Published on März 7th, 2015 | by J

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Kommt zum 8. März!

Seit über 100 Jahren wird der 8. März als Internationaler Frauentag begangen. Damals ging es besonders um die Forderung, ein Wahlrecht für Frauen einzuführen. Da könnte man meinen: „Wir Frauen und Mädchen sind doch heute schon so gut wie gleichberechtigt. So ein internationaler Frauentag ist gar nicht mehr nötig“. Aber ist das wirklich so? Die Lage der Frauen und Mädchen der Welt beweist genau das Gegenteil. Die Masse der Frauen werden im Kapitalismus gesetzmäßig doppelt ausgebeutet und unterdrückt. In vielen Familien müssen Mann und Frau arbeiten gehen, um genug zu verdienen – auf den Frauen lastet aber zusätzlich noch die Aufgabe, sich um Haushalt und Kinder zu kümmern. Frauen verdienen in vielen Berufen weniger als Männer oder landen direkt in „Frauenberufen“ wie Krankenschwester oder Erzieherin, die sowieso schlechter bezahlt sind. Der Sexismus untergräbt dann noch das Selbstbewusstsein, sich gegen diese Situation zu wehren. So bekommen wir doch aktuell wieder gezeigt, dass alles, was im Leben zählt, ist, bei Heidi Klum über den Laufsteg zu spazieren oder mit Dieter Bohlen neuer Superstar zu werden. Aber soll das unsere Zukunft sein?
Gute Vorbilder für die Frauen und Mädchen der Welt gibt es viele. So wie aktuell die mutigen Kämpferinnen der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) in Rojava, die an vorderster Front bewaffnet gegen die IS-Faschisten und für die Befreiung von Kobanê gekämpft haben. Die IS-Faschisten gingen gerade gegen Frauen und Mädchen besonders brutal vor – tausende wurden vergewaltigt und ermordet. Doch Frauen und Männer haben Seite an Seite gegen die Faschisten gekämpft und Kobanê befreit!
Der Protest von Frauen und Mädchen formiert sich noch an weiteren Stellen. So gingen wieder viele zu den Aktionen von One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen auf die Straße und setzten besonders ein Zeichen gegen Sexismus. Die Basta-Frauen kämpften gemeinsam mit ihren Männern gegen die Schließung des Bochumer Opel-Werks. All diesen Kämpfen ist eins gemeinsam: Es geht um eine Gesellschaft, in der Frauen und Männer frei und gleichberechtigt leben können. Diese Gesellschaft kann aber nicht der Kapitalismus sein! Denn hier ist die Ausbeutung der Arbeiter und die besondere Ausbeutung und Unterdrückung der Frau fester Bestandteil des Systems. Wirkliche Gleichberechtigung, ein Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung und in Einheit von Mensch und Natur ist erst im echten Sozialismus möglich. Deshalb begehen MLPD und REBELL den Weltfrauentag als internationalen Kampftag der ICOR – der internationalen Koordininung revolutionärer Parteien und Organisationen. Denn für die Befreiung der Frau können wir nur gemeinsam auf der ganzen Welt kämpfen. Umso wichtiger ist es, dass 2016 die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Nepal stattfinden wird. Hier kommen Frauen und Mädchen zusammen um Erfahrungen auszutauschen und sich weiter zusammen zu schließen.

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