diesem Jahr im Mittelmeer zu verantworten, Flüchtlinge leben hier in Deutschland oft unter unwürdigen Bedingungen und werden als „Menschen 2. Klasse“ behandelt. Sie machten deutlich: Wer die Losung „Für das Recht auf Flucht“ unterstützen will, muss am 24.9. Internationalistische Liste/MLPD wählen. Zugleich werden Wahlen dieses System, das die Fluchtursachen hervorbringt, nicht grundsätzlich verändern. Jeder muss sich überlegen, darüber hinaus aktiv zu werden und sich zu organisieren!

Mit Beiträgen und Parolen am offenen Mikrofon wurden viele Hundert Menschen mitten in der Düsseldorfer City erreicht und zum Mitdemonstrieren sowie dem anschließenden Konzert eingeladen. Hunderte Wahlprogramme der Internationalistischen Liste/MLPD wurden verteilt und einige neue Mitstreiter trugen sich als Unterstützer ein.

Die Demo führte auf den Grabbeplatz in der Altstadt, wo direkt im Anschluss das Konzert stattfand. Mit Rock, Pop, kurdischer Musik, Punk, eigenen Liedern und gecoverten Songs war für jeden Geschmack was dabei und die Tanzfläche schnell eröffnet. Gehörwäsche aus Köln, Karl-Luis aus Wuppertal, Siyar Agri & Schero Bate aus Rojava/Dortmund und Herbert Nussbaum, Direktkandidat in Düsseldorf, beglückten die ca. 150 Zuhörer und weitere hunderte Passanten. Die Pausen zwischen den Bands wurden genutzt für Statements von Bündnispartnern und Kandidaten, die für den morgigen Wahltag um jede Stimme warben und auch deutlich machten, dass wir den Kampf gegen Abschiebungen und Fluchtursachen natürlich konsequent weiter führen werden und dafür noch viele weitere Menschen aktiv werden müssen.

Eine besondere Highlight war die Band Third Party Incidents aus London. Sie sind gerade auf Tournee, kamen zufällig vorbei, fanden das Anliegen genau richtig und fragten, ob sie auch noch spielen dürften. Gesagt, getan, sie brachten ihr Equipment und rockten zum Abschluss unseres Konzerts nochmal den Grabbeplatz.

Korrespondenz Düsseldorf

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