Published on November 22nd, 2015 | by K

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25. November: Tag gegen Gewalt an Frauen!

Wir sind keine Barbies oder Modepüppchen …“

Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Dabei denken viele an Dinge wie häusliche Gewalt, Zwangsprostitution oder Vergewaltigungen. Doch gibt es nicht noch andere Formen von Gewalt gegen Frauen?

So wirbt Heidi Klum im Moment für die nächste Staffel Germany’s Next Topmodel mit der Frage: „Ist es dein größter Traum, ein Topmodel zu werden?“. Immer wieder müssen sich Mädchen blöde Sprüche zu ihrem Aussehen anhören: Zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein. Wenn wir nach der Werbung und dem Fernsehen gehen, sind wir eigentlich nie gut genug. Deshalb sollen wir uns auch um nichts anderes kümmern als darum, hübsch auszusehen, immer die neuesten Trends zu kennen und bloß bei allen gut anzukommen. Wenn man das nicht erfüllt, dürfe man sich über sexistische Sprüche nicht wundern und sollte die ja auch eigentlich als Kompliment ansehen. Wer möchte schon als verklemmt und spießig gelten?

Auch diese für viele schon fast alltäglichen Dinge sind ein Ausdruck von Gewalt gegen Frauen. Sie verletzen zwar nicht körperlich. Aber der einzige Sinn dieser sexistischen Sprüche ist es, Mädchen und Frauen kleinzuhalten, ihr Selbstbewusstsein zu untergraben und sie in irgendwelche Rollen zu drängen, die sie gar nicht haben möchten! Uns wird vorgemacht, es ginge nur darum, sich gegen seine Konkurrentinnen im Alltag durchzusetzen. Der Sexismus ist im Kapitalismus ein Mittel der Herrschenden, ihre Macht auszuüben. Auch sollen Männer und Frauen gespalten werden, anstatt gemeinsam für ihre Interessen einzutreten. Wie sollen wir uns auch gemeinsam gegen schlechte Bedingungen auf der Arbeit einsetzen, gegen Umweltzerstörung oder Faschisten, wenn solch blöde Anmache zwischen uns steht?

Dass viele Frauen und Mädchen dagegen klar Position beziehen, zeigt sich an vielen Stellen. In Deutschland gehen Krankenschwestern und Erzieherinnen für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße. Gerade Mädchen und junge Frauen setzten bei Aktionen wie One Billion Rising ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Und die „BASTA-Frauen“-Gruppe kämpfte gemeinsam mit ihren Männern gegen die Werksschließung des Bochumer Opel-Werks. Unser Traum ist es nicht, Topmodel zu werden – sondern unsere Kraft und Energie für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen. Wir sind eben keine braven Barbies oder Modepüppchen. Denn die Frauen können erst befreit werden, wenn die ganze Gesellschaft von Ausbeutung und Unterdrückung befreit ist. Das kann erst im echten Sozialismus erreicht werden – und auch erst dort kann Gewalt an Frauen endgültig abgeschafft werden.

Deshalb: Finden wir uns nicht ab mit sexistischer Anmache, sondern wehren wir uns! Tragen wir am 25. November unseren Protest gegen von Gewalt an Frauen auf die Straße. Und vor allem: Organisieren wir uns, zum Beispiel im Jugendverband REBELL. Wir Rebellen machen uns stark gegen Sexismus. Bei uns gilt: Jungs und Mädchen halten zusammen!

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