Published on Januar 6th, 2017 | by K

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„Unser Ziel ist die Sozialistische Revolution“ – Interview mit AKAB

Ihr seid die Antikapitalistische Aktion Bonn. Wofür steht ihr?

Dazu könnten wir viel sagen. Um das in ein paar Sätzen zusammen zu fassen:

Wir sind eine junge kommunistische Gruppe. Unser Ziel ist die Sozialistische Revolution. Uns ist natürlich klar, dass wir das nicht alleine schaffen. Wir wollen aber einen Beitrag dazu liefern durch den Aufbau einer kommunistischen Bewegung.

Ihr seid Mitglied im Internationalistischen Bündnis. Warum seid ihr Mitgliedsorganisation?

Im nächsten Jahr kommt wieder ein riesiger Wahl-Zirkus auf uns zu. Welche der bürgerlichen Parteien am Ende die Regierung stellen ist gar nicht so wichtig – unterm Strich werden eh die gleichen Großkonzerne und Banken die Politik der neuen Regierung bestimmen. Uns ist es wichtig im Wahlkampf das parlamentarische System zu entlarven in dem die große Masse der Bevölkerung faktisch von der Demokratie ausgeschlossen ist. Dazu eignet sich der Wahlkampf besonders gut, weil die ganzen verlogenen Parteien dort vorspielen sich für die Interessen der einfachen Menschen zu interessieren. Wir wollen versuchen ihnen diesen Auftritt zu versauen. Beim Internationalistischen Bündnis machen wir mit, um mit vielen anderen Organisationen gemeinsam in den Wahlkampf einzugreifen.

Uns geht es aber nicht nur darum. Insgesamt begreifen immer mehr Leute, dass der Kapitalismus uns keine Perspektive bietet, ihnen fehlt nur eine Alternative. Gleichzeitig wird ein neue rassistische Massenbewegungen aufgebaut. Gerade in so einer Situation ist es wichtig, dass die fortschrittlichen und revolutionäre Kräfte zusammenrücken, um gemeinsam zu zeigen, dass die Alternative nicht bei rassistischer Abschottung liegt, sondern in der sozialistischen Revolution. Um das zu erreichen müssen sich die Kommunisten zusammenschließen. Das Internationalistische Bündnis bietet eine Möglichkeit mit vielen revolutionären Organisationen zusammen zu kommen. Natürlich suchen wir auch über das Internationalistische Bündnis hinaus den Austausch mit anderen revolutionären Organisationen. Es gibt viele Genossinnen und Genossen in Deutschland die wir noch gar nicht richtig kennen. Da darf man sich auch nicht so einfach Abschrecken lassen, wenn einem auf den ersten Blick was nicht gefällt, sondern muss einfach mal mit einander reden und schauen wie groß die Differenzen denn wirklich sind.

Was bringt ihr im internationalistischen Bündnis ein und was erwartet ihr?

Wir wollen zu einem wirklich kämpferischen „Wahlkampf“ beitragen. Nicht so etwas was man von den üblichen Parteien kennt – Wahlplakate mit grinsenden Gesichtern und hohlen Phrasen. Statt dessen lieber Blockaden gegen den AFD Bundesparteitag im April in Köln und Aktionen beim G20 Gipfel in Hamburg. Was wir damit meinen ist: das Internationalistische Bündnis sollte eine Kraft auf der Straße werden. Auch der Klimagipfel im November 2017 in Bonn bietet eine Gelegenheit dafür. Wir freuen uns wenn ihr alle vorbei kommt!

Was habt ihr euch abgesehen von der Beteiligung am Internationalistischen Bündnis für 2017 vorgenommen?

Wir haben uns vorgenommen das 100 Jährige Jubiläum der Oktoberrevolution zum Thema zu machen.

Gerade in Zeiten, wo so viele Leute eine Alternative zum Kapitalismus suchen, lohnt sich der Blick in die Geschichte. Die Arbeiter von Paris haben schon 1871 vorgemacht wie eine ganz neue Form der Demokratie aussehen kann. Auch wir müssen ein System schaffen in dem unsere Vertreter sich nicht auf Kosten der ganzen Gesellschaft bereichern können, sondern uns gegenüber Rechenschaft ablegen müssen und wir sie jederzeit abwählen können. Es ist an der Zeit, dass wir, diejenigen die den gesellschaftlichen Reichtum und Profit erst möglich machen, auch entscheiden, was damit passiert und alle Bereiche der Gesellschaft gestalten: von der Ernährung der Menschheit über die Versorgung von Alten und Kranken bis hin zum Erhalt der Umwelt für zukünftigen Generationen.

Vielen Dank für das Interview!

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