Published on Mai 27th, 2015 | by K

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Dortmund: Forderung nach einem humanitären Korridor nach Kobané/Rojava

Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Dortmund am 17.5.2015

An die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik, Angela Merkel
An den Bundesaußenminister der Bundesrepublik. Frank Walter Steinmeier
An die Regierung der Republik Türkei
An die Bundestagsabgeordneten aus Dortmund
(Sabine Poschmann, Ulla Jelpke, Marco Bülow, Markus Kurth, Steffen Kanitz)

An die demokratische Öffentlichkeit in Dortmund

Betr.: Forderung nach einem humanitären Korridor nach Kobané/Rojava

Wir wenden uns an Sie, weil wir uns große Sorgen um das Leben der Menschen in der nordsyrischen Stadt Kobané machen.
Wir, das sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Dortmund, die seit Wochen jeden Sonntag für das „Spiel ohne Grenzen“ auf dem internationalen Pfingstjugendtreffen am 23./24.5 in Gelsenkirchen trainieren. Neben Sport und Musik wird auf dem Pfingstjugendtreffen auch die Solidarität mit den Menschen in Kobané/Rojava ein Schwerpunkt sein.
Mit uns trainieren auch Rotfüchse, das ist eine Kinderorganisation im Jugendverband REBELL. Die Rotfüchse haben in den letzten Monaten schon 280 € spenden für den Wiederaufbau in Kobané gesammelt.
Nachdem die Menschen dort auch mit Unterstützung der internationalen Solidarität die Stadt Kobané von der faschistischen IS befreit haben, geht es jetzt um den Wiederaufbau. Kobané ist zu 80% zerstört. 70 – 80.000 Menschen leben dort ohne Infrastruktur, Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung sind zerstört. Kobané ist immer noch von drei Seiten von den faschistischen Truppen der IS eingeschlossen. Leider verweigert die türkische Regierung bislang die Einrichtung eines humanitären Korridors, der für den Wiederaufbau von Kobané dringend notwendig ist.
Die Haltung der türkischen Regierung widerspricht unserer Meinung nach direkt dem internationalen Völkerrecht.
Wir fordern deshalb die Einrichtung eines humanitären Korridors, um humanitäre und logistische Hilfe und den selbstlosen Einsatz von Aktivisten und Brigadisten zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen
i.A.
G. Pfisterer
gerdpfisterer@gmx.de

25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Training für das „Spiel ohne Grenzen“ am 17.5.2015 in Dortmund-Jungferntal.

Hier gibt es weitere Infos zu einer Petition für einen humanitären Korridor nach Kobanê/Rojava

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