Published on März 2nd, 2016 | by K

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Raus auf die Straße zum 8. März!

Tausende Frauen auf der ganzen Welt begehen ihn jedes Jahr: Den Internationalen Frauentag am 8. März! Seine Tradition währt bereits über 100 Jahre. Clara Zetkin, eine deutsche Revolutionärin, schlug 1910 die Einführung eines internationalen Frauentages vor, weil sie die wichtige Rolle der Frauen bei der Befreiung der Menschheit erkannt hatte. Seitdem konnten viele Rechte erkämpft werden, die für uns in Deutschland heute meist selbstverständlich sind: das Frauenwahlrecht, rechtliche Gleichstellung bis hin zur freien Arbeitsplatzwahl ohne Erlaubnis des Ehemannes!

Doch Frauen sind bis heute aber nur auf dem Papier gleichberechtigt. Gleichzeitig lastet die Arbeit im Haushalt, die Kindererziehung und die Versorgung von alten und kranken Angehörigen hauptsächlich auf ihren Schultern, obwohl die Masse der Frauen heute auch einen festen Arbeitsplatz hat und somit unabhängiger geworden ist. „Frauenarbeit“ ist weniger wert, viele landen fast automatisch in Niedriglohn- und Teilzeitjobs.

Fernsehen und Zeitschriften zeichnen das Bild von der perfekten Frau und lassen gerade Mädchen hinterher hetzen und sich um sich selbst drehen, um dieses völlig unrealistische Ideal zu erfüllen. Zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein – für sein Aussehen muss man sich dann auch noch sexistische Sprüche gefallen lassen. Und apropos Wahlrecht: Die Hunderttausenden Flüchtlingsfrauen, die nach Deutschland kommen oder die vielen Migrantinnen haben in Deutschland überhaupt kein Recht, bei Wahlen ihre Stimme abzugeben– genau so wenig wie ihre Männer.
An der Spitze der deutschen Regierung steht mit Angela Merkel eine Frau. Wer glaubt, deshalb auf mehr „Warmherzigkeit“ in der Politik hoffen zu können, der irrt. Angesichts der Flüchtlingsströme nach Deutschland ergreift ihre Regierung Maßnahmen wie das Asylpaket II. Wer vor Folter, Todesstrafe oder unmenschlicher Behandlung aus seinem Heimatland zieht, kann in Zukunft zwei Jahre darauf warten, seine Frau und Kinder nach Deutschland zu holen. Viele wagen deshalb die Flucht nicht oder müssen ihre Familien mit auf den gefährlichen Weg nehmen. Die vielen Opfer im Mittelmeer zeigen, wohin das führt. „Mama Merkel“ spricht sich hier in Deutschland natürlich nicht für Obergrenzen aus – unterstützt hinten rum jedoch die türkische Erdogan-Regierung, die Flüchtlinge an der Grenze massiv bekämpft und so gar nicht erst in die EU lässt. Merkel muss sich zwar immer wieder unverschämte Attacken von CSU-Politikern anhören. Doch eine solche Politik verurteilen wir aufs Schärfste!

Doch es zeigt sich auf der ganzen Welt, dass sich die Frauen dies nicht gefallen lassen. 2015 streikten in Deutschland die Erzieherinnen für höhere Löhne. Doch es ging ihnen auch darum, dass die Arbeit, die sie täglich leisten, höher und besser bewertet werden muss. Frauen kämpfen für die Rettung der Umwelt, gegen Gewalt an Frauen und gegen Rassismus. In Rojava kämpfen Frauen in vorderster Front für Frauenrechte und gegen den faschistischen IS. Wir vom Jugendverband REBELL rufen alle Mädchen und jungen Frauen aus Deutschland auf: Gehen wir am 8. März für unsere Rechte auf die Straße! Gegen Sexismus, gegen Rassismus und für die Befreiung der Frau und der gesamten Menschheit! Die Frauen der Welt machen die Hälfte der Weltbevölkerung aus – doch jede für sich allein ist schwach. Organisieren wir uns in der kämpferischen Frauenbewegung und im Jugendverband REBELL. Er steht für die Befreiung der Frau im Sozialismus. Denn erst hier können alle vom Kapitalismus Ausgebeuteten und Unterdrückten wirklich befreit werden.

Fight racism and sexism!

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