Published on Februar 20th, 2017 | by K

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Halle: 200 demonstrieren gegen die reaktionäre Flüchtlingspolitik der EU

Am Samstag, den 4. Februar, demonstrierten in Halle/Saale ca. 200 Menschen gegen die reaktionäre Flüchtlingspolitik der EU. Die Demonstration wurde in erster Linie selbst organisiert von der afrikanischen Gemeinde in Halle. Neben Menschen aus Afrika und dem arabischem Raum waren auch viele deutsche Unterstützer dabei. Dadurch wirkte die kämpferische Demo sehr anziehend auf die Bevölkerung in Halle. Die afrikanische und deutsche Demo-Kultur bereicherten sich gegenseitig. So wurde gemeinsam gesungen und geklatscht „Ou la la, Ou le le, Solidarité avec le Sans-Papiers“ und auch lautstark gerufen „Um Europa keine Mauer, Bleiberecht für alle und auf Dauer“. Flüchtlinge aus Afghanistan sagten am Mikrophon „Danke, dass wir hier sein dürfen. Wir wollen einfach nur in Frieden leben. Afghanistan ist nicht sicher. Bei Abschiebung würde uns dort Krieg und Elend erwarten“. Ein afrikanischer Flüchtling griff die Deals mit den reaktionären Regimen wie in der Türkei oder Libyen an. Auf die Provokation von ca. 10 Leuten der sogenannten „Montagsmahnwache Halle“, die von Faschisten mitorganisiert wird, reagierte die Demonstration offensiv aber lies sich nicht provozieren. Viele Afrikaner lernten dabei zum ersten mal gemeinsam „Nazis Raus“ zu rufen. Der Spitzenkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD für Sachsen-Anhalt, Tassilo Timm, beglückwünschte zu der erfolgreichen Demonstration, griff die deutsche Regierung an, bei der nichts mehr übrig geblieben ist von der anfänglichen „Merkelschen Willkommenskultur“ und sagte „dass die Grenze für uns nicht zwischen den einfachen Menschen aus den verschiedenen Nationen besteht, die täglich die Werte schaffen und gucken müssen, wie sie über die Runden kommen sondern zwischen uns und den Konzernen der Welt und ihren Regierungen, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen fliehen müssen. (…) Unsere Perspektive liegt letztlich im gemeinsamen Kampf gegen die Herschenden dieser Welt.“ Mehrere Teilnehmer unterschrieben für die Wahlzulassung und die Mitarbeit in der Wählerinitiative des internationalistischen Bündnis, auch um beim nächsten Mal eine noch größere Demonstration zu organisieren und Kontakt zu schließen zu Migrantengruppen aus anderen Ländern, z.B. zur kurdischen Gemeinde.

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