Published on Dezember 17th, 2015 | by K

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Umweltprotest gegen UN-Klimagipfel in Paris

Vive la solidarité internationale! Hoch die internationale Solidarität!

Während die Herrschenden dieser Welt darüber verhandelten, ob das Weltklima um 2°C steigen darf, protestierten tausende vor dem Eiffelturm…

Es war etwas ganz Besonderes, was da in Paris stattfand: Umweltgewerkschafter, ICOR-Organisationen wie MLGS, MLKP, MLPD u.a., Courage und Rebellen waren angereist, um mit französischen Genossen und Umweltaktivisten entschieden dagegen zu protestieren, dass die Umwelt mutwillig weiter zerstört wird und die Menschheit immer mehr in eine globale Umweltkatastrophe gedrängt wird.

Nach den faschistischen Anschlägen in Paris, hat der französische Staat den Ausnahmezustand verhängt – Hausdurchsuchungen dürfen nun ohne richterlichen Beschluss durchgeführt werden, Polizei und Militär prägen das Stadtbild und alle Demonstrationen gegen den UN-Klimagipfel wurden kurzerhand verboten. So sehr die Anschläge zu verurteilen sind, so wenig ist es doch hinnehmbar, dass das demokratische Recht auf Versammlungsfreiheit und freier Meinungsäußerung derart eingeschränkt wird, dass jeglicher Protest an den Regierenden unterbunden werden soll. Ihre Politik ist es doch, die den großen Konzernen Maximalprofite beschert, indem sie ganzen Bevölkerungsgruppen das Land wegnehmen („Landgrabbing“) und damit in die Flucht zwingen, nur um dort die Umwelt weiter auszubeuten. Ihre Politik ist es, die unter anderem über die Aufsichtsräte aufs Engste mit verbrecherischen Praktiken verbunden ist, wie die massenhafte Manipulierung der VW-Dieselmotoren. Ihre Politik ist es, die ganze Flüsse zerstört, weil die Minenbetreiber ihre Gifte und Schwermetalle ablassen, wie jüngst in Brasilien. Und ihre Politik ist es, die faschistische Organisationen wie den IS oder in Deutschland Pegida und co. Duldet und fördert, um ihre Machtinteressen durchzusetzen. Letztlich ist es der Kapitalismus, der mit seiner Profitwirtschaft die Zukunft der Menschheit bedroht. Es war daher ein wichtiger Teilerfolg, dass die Kundgebung in Paris am 12.12. aufgrund des Drucks der Straße genehmigt werden musste! Mit unserer kämpferischen Delegation gelang es uns eine kleine Demonstration ab 11 Uhr mit Zwischenkundgebungen und offenem Mikrofon durchzuführen. Wir ließen uns auch nicht von den Spielchen der Polizei abhalten, die uns zunächst mehrfach den Weg auf den zentralen Kundgebungsplatz verweigern wollte.

Viele Pariserinnen und Pariser oder auch Touristen machten Fotos von uns, einzelne schlossen sich an oder zeigten ihre Anerkennung.

Um 14 Uhr füllte sich der Platz mit tausenden weiteren Demonstranten – eine Menschenkette zur Rettung des Klimas wurde gebildet. Zu einer Demonstration, deren Durchsetzung wir auch forderten, kam es nicht mehr. Viele waren interessiert vor allem an der ICOR und sangen mit uns begeistert und bewegt die Internationale. Währenddessen wehten rote Fahnen vor dem Eiffelturm und man konnte einen Eindruck bekommen, welch machtvolles Potenzial in der Einheit von Umwelt- und Arbeiterbewegung steckt. Dieser Tag war zweifelsohne ein wichtiger Schritt zu dieser Einheit. Aber eins steht auch fest: Nächstes Mal müssen noch viel mehr Rebellinnen und Rebellen mitkommen und müssen sich noch viel mehr Kinder und Jugendliche hier im REBELL und bei den Rotfüchsen organisieren, um für unsere Zukunft zu kämpfen!

Quelle der Bilder

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