Published on Oktober 28th, 2015 | by K

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Köln: Kein Platz für „HoGeSa“-Faschisten!

Die groß angekündigte „HoGeSa“ Kundgebung 2.0, wurde zum Desaster für ihre Teilnehmer*innen und die gesamte Rechte Szene. Genau vor einem Jahr hatten in Köln ca. 5000 „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa), darunter zahlreiche Faschisten, schwere Krawalle veranstaltet, Ausländer gejagt, Läden geplündert – ungehindert von der Polizei, obwohl die Schläger schon Tage vorher ihr Kommen aus ganz Deutschland im Internet angekündigt hatten.

Nun kündigten die Veranstalter*innen an, genau ein Jahr später den damaligen Aufmarsch zu toppen. Das ließen sich die Kölner nicht gefallen und so konnte eine Wiederholung durch den Protest 20tausender Gegendemonstrant*innen und vieler Tausende Antifaschist*innen, die sich an den Blockaden beteiligt haben, verhindert werden. Verschiedene Bündnisse wie „Köln stellt sich quer“, „Köln gegen rechts“ und „Arsch huh“ mobilisierten zum Protest. Die Anti-„HoGeSa“-Aktionen verbanden sich mit der Solidarität mit den Flüchtlingen. Die Parole „Schützt Flüchtlinge und Menschenwürde“ zentrales Thema der Aktionen. So rief das Bündnis „Köln gegen Rechts“ schon am Samstag zur einer Anti-Rassitischen Demo auf, an der sich ca. 3000 Menschen beteiligte.

Der REBELL beteiligte sich gemeinsam mit Flüchtlingen aus Eritrea, dem Irak und Afghanistan um gegen die reaktionäre Flüchtlingspolitik der Regierung zu protestieren. Am Sonntag wurde die Anfahrt vieler Hooligans durch Blockaden bereits im Bahnhof Deutz verhindert. Die Hauptanfahrt für den Barmer Platz, war durch 500 Demonstranten völlig gesperrt. Die Polizei setzte kurzzeitig Wasserwerfer gegen sie ein. Letztlich schafften es lächerliche 700 Hooligans, zu ihrem Kundgebungsplatz. Es hätten noch weniger sein können, wenn die Polizei nicht den Weg für die Hooligans freigeknüppelt hätte. Bei ihrer Kundgebung, wurde ein dilettantisches Programm organisiert, und die Kundgebung begann 90 Minuten später, da der Veranstalter von „Pro NRW“ nicht rechtzeitig vor Ort war und die von der Polizei geforderte Anzahl von 50 Ordnern nicht zusammen kamen, denn sie durften nicht alkoholisiert und vorbestraft sein. Die zweite an dem Tag geplante Kundgebung von „Kögida“ sagten die Veranstalter resigniert völlig ab!

Ein Skandal ist, dass die Kundgebung überhaupt statt finden konnte. Die Polizeiführung um Polizeipräsident Albers herum hatte schon im Vorfeld, nach der unsäglichen Extremismus Theorie rechtsradikale Hooligans mit angeblich gewaltbereiten Linksradikalen gleichgesetzt und ging dementsprechend hart gegen linke Kräfte vor . Statt die gewaltbereiten Hooligans, die gewaltsam versuchten Blockaden zu brechen, in Gewahrsam zu nehmen, wurden die Blockaden auch von der Polizei attackiert. Skandalös ist auch, dass erneut die Nazi-Hooligan Band „Kategorie C“ in Köln spielen durfte. In anderen Städten werden Konzerte dieser Band rigoros von den Behörden verboten.

Wirklich empörend ist auch die Bericht Erstattung der bürgerlichen Medien. Hier wird gegen Linke gehetzt, die sich mutig den extrem gewaltbereiten Faschisten entgegen stellen. Überheblich wird auch über die 20 000 Menschen hin weggegangen, die hier in unterschiedlichster Weise ein Zeichen gegen Faschisten setzten.
Am Sonntag Abend kam es zu einem Überfall auf den Sprecher der Bonner Linksjugend, Marco Ehrenholz. Er wurde auf dem Rückweg von den Protesten gegen HoGeSa in Köln, von einer Gruppe Neonazis, unter der Führung der bekannten Bonner rechtsextremen Melanie Dittmer angegriffen. Sie gingen mit Stöcken, Flaschen, Tritten und Schlägen auf ihn los. Er musste sich anschließend in Behandlung begeben, mit Prellungen im Gesicht und eine Gehirnerschütterung. Wir fordern die sofortige Aufklärung und eine Bestrafung der Verantwortlichen sowie das sofortige Verbot alles Faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda und wünschen Marco Ehrenholz eine gute Besserung!
Ein Köln 3.0 wird es für HoGeSa erst recht nicht mehr geben. Das letzte Wochenende war eine Niederlage für „HoGeSa“, „KöGiDa“ und die gesamte Rechte Szene sowie eine Protest gegen die bürgerliche Flüchtlingspolitik der Regierung!

Korrespondenz vom REBELL Köln

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