Published on September 25th, 2016 | by K

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VW, Opel… – Verbrecher gehören bestraft

Ihr haltet hier ein Magazin auch zur VW-Krise, ihren Zusammenhängen und Folgen in den Händen. Mancher wird sich fragen: Ist das denn noch aktuell? Ist darüber nicht schon Gras gewachsen? Wahrlich geht es in den Massenmedien auch maximal nur noch darum, wer jetzt wie viel Entschädigung bekommt. Natürlich muss VW alle Opfer ihrer Abgasmanipulationen entschädigen. Aber ist das der Kern des Problems?

Diese Krise, in der VW immer noch steckt, offenbart die Spitze des Eisbergs eines ganzen Systems von Ausbeutung von Mensch und Natur, Klassenzusammenarbeit, die vollständige Verschmelzung von Konzernen und Staatsapparat, Massenbetrug und Massenvergiftung.

Schon die Eigentumsverhältnisse zeigen, wer hier wie zusammenhängt. 20 Prozent von VW gehören dem Land Niedersachsen, 17 Prozent der reaktionären Ölmonarchie Katar.

Das nennen sie auch noch stolz „System VW“ und gaukeln eine staatliche Kontrolle des Unternehmens vor, die sogar vor einigen Jahren im Zusammenhang mit dem Kampf um die Arbeitsplätze bei Opel von Sahra Wagenknecht (LINKE) als „Erfolgsmodell“ verkauft wurde, nach dem revisionistischen Grundsatz: Verstaatlichung = Sozialismus.

In Wahrheit haben wir es hier mit einem Paradebeispiel des staatsmonpolistischen Kapitalismus zu tun, in dem wir heute leben! Das allein herrschende internationale Finanzkapital hat sich die Staaten und deren Organe komplett untergeordnet und ist mit ihnen verschmolzen. Sie nutzen diese Strukturen zum Erhalt und Ausbau ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht. An der Spitze hat auch Angela Merkel immer wieder gegen die Senkung der Grenzwerte für Schadstoffausstoß internveniert, so dass europäische Autos künftig viermal so viel ausstoßen dürfen, als in den USA!

Was hat das bitte mit Sozialismus zu tun?

Die Hauptkraft zum Kampf gegen diese staatsmonopolistischen Strukturen ist das internationale Industrieproletariat. Die gewerkschaftliche Aktivität der Arbeiter belebt sich deutlich. In Deutschland drückt sich das aus in einer gewachsenen Streikbereitschaft und einer immer breiteren Kritik an Verzicht und an Klassenzusammenarbeitspolitik. Bei VW sagten die Kollegen nach jahrelanger Proganda der „VW-Familie“: „Wir sind geschiedene Leute!“

In der linken Bewegung gibt es die These, die Arbeiterklasse sei nicht mehr die Hauptkraft der Revolution. Die Arbeiter seien durchweg BILD-Leser, AfD-Wähler und würden sowieso bald aussterben.

Doch wer so denkt, interessiert sich nicht für die Wirklichkeit der Arbeiter. Die Ausbeutung und Unterdrückung in den Betrieben, die ein Kleinbürger so niemals erfährt, einerseits. Die Disziplin und den Kampfgeist, die sie an den Tag legen, andererseits. Es sind sogar vor allem die Einflüsse der kleinbürgerlichen Denkweise, der Fatalismus und das Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber der herrschenden Klasse, die die Arbeiter noch vom Kampf abhalten.

Doch warum sind Arbeiter die einzig revolutionäre Klasse? Welche Rolle spielt die revolutionäre und Arbeiterbewegung im Stimmungsumschwung? Und wer sind ihre Verbündeten? Warum ruft der REBELL auf: „Werde Arbeiter!“? Das wollen wir in diesem Heft mit euch diskutieren.

(Vorwort aus dem aktuellen REBELL Magazin 5/2016: VW, Opel… – Verbrecher gehören bestraft, Hier Abo abschließen oder hier Heft bestellen)

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