Published on Juli 2nd, 2017 | by K

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Solidarität mit den VW-Arbeitern in Bratislava!

Erklärung des Jugendverband REBELL:

Am vergangenen Dienstag traten 12.300 Beschäftigte des VW-Werks in Bratislava (Slowakei) in den unbefristeten Streik. Das sind mehr als zwei Drittel der Belegschaft. Es war der erste Streik in der 26-jährigen Geschichte des Werks! Sie forderten 16% mehr Lohn, das Angebot von VW lag bei 8,7%. Heute endet der Streik mit einem Abschluss: Die Löhne steigen bis August in 2019 in mehreren Schritten um insgesamt 14,2%. Das VW-Werk in Bratislava hat mit 1 Million produzierten Autos pro Jahr eine sehr hohe Produktionsquote. Nach kurzer Zeit musste VW die Bänder anhalten, auch die Fertigung der Karosserie stand still. Das übte hohen Druck auf Firmenleitung und Konzernführung aus, weshalb sie gestern Abend ihr Angebot auf einmal deutlich erhöhten. Vor allem plagt sie natürlich die Angst, dass der Geist der Kampfbereitschaft auch auf andere Werke übergeht und ihre Spaltungs-Argumente von der „Standortgefährdung“ nicht mehr ziehen.

Liebe VW-Arbeiter in Bratislava

herzlichen Glückwunsch zu eurem mutigen Streik und der erkämpften Lohnerhöhung! Der Jugendverband REBELL sendet euch herzliche und solidarische Grüße zu. Als revolutionärer Jugendverband stehen wir fest an der Seite der kämpferischen Automobilarbeiter und ihren Familien. Die VW-Krise vertieft sich immer mehr und macht deutlich, dass die Profitgier des Konzerns über Leichen geht. Wir finden es genau richtig, dass ihr in dieser Situation in die Offensive geht für eure berechtigte Forderung nach einer Lohnerhöhung. Auch in Deutschland wächst unter den VW-Kollegen die Unzufriedenheit und der Widerstand gegen die Folgen der VW-Krise formiert sich. Besonders die Jugend ist von der Vernichtung hunderttausender Arbeitsplätze in der Autoindustrie und der Vernichtung der natürlichen Umwelt betroffen. Euer Streik ist Vorbild für die Jugend! Für die Kampfeinheit von Jung und Alt!

VW kommt, genau wie der Kapitalismus überhaupt, aus seiner Krise nicht heraus, wird seine Angriffe auf die Belegschaft international verschärfen. Deshalb ist sehr wichtig, die internationale Koordinierung der kämpferischen Automobilarbeiterbewegung zu stärken! Hoch die internationale Solidarität!

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