Published on Dezember 2nd, 2015 | by K

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Veranstaltungen zu Kobanê-Brigade in Köln und Rostock

(Bericht aus Köln) Kobanê & Köln: bald Städtepartnerschaft?

Eine der ersten drei Veranstaltungen des REBELL zu den Kobane-Brigaden fand am Samstag in Köln in der alten Feuerwache statt – und endete mit dem einstimmigen Beschluss, dass eine Städtepartnerschaft von Köln und Kobanê dem Kölner Stadtrat vorgeschlagen werden soll!

Im schön dekorierten Saal wurde durch die Rede des Jugendverbands REBELL deutlich, wie sich die Solidaritätsbrigaden einfügen in das Ziel der ICOR (International Coordination of Revolutionary Parties and Organizations), weltweit praktisch zusammenzuarbeiten im Kampf für eine befreite Gesellschaft. Ebenso wurde klargestellt, dass es gerade nach den Terroranschlägen von Paris gilt, den Wiederaufbau von Kobanê mit aller Kraft voranzutreiben. Denn Kobanê und seine YPG und YPJ-Kämpfer waren es, die den IS-Faschisten eine strategische Niederlage beibringen konnten. Mehrere kurze Filme zeigten lebendig, wie die Brigadisten in Kobanê allen Widrigkeiten zum Trotz gemeinsam mit der Bevölkerung ein Gesundheitszentrum aufbauen konnten. Auch ein Film der Übergabe des Gesundheitzentrums an die Selbstverwaltungsorgane ließ die Herzen höher schlagen. Eine Brigadistin der 2. Brigade schildert: „Wenn man da mitgebaut hat, und gesehen hat, was das für Brachland war, und dann haben wir da so hart geschuftet, und als wir gegangen sind, war gerade mal die Bodenbetonplatte fertig… Jetzt zu sehen, dass das Haus fertig ist, ist einfach unglaublich!“

Die Rede des REBELL zog Schlussfolgerungen aus der Brigade wie man erfolgreich arbeitet:

Viele Jugendliche bringen einen großen persönlichen Einsatz, aber egal wie scheinradikal man Proteste führt, sich auf „Intervention“ oder „dazwischen gehen“ bei den schlimmsten Auswirkungen des Kapitalismus zu beschränken bleibt perspektivlos! Mancher gefällt sich dann in dieser einsamen Rolle und schimpft über die Massen, andere resignieren.

In einer festen Organisation, mit revolutionärer Theorie und Praxis und eng verbunden mit den Massen bekommt die große Einsatzbereitschaft jedes einzelnen dagegen erst die notwendige Kraft und Perspektive. Ein Anarchist sagte bei der Auswertung der Brigade: „so wie ihr das organisiert wird das Projekt Wirklichkeit“. „

In der anschließenden Diskussion griffen Teilnehmer die Heuchelei der Bundesregierung an, die sich jetzt zwar den Kampf gegen den Terrorismus auf die Fahnen schreibt, aber Kobanê kein Stück unterstützt. Der REBELL Köln warb in einem Beitrag für die Organisierung im REBELL und lud die Besucher ein, sich am Subbotnik für das „Haus der Solidarität“ am 23./24.1.16 zu beteiligen. Von einem Teilnehmer wurde die historische Verbindung gezogen zu den Internationalen Brigaden, die im spanischen Bürgerkrieg gegen den Franco-Faschismus kämpften, woran auch sein Onkel beteiligt gewesen war. Zum Schluss kam der Vorschlag der Städtepartnerschaft und dass die Veranstaltungen doch gemeinsam eine Resolution dazu beschließen sollte. Gesagt, getan – und einstimmig angenommen. Diese Resolution wird nun dem Rat der Stadt Köln übergeben werden.

Bei der abschließenden Spendensammlung für das Gesundheitszentrum in Kobanê kamen 217€ Spenden zusammen.

(Bericht aus Rostock) Kämpferische Veranstaltung zu den Solidaritätsbrigaden in Rostock

Ca. 50 Gäste, folgten der Einladung des Jugendverband REBELL und der MLPD in den Waldemarhof in Rostock. Dort wurden die Solidaritätsbrigaden der ICOR vorgestellt und darüber diskutiert, welche Aufgaben sich für uns in Deutschland aus dem Solidaritätspakt ergeben.

Zwei Brigadisten berichteten über ihre Zeit bei den Brigaden, über die Fortschritte beim Bau des Gesundheitszentrums aber auch darüber, welche Probleme gelöst werden mussten, damit das Projekt ein Erfolg werden konnte.

In der anschließenden Diskussion ging es vor allem darum, warum der kurdische Befreiungskampf international so eine große Bedeutung hat. Eine wichtige Konsequenz aus der Diskussion war, dass der Kampf des kurdischen Volks Teil der internationalen Revolution werden muss, damit er nachhaltig siegen kann. Auch die Frage, ob und wo man sich organisieren muss, um den Kampf zu unterstützen spielte eine wichtige Rolle.

Zum Abschluss schauten wir uns noch den Trailer zu den Brigaden an und die Band Camou aus Rostock spielte noch für eine Stunde Musik, die direkt in die Beine ging.

Auch wenn wir mehr Gäste erwartet haben, war die Stimmung kämpferisch und auch ausgelassen. Alle sind mobilisiert nach Hause gegangen und es wurde konkret besprochen, wann man sich wieder sieht.

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