Published on September 21st, 2017 | by K

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Rebellion gegen die massenhafte Arbeitsplatzvernichtung in der Stahlindustrie ist gerechtfertigt!

Der Angriff von thyssenkrupp und dem indischen TataKonzern mit der Fusion ihrer Stahltöchter in Europa ist ein Angriff auf alle Arbeiter. Mancher hat schon Jahrzehnte bei TKSE gearbeitet und soll jetzt auf der Straße landen. Jeder Arbeitsplatz, der heute vernichtet wird, fehlt morgen für die Jugendlichen, die in diesen Bereichen arbeiten wollen. Die Erfahrung zeigt: Lehrwerkstätten werden als erstes geschlossen, Azubis nicht übernommen, die Leiharbeiter als erste raus geschmissen. Deshalb ist der Kampf gegen diese Arbeitsplatzvernichtung ein gemeinsamer Kampf von älteren und jungen Arbeitern!

Bisher sollen 4000 Arbeitsplätze vernichtet werden. Aber in Wirklichkeit geht es um viel mehr Arbeitsplätze! An einem Arbeitsplatz hängen Zulieferer, Subunternehmer und weitere. Alle Stahlbetriebe sind direkt betroffen. Im Ruhrgebiet wurden schon fast alle Zechen geschlossen, Stahlwerke, Opel Bochum und Nokia. Das zeigt auch, dass wir auf die Politiker aus Landesund Bundesregierung nicht vertrauen können! Hannelore Kraft von der SPD wickelte damals das Bochumer Opel Werk mit ab. In der Metall, Auto und Elektroindustrie ist inzwischen jeder Dritte Leiharbeiter oder Werksverträgler. Diese massenhafte Arbeitsplatzvernichtung dürfen wir nicht hinnehmen!

Nachdem die Manager ihre Kürzungspläne veröffentlicht haben, sind jetzt die Arbeiter am Zug! Die Kollegen in Duisburg haben in der Situation genau richtig reagiert. Für die Azubis bedeutet das, kämpfen zu lernen. Denn nur wer kämpft, kann auch gewinnen! Egal ob erfahrener Arbeiter, Azubi, Jungfacharbeiter, Leiharbeiter, Werkverträgler oder Praktikant – bei Arbeitern gibt es keine 1. und 2. Klasse. Kampf um jeden Ausbildungsund Arbeitsplatz! Dafür muss jetzt gestreikt werden – jung und alt gemeinsam.

Von der Ausbildungsleitung wird den Azubis häufig gesagt: „Schau nach dir, streng dich an, geh noch studieren oder mach deinen Techniker.“ Auch im Wahlkampf sprechen die Bundestagsparteien alle von besserer Bildung. Aber was nützt die beste Bildung, wenn es keine Arbeitsplätze gibt? In einer solchen Situation kann man nicht nur nach sich selbst schauen, in einer solchen Situation müssen alle Arbeiter zusammen stehen. Einen Finger kann man brechen, aber keine ganze Faust! Wenn jeder nur an sich denkt, kommt Hiesinger mit seinen Plänen durch. Wenn alle zusammen stehen, können sie zu Fall gebracht werden!

Die Lage ist nicht alternativlos! Mit einer 30StundenWoche bei vollem Lohnausgleich könnte die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden – auf Kosten der Profite von TKSE! „Überkapazitäten“ gibt es nur nach kapitalistischer Profitlogik. Denn Stahl wird auf der ganzen Welt gebraucht. TKSE will sich nur von der Stahlsparte trennen, weil sie hier die Weltmarktführerschaft nicht erreichen können, um Maximalprofite zu machen. Auf diese Logik lassen wir uns nicht ein!

Der Jugendverband REBELL steht voll hinter dem Kampf der Stahlarbeiter! Er ist bundesweit organisiert und der Jugendverband der Arbeiterpartei MLPD. Er organisiert die Rebellion der Jugend gegen Nazis, Umweltzerstörung und Arbeitsplatzvernichtung. Viele REBELL Mitglieder arbeiten selbst im Betrieb und lassen sich dort nicht den Mund verbieten. Allein machen sie dich ein – organisier dich! Er organisiert bundesweit die Solidarität, hilft mit Schulungsarbeit hinter die Kulissen zu schauen und für seine Interessen einzustehen. Wir kämpfen für den echten Sozialismus, wo der Mensch im Mittelpunkt steht – und nicht der Profit!

Wir fordern:
Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz! Für die unbefristete Übernahme aller Azubis! Für die Kampfeinheit von Jung und Alt!

Ein Streik an allen Stahlstandorten wäre mitten im Bundestagswahlkampf ein gewaltiges Signal. Es zeigt: Wir Arbeiter lassen uns nicht vor den Karren der Konzerne und Politiker spannen. Deshalb rufen wir auf: Wählt am Sonntag mit der MLPD eine konsequente Arbeiterpartei! Die MLPD stand und steht in den Kämpfen gegen Zechenstilllegungen, Giftmüll unter Tage, gegen die Schließung des Bochumer Opel Werks immer fest an der Seite der Belegschaft.

Hier als Flugblatt: Stahlflugblatt Jugendverband REBELL

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