Published on April 22nd, 2015 | by K

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Auf zum Wiederaufbau nach Kobanê!

Im Januar dieses Jahres konnte sich die Bevölkerung von Kobanê, gestützt auf die internationale Solidarität, selbst befreien und den faschistischen IS vertreiben. Doch über 80 Prozent der Stadt sind zerstört. Die ICOR (Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) hat sich den Wiederaufbau von medizinischen Einrichtungen vorgenommen und beschlossen, dafür Solidaritäts-Brigaden nach Kobanê zu schicken. Die MLPD, als Mitgliedspartei der ICOR, wird sich aktiv daran beteiligen und ist in Deutschland für sie verantwortlich. Vom 20. Juni bis zum 20. September werden Solidaritäts-Brigaden dorthin reisen und zusammen mit kurdischen Freunden arbeiten. Es sind vier Einsätze von jeweils vier Wochen geplant.

Gesucht werden Bau-Fachleute und medizinische Fachleute. Hast du einen solchen Beruf gelernt? – Dann komm mit!

Insbesondere junge Leute ab 18 Jahren sind aufgefordert, mitzukommen!

Eine neue Qualität des Internationalismus

Für den Jugendverband REBELL ist die internationale Solidarität ein wichtiges Thema. Als Jugendverband der MLPD steht er für die Vorbereitung der internationalen sozialistischen Revolution. Dazu braucht man den Austausch mit anderen Völkern, man muss ihre Kämpfe kennenlernen, sich organisiert gegenseitig unterstützen und voneinander lernen.

Der REBELL hat schon verschiedene Solidaritäts-Brigaden durchgeführt, so in Südafrika oder im Kongo. Das soll zukünftig in noch größerem Rahmen stattfinden und als Solidaritäts-Brigaden mit praktischem Auftrag organisiert sein.

Eine Rebellin berichtet:
„Im September des vergangenen Jahres war ich mit der Solidaritäts-Brigade des REBELL für einen Monat im Kongo und habe geholfen, einen Versammlungssaal für das Ngenyi-Volksbildungszentrum zu bauen.
Dort habe ich Arbeiten mit Holz gemacht, habe nach und nach gelernt, mit Säge oder Hammer umzugehen. Das sind Arbeiten, die ich noch nie zuvor gemacht habe. Trotzdem konnte ich mich einbringen. Alle haben Hand in Hand zusammengearbeitet, ob jung oder alt, Mann oder Frau, kongolesisch oder deutsch. Auch von sprachlichen Schwierigkeiten haben wir uns nicht abschrecken lassen. Immer wieder haben wir uns auf neue Situationen einstellen müssen und darum gekämpft, dass das Haus fertig wird. Beispielsweise hatten wir an einem Tag keinen Strom für die Säge oder nur krummes Holz, mit dem wir arbeiten mussten.
Wir haben uns in Teams eingeteilt, so dass jeder in einer bestimmten Verantwortung etwas lernen konnte. Das waren Bereiche wie Finanzverantwortung, Bauleitung, Gesundheit und Hygiene, Öffentlichkeitsarbeit oder die Brigadenleitung.

Abends war oft Zeit für Besprechungen, bei denen wir nochmal Schwierigkeiten und Konflikte auswerten und den nächsten Tag planen konnten.

Bei so einem Einsatz hat man die Möglichkeit, direkt das Leben der Bevölkerung kennen zu lernen, ihre Probleme und Kämpfe. Wir haben zusammen aber auch Ausflüge gemacht, haben gefeiert, getanzt und gesungen. Man ist den Leuten so nahe wie in keinem Urlaub!“

Das ist proletarischer Internationalismus!

Doch Rojava ist noch ein Kriegsgebiet. Zwar wurde die Stadt von den Faschisten befreit und der Schutz der Brigaden wird auch durch die Kurden gewährleistet, doch das heißt nicht, dass dort sofort wieder alles in Ordnung ist. Deshalb gibt es keine „Jugendbrigade“, sondern eine gemeinsame Solidaritäts-Brigade jüngerer und erfahrener Leute.
Für die Teilnehmer heißt es, diszipliniert und belastbar zu sein. Natürlich muss man sich auch mit den Zielen des kurdischen Befreiungskampfes identifizieren. Ab 18 Jahren kann man mitkommen. Es ist wichtig, sich an alle Regeln, die es gibt, zu halten. Es wird keine luxuriösen Unterkünfte dort geben. Auch die Temperaturen werden dort viel höher sein, als bei uns. Es wird zügig gearbeitet werden, um den Aufbau wirklich auch innerhalb von drei Monaten zu schaffen. Trotzdem wird Zeit dafür sein, die Bevölkerung kennenzulernen, und sich anzufreunden.

Neugierig geworden? – Melde dich schnell an!

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